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Erstmals seit Napoleons Zeiten keine Weihnachtsmesse in Notre-Dame
International 23.12.2019 Aus unserem online-Archiv

Erstmals seit Napoleons Zeiten keine Weihnachtsmesse in Notre-Dame

Seit dem Brand lehnen Baugerüste an der Notre-Dame Kathedrale in Paris.

Erstmals seit Napoleons Zeiten keine Weihnachtsmesse in Notre-Dame

Seit dem Brand lehnen Baugerüste an der Notre-Dame Kathedrale in Paris.
Foto: dpa
International 23.12.2019 Aus unserem online-Archiv

Erstmals seit Napoleons Zeiten keine Weihnachtsmesse in Notre-Dame

Seit 1803 gab es in der Kathedrale jedes Jahr eine Weihnachtsmesse. Nach dem verheerenden Brand im April wird es in der Kathedrale dieses Jahr allerdings still bleiben.

(dpa) - Notre-Dame bleibt dunkel: Zum ersten Mal seit über 200 Jahren wird es an Weihnachten keine Messe in der Pariser Kathedrale geben, die vor gut acht Monaten von einem Brand schwer verwüstet wurde. Gläubige können die Messen in der Kirche Saint-Germain l'Auxerrois beim Louvre-Museum oder in Saint-Sulpice in der Nähe des Luxemburg-Parks besuchen, teilte die Pariser Diözese mit.

Seit 1803 habe es immer eine Weihnachtsmesse in Notre-Dame gegeben - auch während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg, sagte eine Mitarbeiterin der Deutschen Presse-Agentur.

1803 war Napoleon Bonaparte in Frankreich noch Erster Konsul, 1804 stieg er zum Kaiser auf. Die Krönung fand in Notre-Dame statt, die Kathedrale war damals nach den Zerstörungen der Französischen Revolution in einem sehr schlechten baulichen Zustand.

Die Turmspitze der Kathedrale brach bei dem Feuer, zusammen mit dem restlichen Gebälk, in sich zusammen.
Die Turmspitze der Kathedrale brach bei dem Feuer, zusammen mit dem restlichen Gebälk, in sich zusammen.
Foto: AFP

Notre-Dame auf der Île de la Cité im Herzen der Hauptstadt war am 15. April in Flammen aufgegangen - die Katastrophe führte zu weltweiter Bestürzung. Das über 850 Jahre alte gotische Bauwerk soll nach dem Willen von Staatschef Emmanuel Macron bis 2024 wiederaufgebaut werden.


This general view shows debris inside the Notre-Dame-de Paris Cathedral in Paris on April 16, 2019, a day after a fire that devastated the building in the centre of the French capital. - Pledges from French billionaires, businesses and the public sector to help rebuild Notre-Dame cathedral have reached nearly 700 million euros (790 million dollars) amid an outpouring of public support for one of Europe's most iconic monuments. (Photo by Christophe PETIT TESSON / POOL / AFP)
Der Schrecken von Notre-Dame fasziniert Touristen und Pariser
Voll ist es rund um Notre-Dame immer. Doch so voll wie am Tag nach dem schrecklichen Feuer, das die weltberühmte Kathedrale schwer beschädigt hat, ist dann doch selten. Das Gelände rund um die Kirche ist strikt abgesperrt.

Wie die Tageszeitung "Le Parisien" am Montag berichtete, sind die Arbeiten zur Sicherung des einsturzgefährdeten Wahrzeichens noch nicht abgeschlossen. Außerdem müsse das Bauwerk gereinigt werden. In der Dachkonstruktion und der Turmabdeckung der Kathedrale war tonnenweise Blei verbaut. Es war im Feuer geschmolzen und verschmutzte die Umgebung.

Der Pariser Erzbischof Michel Aupetit sagte "Le Parisien", Notre-Dame sei ein Touristenmagnet mit 14 Millionen Besuchern im Jahr gewesen. "Das (ist) noch mehr als der Louvre." Die Menschen seien gekommen, weil es ein Leben in der Kathedrale gegeben habe - er warte darauf, dass dieses wiederkehre.


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