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Erneuter Patzer: Trump will Frauen für Abtreibungen bestrafen
International 31.03.2016 Aus unserem online-Archiv

Erneuter Patzer: Trump will Frauen für Abtreibungen bestrafen

Donald Trump ruderte nach dem Interview schnell zurück.

Erneuter Patzer: Trump will Frauen für Abtreibungen bestrafen

Donald Trump ruderte nach dem Interview schnell zurück.
Foto: AFP
International 31.03.2016 Aus unserem online-Archiv

Erneuter Patzer: Trump will Frauen für Abtreibungen bestrafen

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Nur bei wenigen Themen ist die Stimmung in den USA so aufgeladen wie bei Abtreibungen. Donald Trump denkt nun laut über Bestrafungen für Frauen nach. Sogar Abtreibungsgegner finden das schwierig.

(dpa) - Frauen sollen nach dem Willen des republikanischen Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump für Abtreibungen büßen müssen, wenn diese für illegal erklärt werden. „Es muss eine Art von Bestrafung geben“, sagte Trump am Mittwoch in einem Interview des Senders MSNBC. Er wollte aber auch auf Nachfrage nicht sagen, was er sich genau darunter vorstellt. Mit seinen Aussagen zog er scharfe Kritik auf sich.

Wenig später ruderte der Unternehmer zurück. „Wenn der Kongress ein Gesetz verabschiedet, das Abtreibungen für illegal erklärt und die Bundesgerichte bestätigen das, oder einem Bundesstaat würde erlaubt, Abtreibungen zu verbieten, dann würde der Arzt oder jeder andere, der diese illegale Handlung vornimmt, dafür bestraft, nicht die Frau“, erklärte er in einer Mitteilung. „Die Frau ist in diesem Fall ein Opfer, genau wie das Leben in ihrem Leib.“

Das Thema Abtreibungen ist in den USA sehr aufgeladen und wird oft unversöhnlich diskutiert. 1992 bekräftigte der Supreme Court, dass die freie Entscheidung zu einer Abtreibung vom 14. Zusatz der US-Verfassung geschützt wird. Am Obersten Gerichtshof steht im Juni eine der wichtigsten Entscheidungen seit Jahren zum Thema an. In dem Fall geht es um ein Gesetz in Texas, in dessen Folge 30 von 40 Abtreibungskliniken geschlossen wurden. Das Urteil hätte eine landesweite Signalwirkung.

Trump hat sich lange dafür ausgesprochen, die Entscheidung über einen Schwangerschaftsabbruch den Frauen zu überlassen. Im Wahlkampf änderte er jedoch seine Meinung und erklärte, er trete für den Schutz des ungeborenen Lebens ein.


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