Erneuter Ausrutscher

Trump nennt Haiti und Teile Afrikas "Dreckslöcher"

(TJ/dpa) - Donald Trump lässt keine Gelegenheit aus - seine Gegner auch nicht. Am Donnerstag hatte der US-Präsident eine Unterredung mit Senatoren und Kongressabgeordneten. Dabei ging es um die Verteilung von Visa an potenzielle Immigranten - hauptsächlich aus Afrika und Haiti.

Zwei Personen, die bei dem Gespräch dabei waren, hatten danach prompt pikante Details der Presse geschildert. Trump hätte die Teilnehmer gefragt, wieso so viele Menschen aus "shithole countries" in die USA kommen müssten. Die Washington Post hatte die Sache als erste an die Öffentlichkeit gebracht.

Bei seinen Äußerungen sei es um einen Vorschlag zum Schutzstatus für Menschen aus Haiti, El Salvador und afrikanischen Ländern gegangen. Trump habe stattdessen vorgeschlagen, mehr Menschen aus Ländern wie Norwegen aufzunehmen, hieß es in dem Bericht weiter. Er hatte sich am Tag zuvor mit der norwegischen Ministerpräsidentin Erna Solberg getroffen.

Reaktion

Die von der „Washington Post“ kolportierte Äußerung löste heftige Empörung aus. Die republikanische Kongressabgeordnete Mia Love, Tochter haitianischer Einwanderer, nannte das Zitat in einem Tweet am Donnerstag (Ortszeit) „spaltend“ und einen Schlag gegen die Werte des Landes. Sie forderte Trump auf, sich beim amerikanischen Volk und bei den betroffenen Ländern zu entschuldigen.

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Umfassender Gesundheitscheck

Die Mediziner im renommierten Walter-Reed-Militärkrankenhaus vor den Toren Washingtons sollen den Präsidenten am Freitag auf seine Gesundheit checken - buchstäblich auf Herz und Nieren prüfen, ob der Präsident amtstauglich ist. Später will der Arzt im Weißen Haus, Ronny Jackson, eine Zusammenfassung der Ergebnisse öffentlich machen, kündigte eine Regierungssprecherin an.

Trump entscheidet selbst, welche Details seiner Untersuchung öffentlich gemacht werden.
Trump entscheidet selbst, welche Details seiner Untersuchung öffentlich gemacht werden.
AFP

Neben dem Bewegungsapparat stehen Medienberichten zufolge Dinge wie Sehkraft, Hörvermögen und Zustand der Haut auf der Checkliste. Vor allem aber auch die Herzleistung und der Zustand des Verdauungssystems, inklusive Blutwerte. Alles, was darüber bekannt ist, soll sich im Normalbereich bewegt haben. Nicht auf den Prüfstand kommt, was oberhalb der Augenpartie liegt - also Hirn und Haare.

Selbst wenn bei dem Test eine schwerwiegende gesundheitliche Problematik des Präsidenten festgestellt werden sollte: Die Öffentlichkeit würde es wohl nicht erfahren. Trump selbst entscheidet, welche Details öffentlich werden. „Es gibt sehr wenige Menschen, die alle Details einer solchen Untersuchung an die Öffentlichkeit geben würden“, sagte der New Yorker Medizinethiker Arthur Caplan dem „Washington Examiner“. Trump selbst nahm schon im Vorfeld die Luft aus der Angelegenheit: „Ich denke, alles wird gut gehen, ich wäre überrascht, wenn nicht.“