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Erschreckende Zahlen: Mehr als 3400 Menschen an Ebola gestorben
International 2 Min. 03.10.2014 Aus unserem online-Archiv

Erschreckende Zahlen: Mehr als 3400 Menschen an Ebola gestorben

Das Virus endet häufig tödlich: Innerhalb der vergangenen Monate sind in Westafrika mehr als 3400 Personen daran gestorben.

Erschreckende Zahlen: Mehr als 3400 Menschen an Ebola gestorben

Das Virus endet häufig tödlich: Innerhalb der vergangenen Monate sind in Westafrika mehr als 3400 Personen daran gestorben.
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International 2 Min. 03.10.2014 Aus unserem online-Archiv

Erschreckende Zahlen: Mehr als 3400 Menschen an Ebola gestorben

Immer mehr Menschen sterben an Ebola. Das belegen neue WHO-Zahlen. Einzelne Patienten werden zur Behandlung ins Ausland ausgeflogen.

(dpa) - Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat bekanntgegeben, dass die Zahl der registrierten Ebola-Toten in Westafrika weiter gestiegen ist - auf bislang 3431 Menschen. In Deutschland kam am Freitag ein zweiter Ebola-Patient an. Er wird in Frankfurt am Main auf der Isolierstation bei der Uniklinik behandelt. In den USA beunruhigt ein weiterer Ebola-Verdachtsfall die Menschen.

Laut WHO ist Liberia am stärksten von der Seuche betroffen. Dort starben bereits 2069 Menschen an Ebola. Die Zahl der registrierten Infizierten in Guinea, Liberia und Sierra Leone stieg unterdessen auf 7470.

Am Freitagfrüh war ein infizierter Arzt aus Sierra Leone mit einem Ambulanzflug in Frankfurt angekommen. „Der Patient ist in sehr ernstem Zustand, aber zumindest bis jetzt in diesem Zustand stabil“, sagte Oberarzt Timo Wolf. Es bestehe die „durchaus berechtigte Hoffnung, dass der Patient diese Erkrankung gut überstehen kann“. Man müsse die nächsten Tage abwarten.

Ende August war schon ein Ebola-Patient aus Westafrika nach Hamburg gekommen, der dort in der Uniklinik versorgt wurde. Das Krankenhaus gibt zurzeit keine Auskunft über den Fall und verweist auf die ärztliche Schweigepflicht.

Ebola-Erkrankter verschwieg Kontakt mit infizierter Frau

Unterdessen ging in den USA die Suche nach Menschen weiter, die Kontakt zu einem dort erkrankten Ebola-Patienten in Texas hatten. Der Mann hatte sich in Afrika infiziert. Er reiste in die USA, und dort brach die Krankheit aus. Die US-Gesundheitsbehörden versuchen mit allen Mitteln, die Gefahr einzudämmen. Hunderte Mediziner und Helfer sind unterwegs, um Kontaktpersonen des Mannes zu finden, zu untersuchen und wenn nötig zu isolieren.

Der Mann verschwieg nach Medienberichten bewusst Kontakte mit erkrankten Personen. Auf einem Kontrollformular am Airport erklärte er nach Angaben der Regierung in Monrovia wider besseren Wissens, er sei in den zurückliegenden drei Wochen nicht mit Kranken in Berührung gekommen, berichtete die liberianische Zeitung „Front Page Africa“ am Freitag. In Wirklichkeit habe der Mann unter anderem fünf Tage vor seinem Abflug am 19. September wissentlich einer an Ebola erkrankten schwangeren Frau geholfen. Sie sei wenig später gestorben.

In einem Krankenhaus in der US-Hauptstadt Washington wurde ein weiterer Patient mit Ebola-Symptomen aufgenommen. Sein Zustand sei stabil, er befinde sich auf einer Isolierstation und werde auf Ebola getestet, berichteten US-Medien am Freitag unter Berufung auf eine Sprecherin des Howard University Krankenhauses. Den Berichten zufolge war der Patient zuvor nach Nigeria gereist und hatte, als er wieder zurück in den USA war, Ebola-Symptome entwickelt.

Die deutsche Bundeswehr startete eine Luftbrücke ins westafrikanische Ebola-Gebiet. Eine Transall- Transportmaschine brachte an Freitag fünf Tonnen Hilfsgüter vom senegalesischen Dakar in die liberianische Hauptstadt Monrovia.


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