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Erdbeben in Japan: Mindestens 41 Menschen sterben
International 11 16.04.2016

Erdbeben in Japan: Mindestens 41 Menschen sterben

Nathalie RODEN
Nathalie RODEN
Die Zahl der Todesopfer nach den heftigen Erdbeben im Südwesten Japans ist auf mindestens 41 gestiegen. Rund 2.000 Menschen wurden nach Angaben der Einsatzkräfte verletzt. Das meldete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo.

(dpa) -  Die Zahl der Todesopfer nach den heftigen Erdbeben im Südwesten Japans ist auf mindestens 41 gestiegen. Rund 2.000 Menschen wurden nach Angaben der Einsatzkräfte verletzt. Mindestens 32 der Opfer starben am Samstag, als ein besonders schweres Beben der Stärke 7,3 die Region auf Japans südlicher Hauptinsel Kyushu heimsuchte und enorme Schäden anrichtete.

Das Erdbeben der Stärke 7,3 war erheblich stärker als ein erstes Beben vom Donnerstag, bei dem neun Menschen getötet worden waren. Dieses hatte eine Stärke von 6,5 und war lediglich ein Vorausschock gewesen, gefolgt von zahlreichen weiteren Erschütterungen, wie die Meteorologische Behörde mitteilte. Das Beben in der Nacht zum Samstag (Ortszeit) sei das eigentliche Hauptbeben gewesen.

Mehr als 1.700 Häuser in der am schwersten betroffenen Provinz Kumamoto wurden beschädigt oder komplett zerstört, 1.400 davon in dem Dorf Nishihara. In der Ortschaft Minamiaso ging ein gewaltiger Erdrutsch nieder und verschüttete eine Straße. Zehntausende von Menschen waren von der Gas- und Stromversorgung abgeschnitten. Das Rathaus der Stadt Uto stürzte teilweise ein.

Auch das Dach des Flughafens von Kumamoto brach ein, verletzte wurde Medienberichten zufolge dabei jedoch niemand. Sämtliche Flüge von und zu dem Flughafen wurden gestrichen.

Die Atomreaktoren in der Unglücksregion sind nach Angaben der Betreiber jedoch nicht beeinträchtigt.

Rund 90.000 Menschen wurden in Notunterkünften in Sicherheit gebracht. Die Behörden warnten unterdessen vor weiteren Erdrutschen durch starke Regenfälle. Auch in den nächsten Tagen wird mit weiteren teils starken Nachbeben in der

 


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