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Esper informiert Kramp-Karrenbauer über US-Truppenabzug
International 03.07.2020

Esper informiert Kramp-Karrenbauer über US-Truppenabzug

US-Verteidigungsminister Mark Esper bei einer NATO-Pressekonferenz.

Esper informiert Kramp-Karrenbauer über US-Truppenabzug

US-Verteidigungsminister Mark Esper bei einer NATO-Pressekonferenz.
Foto: AFP
International 03.07.2020

Esper informiert Kramp-Karrenbauer über US-Truppenabzug

Nun ist es offiziell: Der US-Verteidigungsminister Mark Esper hat seine deutsche Amtskollegin über den Abzug von mehreren tausend amerikanischen Soldaten in Kenntnis gesetzt.

(dpa) - US-Verteidigungsminister Mark Esper hat seine deutsche Amtskollegin Annegret Kramp-Karrenbauer über den Abzug von 9.500 amerikanischen Soldaten aus Deutschland informiert. Die Minister seien sich in dem Telefonat am Donnerstag einig gewesen, dass die neuen Planungen der Vereinigten Staaten „der Rückversicherung der Alliierten dienen müssten, der verstärkten Abschreckung sowie der Stärkung der Nato insgesamt“, teilte das Bundesverteidigungsministerium mit. Esper habe das anhaltende Engagement der USA für das transatlantische Bündnis bekräftigt.

Die deutsche Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer.
Die deutsche Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer.
Foto: Fabrizio Bensch/Reuters-Pool/dpa

Kramp-Karrenbauer erklärte laut Ministerium nach dem Gespräch: „US-Soldatinnen und Soldaten sind in Deutschland willkommen, sie dienen natürlich auch der Sicherheit der USA im Rahmen der Nato. Alles Weitere ist im Bündnis zu besprechen.“ Esper werde den Kongress in den kommenden Wochen über die Planungen informieren, gefolgt von Konsultationen mit den Nato-Verbündeten, insbesondere mit Deutschland, hieß es weiter aus dem Bundesverteidigungsministerium. Kramp-Karrenbauer und Esper würden in den kommenden Wochen „zur Fortentwicklung dieser Planungen“ in engem Kontakt bleiben.


(FILES) In this file photo taken on December 21, 2016 US President-elect Donald Trump (L) stands with former Trump National Security Adviser Lt. General Michael  Flynn (R) at Mar-a-Lago in Palm Beach, Florida. - The Washington appeals court ordered false-statement charges against President Donald Trump's former national security advisor Michael Flynn to be dropped June 24, 2020, handing the White House a victory in a case that was central to the Russia meddling investigation. The court endorsed Attorney General Bill Barr's extraordinary decision to drop charges against Flynn even after he had twice pleaded guilty to lying to FBI investigators, overruling a lower court judge who was ready to sentence Flynn. (Photo by JIM WATSON / AFP)
USA: Widerstand gegen Truppenrückzug aus Deutschland wächst
Donald Trumps angekündigter Teilrückzug aus Deutschland stößt auf Widerstand. Eine zweite Gruppe an republikanischen Kongressabgeordneten fordert den Präsidenten in einem Brief auf, seine Entscheidung zu überdenken.

Das US-Verteidigungsministerium hatte am Dienstag erklärt, dass US-Präsident Donald Trump dem Abzug von 9.500 der gegenwärtig rund 34.500 US-Soldaten in Deutschland zugestimmt habe. Ein Zeitplan ist aber noch nicht bekannt.

Der US-Kongress könnte den Teilabzug noch über den Militärhaushalt blockieren oder zumindest deutlich erschweren. Dort gibt es Widerstand gegen die Pläne - auch bei Trumps Republikanern.

2018: Donald Trump lässt sich, während eines Zwischenstopps auf dem Stützpunkt der US-Luftwaffe in Ramstein, mit Militärangehörigen fotografieren.
2018: Donald Trump lässt sich, während eines Zwischenstopps auf dem Stützpunkt der US-Luftwaffe in Ramstein, mit Militärangehörigen fotografieren.
Foto: Shealah Craighead/White House /d

Der US-Präsident hat den Abzug mit den aus seiner Sicht weiterhin zu geringen Verteidigungsausgaben Deutschlands begründet. Einige der Soldaten sollen nach Polen verlegt werden, wie viele ist aber noch unklar. Die Bundesregierung wurde von Washington vor der Entscheidung über den Truppenabzug nicht konsultiert.  


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