Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Ergrauter Trump sorgt für Diskussionen
International 1 2 Min. 14.11.2020 Aus unserem online-Archiv

Ergrauter Trump sorgt für Diskussionen

Donald Trump spricht im Rosengarten des Weißen Hauses über eine mögliche Corona-Impfung.

Ergrauter Trump sorgt für Diskussionen

Donald Trump spricht im Rosengarten des Weißen Hauses über eine mögliche Corona-Impfung.
Foto: AFP/Mandel Ngan
International 1 2 Min. 14.11.2020 Aus unserem online-Archiv

Ergrauter Trump sorgt für Diskussionen

Der US-Präsident zeigt sich erstmals seit einer Woche wieder bei einem Pressetermin. Das Hauptthema wurde jedoch von einer anderen Debatte überlagert.

(dpa) - Die erste öffentliche Ansprache von Donald Trump seit mehr als einer Woche hat am Freitag für viel Gesprächsstoff gesorgt: Der US-Präsident trat mit ungewohnt grauer Haarfarbe vor die Kameras im Rosengarten des Weißen Hauses. Zuschauer fragten sich weltweit, wo auf einmal die blonde Tolle des Republikaners geblieben ist. In den sozialen Netzwerken brach eine Welle von Fragen los, warum sich der 74-Jährige wohl nicht mehr die Haare gefärbt hat.

Eine Antwort gab Trump nach seinem Auftritt am Freitag nicht. Fragen der eingeladenen Journalisten ließ er weder zu diesem noch zu anderen Themen zu. Thema des Pressetermins mit Trump war die baldige Zulassung eines Corona-Impfstoffs in den USA (siehe Textbox unten).

Foto: AFP/Mandel Ngan

Am 6. November war der Amtsinhaber bei seinem bislang letzten Pressetermin noch mit deutlich blonder Haarfarbe zu sehen gewesen. Tage danach gab es eine Kranzniederlegung am Tag der Veteranen - bei strömendem Regen auf dem Nationalfriedhof von Arlington schien Trumps Haarfarbe am Mittwoch weniger blond als zuvor, aber nicht so grau wie am Freitag.

Trump lässt Siegessicherheit vermissen

„Hat sein Haar die Realität eher erkannt als er selbst?“, fragte eine Twitter-Nutzerin in Anspielung auf Trumps Wahlniederlage und seine wiederholten Vorwürfe, dass es bei der Abstimmung am 3. November nicht mit rechten Dingen zugegangen sei. Der Präsident weigert sich beharrlich, den Wahlsieg seines demokratischen Herausforderers Joe Biden anzuerkennen.

360 Videos werden hier nicht unterstützt. Wechseln Sie in die Youtube App, um das Video anzusehen.

Allerdings ließ Trump bei seinem Auftritt im Rosengarten erstmals Zweifel an der bisher von ihm gezeigten Siegesgewissheit erkennen. „Diese Regierung wird keinen Lockdown machen“, sagte Trump. „Hoffentlich wird die - was immer in der Zukunft passiert, wer weiß, welche Regierung es sein wird, ich denke, das wird sich zeigen. Aber ich kann Ihnen versichern, diese Regierung wird keinen Lockdown machen.“

US-Sender berichteten am Freitag, Trump-Herausforderer Joe Biden habe bei der Wahl am Dienstag vergangener Woche nach ihren Erhebungen 306 Wahlleute gewonnen - deutlich mehr als die für einen Sieg erforderlichen 270. 


TOPSHOT - A supporter of US President Donald Trump wears a pin during a protest in front of the residence of Minnesota Governor Tim Walz in St Paul, Minnesota, on November 7, 2020. - Democrat Joe Biden has won the White House, US media said November 7, defeating Donald Trump and ending a presidency that convulsed American politics, shocked the world and left the United States more divided than at any time in decades. (Photo by Kerem Yucel / AFP)
Fragen und Antworten: Wie Trump die Amtsübergabe sabotiert
Wer als US-Präsident ins Weiße Haus einzieht, darf nicht unvorbereitet sein. Erst recht nicht während einer Pandemie. Doch der abgewählte Amtsinhaber stellt sich quer.

Trump weigert sich bislang, seine Niederlage einzuräumen, und stellt sich als Opfer massiven Wahlbetrugs dar. Trumps Anwälte haben Klagen in mehreren Bundesstaaten angestrengt, darin jedoch keine Belege für großangelegte Wahlfälschungen oder Fehler geliefert. Mehrere US-Behörden hatten am Donnerstag mitgeteilt, die Wahl am 3. November sei die sicherste in der amerikanischen Geschichte gewesen.

Weitere News lesen Sie in unserem USA-Ticker


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

US-Sender haben bei der Wahl Sieger in den letzten beiden Bundesstaaten ausgerufen. Demnach kommt der gewählte Präsident Biden auf 306 Wahlleute - wie der nun unterlegene Amtsinhaber Trump vor vier Jahren.
TOPSHOT - Democratic presidential nominee Joe Biden delivers remarks at the Chase Center in Wilmington, Delaware, on November 6, 2020. - Three days after the US election in which there was a record turnout of 160 million voters, a winner had yet to be declared. (Photo by Angela Weiss / AFP)