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Ermittlungen zu Corona in Ischgl abgeschlossen
International 02.06.2021 Aus unserem online-Archiv

Ermittlungen zu Corona in Ischgl abgeschlossen

Im Umgang mit der Ausbreitung des Corona-Virus im Skiort Ischgl droht noch ein langes Nachspiel.

Ermittlungen zu Corona in Ischgl abgeschlossen

Im Umgang mit der Ausbreitung des Corona-Virus im Skiort Ischgl droht noch ein langes Nachspiel.
Foto: dpa
International 02.06.2021 Aus unserem online-Archiv

Ermittlungen zu Corona in Ischgl abgeschlossen

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Staatsanwälte haben rund um den Corona-Ausbruch im österreichischen Skiort Ischgl fünf Beschuldigte identifiziert.

(dpa) - Die Ermittlungen zu den Gesundheitsmaßnahmen im Frühjahr 2020 seien vorläufig abgeschlossen, teilte die Staatsanwaltschaft Innsbruck am Mittwoch mit. Wer die Beschuldigten sind, wurde nicht bekannt gegeben. Vom beliebten Tiroler Urlaubsort Ischgl aus wurde das Coronavirus im Vorjahr von Reiserückkehrern in viele europäische Länder gebracht, darunter auch nach Deutschland.

Anklagen liegen noch nicht vor. Zuvor wird der 70-seitige Bericht der Staatsanwaltschaft noch vom Justizministerium geprüft. Die Ermittler untersuchten, ob Verdächtige in strafbarer Weise die Verbreitung von Covid-19 herbeiführten oder beschleunigten. Dabei untersuchten sie die Maßnahmen, die nach Bekanntwerden der ersten Infektionen Anfang März gesetzt wurden, sowie die Schließung des Skigebietes am 13. März.


13.03.2020, Österreich, Ischgl: Ein Ortsschild mit durchgezogener roter Linie steht am Ende der Ortschaft Ischgl und zeigt an, das die Ortschaft an der Stelle endet. Die Regionen Paznauntal mit dem Touristenort Ischgl steht wegen einer erhöhten Zahl von Coronavirus-Fällen unter Quarantäne. Foto: Jakob Gruber/APA/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Eine unabhängige Untersuchungskommission hatte im Oktober von folgenschweren Fehleinschätzungen gesprochen. Unter anderem seien Skibusse und Seilbahnen erst mit Verspätung eingestellt worden.

Neben den strafrechtlichen Ermittlungen verlangt der österreichische Verbraucherschutzverein (VSV) im Zusammenhang mit Ischgl Schadenersatz von der Republik Österreich. Am 17. September soll in Wien der erste Prozess im Namen von Hinterbliebenen eines Österreichers beginnen, der in dem Skiort mit dem Coronavirus infiziert wurde und dann starb. Rund 100 weitere Klagen werden laut VSV vorbereitet.  

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