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Ermittler gehen nur noch von einem Täter aus
International 01.03.2022 Aus unserem online-Archiv
Polizistenmord bei Kusel

Ermittler gehen nur noch von einem Täter aus

Polizisten bringen einen der Tatverdächtigen (im weißen Overall) kurz nach seine Festnahme aus dem Justizgebäude in Kaiserslautern.
Polizistenmord bei Kusel

Ermittler gehen nur noch von einem Täter aus

Polizisten bringen einen der Tatverdächtigen (im weißen Overall) kurz nach seine Festnahme aus dem Justizgebäude in Kaiserslautern.
Foto: Harald Tittel/dpa
International 01.03.2022 Aus unserem online-Archiv
Polizistenmord bei Kusel

Ermittler gehen nur noch von einem Täter aus

Die Ermittler waren davon ausgegangen, dass zwei Männer die beiden Polizisten erschossen haben. Die Spurenauswertung ergibt ein neues Bild.

(dpa) - Im Fall der nahe Kusel in der Pfalz erschossenen Polizisten besteht gegen einen der beiden Verdächtigen kein Mordverdacht mehr. Das teilte die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern am Dienstag mit. Die Morde soll demnach ein 38-jähriger Verdächtiger alleine begangen haben. Ein 32-Jähriger, der bislang ebenfalls des Mordes beschuldigt wurde, ist dagegen von diesem Vorwurf entlastet. Er bleibt aber in Untersuchungshaft, da der Haftbefehl gegen ihn wegen Wilderei und Vereitelung einer Straftat neu gefasst wurde.


Journalisten verfolgen die Pressekonferenz von Vertretern der Polizei und Justiz.
Vier Schüsse aus dem Jagdgewehr
Um eine Wilderei zu vertuschen, sollen zwei Männer die beiden Polizisten in Kusel erschossen haben. Was erschreckt, ist die Brutalität.

Ein 29 Jahre alter Polizeikommissar und eine 24 Jahre alte Polizeianwärterin waren am 31. Januar bei Kusel erschossen worden, als sie ein Fahrzeug kontrollieren wollten. Noch am selben Tag hatte die Polizei im Saarland die beiden Verdächtigen festgenommen, die anschließend wegen des Verdachts des gemeinschaftlichen Mordes in Untersuchungshaft saßen.

Die Ermittler waren bislang davon ausgegangen, dass beide Männer die Tat begangen und auch beide geschossen haben, um eine vorherige Jagdwilderei zu verdecken. Im Wagen, mit dem die beiden Männer wohl unterwegs waren, wurden zahlreiche erlegte Wildtiere entdeckt. An den beiden mutmaßlichen Tatwaffen seien keine Finger- oder DNA-Spuren des 32-Jährigen entdeckt worden, teilte die Staatsanwaltschaft nun mit.


02.02.2022, Rheinland-Pfalz, Kusel: Ein Kranz sowie Blumen und Kerzen liegen am Tatort an der Kreisstraße 22 bei Ulmet (Rheinland-Pfalz) zum Gedenken. Am Montag wurden in der Nähe bei Ulmet eine Polizistin und ein Polizist im Dienst getötet. Foto: Harald Tittel/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Was wir zum Polizistenmord von Kusel wissen
War das Vertuschen von Jagdwilderei ein Motiv für den Tod von zwei Polizisten? Noch sind viele Fragen zur Tat ungeklärt.

Der 32-Jährige hatte in den Vernehmungen eingeräumt, mit dem anderen Beschuldigten in der Tatnacht gewildert zu haben. Er bestritt aber, die tödlichen Schüsse abgefeuert zu haben. Der andere Verdächtige, ein 38-Jähriger, schweigt bislang zu den Vorwürfen. Gegen ihn ermittelt inzwischen auch die Staatsanwaltschaft Saarbrücken wegen des Verdachts der Jagdwilderei.

Die Tat löste überregional großes Entsetzen aus. Die beiden getöteten Polizisten wurden inzwischen unter großer Anteilnahme beigesetzt.


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