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Erneut Gelbwesten-Proteste in Frankreich
International 5 20.01.2019

Erneut Gelbwesten-Proteste in Frankreich

Immer wieder kommt es bei Demonstrationen der Gelbwesten zu Zusammenstößen mit Sicherheitskräften.

Erneut Gelbwesten-Proteste in Frankreich

Immer wieder kommt es bei Demonstrationen der Gelbwesten zu Zusammenstößen mit Sicherheitskräften.
Foto: dpa
International 5 20.01.2019

Erneut Gelbwesten-Proteste in Frankreich

Das zehnte Wochenende in Folge haben sich in Frankreich Zehntausende Gelbwesten zu Protesten versammelt. Dabei kam es vor allem in Paris, Bordeaux und Toulouse am späten Samstagnachmittag zu Zusammenstößen mit Sicherheitskräften.

(dpa) – In Paris versammelten sich am Samstagmorgen Demonstranten für einen Protestmarsch in der Nähe des Eiffelturms. Sie folgten unter anderem dem Aufruf von Eric Drouet, einem der Vertreter der Gelbwesten, mit dem Ziel, in Paris eine Million Menschen auf die Straße zu bringen. Die Rangeleien fanden am Ende des rund 15 Kilometer langen Parcours statt, der auf dem Place des Invalides endete.


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Laut Angaben des Innenministeriums nahmen rund 84.000 Personen an den landesweiten Aktionen teil, so viel wie vor einer Woche. In Paris seien mit 7.000 weniger Menschen auf die Straße gegangen als am vergangenen Samstag mit 8.000. Die Behördenzahlen werden von den „Gelbwesten“ jedes Mal in Frage gestellt. Erstmals sollte am Samstag eine von ihnen organisierte Zählung durchgeführt werden.

Im Einsatz

Auch diesmal reagierten die Behörden mit einem großen Sicherheitsaufgebot auf die weitgehend friedlichen Proteste gegen die Reformpolitik der Mitte-Rechts-Regierung. Laut Angaben der Behörden wurden landesweit 80.000 Sicherheitskräfte eingesetzt, 5.000 in Paris. Bei den Protesten kam es immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen von Demonstranten und Sicherheitskräften, die wegen der Benutzung umstrittener Gummigeschosse in die Kritik geraten sind.

Um den Konflikt zu entschärfen, reagierte der französische Präsident Emmanuel Macron Mitte Dezember mit milliardenschweren Sozialmaßnahmen. Außerdem rief er eine „Bürgerdebatte“ ins Leben, bei der Bürger in ihren Gemeinden Vorschläge zu den Themen Steuern, Demokratie, Migration, ökologischer Übergang und Staatsorganisation machen. Viele „Gelbwesten“ verlangen den Rücktritt Macrons. Die Bewegung hat sich in den vergangenen Wochen zunehmend radikalisiert.


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