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Erdogan will in Madrid keine Kompromisse eingehen
International 27.06.2022
Nato-Erweiterung

Erdogan will in Madrid keine Kompromisse eingehen

Erdogan zeigte sich am Montag zu keinerlei Kompromiss bereit.
Nato-Erweiterung

Erdogan will in Madrid keine Kompromisse eingehen

Erdogan zeigte sich am Montag zu keinerlei Kompromiss bereit.
Foto: AFP
International 27.06.2022
Nato-Erweiterung

Erdogan will in Madrid keine Kompromisse eingehen

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat Einspruch gegen den Nato-Beitritt Schwedens und Finnlands eingelegt.

(dpa) – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat auch einen Tag vor Beginn des Nato-Gipfels keine Kompromissbereitschaft in Sachen Nato-Norderweiterung signalisiert. „Morgen werden wir zum Nato-Gipfel in Spanien gehen und alles Notwendige im Einklang mit den Rechten und Interessen unseres Landes tun“, sagte Erdogan nach Regierungsangaben am Montag. Den Gesprächspartnern werde man die „Scheinheiligkeit“ gegenüber „Terrororganisationen“ mit „Dokumenten, Informationen und Bildern“ erklären.

Schwere Vorwürfe

Erdogan hat Einspruch gegen den Nato-Beitritt Schwedens und Finnlands eingelegt. Er wirft ihnen Unterstützung von „Terrororganisationen“ vor. Die 30 Nato-Staaten treffen sich ab Dienstag zu einem mehrtägigen Gipfel in Madrid. Am Rande soll noch einmal versucht werden, die türkische Blockadehaltung zu überwinden. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg trifft dazu Schwedens Regierungschefin Magdalena Andersson, den finnischen Präsidenten Sauli Niinistö sowie Erdogan.


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Der türkische Hinweis auf „Terrororganisationen“ bezieht sich auf die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK und die syrische Kurdenmiliz YPG, die Schweden und Finnland angeblich unterstützten – was beide Länder zurückweisen. Schweden und Finnland haben bereits Mitte Mai die Aufnahme in die Nato beantragt.

Offensive angekündigt

Erdogan wiederholte zudem am Montag seine Ankündigung einer neuen Offensive in Syrien. Die werde beginnen, sobald die Vorbereitungen abgeschlossen seien. Ankara begründet diese mit dem Kampf gegen die YPG. Das Land hält bereits Gebiete im Norden Syriens besetzt.    

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