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Epstein-Affäre: US-Arbeitsminister Acosta tritt zurück
International 12.07.2019

Epstein-Affäre: US-Arbeitsminister Acosta tritt zurück

Präsident Donald Trump mit Arbeitsminister Alexander Acosta bei dessen Rücktrittserklärung am Freitag.

Epstein-Affäre: US-Arbeitsminister Acosta tritt zurück

Präsident Donald Trump mit Arbeitsminister Alexander Acosta bei dessen Rücktrittserklärung am Freitag.
Foto: AFP
International 12.07.2019

Epstein-Affäre: US-Arbeitsminister Acosta tritt zurück

Nach den schweren Missbrauchsvorwürfe gegen den Unternehmer Jeffrey Epstein tritt US-Arbeitsminister Alexander Acosta zurück.

Washington (dpa) - Den Rücktritt gab US-Präsident Donald Trump am Freitag im Beisein von Acosta bekannt. Trump sagte demnach, es sei die Entscheidung des Ministers gewesen.

Acosta war in den vergangenen Tagen verstärkt unter Druck geraten. Hintergrund ist ein umstrittener Deal mit der Staatsanwaltschaft in Florida, durch den Epstein 2008 einem Bundesverfahren wegen Missbrauchsanschuldigungen entging.


NEW YORK, NY - JULY 08: US Attorney for the Southern District of New York Geoffrey Berman announces charges against Jeffery Epstein on July 8, 2019 in New York City. Epstein will be charged with one count of sex trafficking of minors and one count of conspiracy to engage in sex trafficking of minors.   Stephanie Keith/Getty Images/AFP
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US-Milliardär Epstein wegen Frauenhandel festgenommen
Eigentlich schien der Fall Jeffrey Epstein nach einem Deal schon zu den Akten gelegt. Doch Gerüchte, dass der Milliardär jahrelang minderjährige Mädchen missbraucht haben soll, schwelten weiter.

Er bekannte sich schuldig, Klienten mit minderjährigen Prostituierten versorgt zu haben, und saß eine Gefängnisstrafe von 13 Monaten ab. Acosta stimmte dem Deal als Staatsanwalt in Florida zu.

Noch am Mittwoch hatte sich der Minister gegen Rücktrittsforderungen der Demokraten gewehrt und sein Vorgehen als Staatsanwalt in Florida verteidigt. Er bezeichnete die Verbrechen Epsteins als "schrecklich" und erklärte sich froh darüber, dass die Verhandlungen gegen den Milliardär wieder aufgenommen worden sind.

Präsident Donald Trump mit Arbeitsminister Alexander Acosta bei dessen Rücktrittserklärung am Freitag.
Präsident Donald Trump mit Arbeitsminister Alexander Acosta bei dessen Rücktrittserklärung am Freitag.
Foto: AFP

In einer Pressekonferenz am Mittwoch beteuerte Acosta jedoch noch, als Staatsanwalt Floridas besten Deal ausgehandelt zu haben, der unter den Umständen möglich war.  

Die New Yorker Staatsanwaltschaft hatte am Montag neue Vorwürfe gegen Epstein erhoben. Der 66-Jährige habe zwischen 2002 und 2005 in New York und Florida einen illegalen Sexhandelsring aufgebaut, hieß es in der am Montag veröffentlichten Anklageschrift. Einige der Mädchen seien erst 14 Jahre alt gewesen.  

Alex Acosta gab am 10. Juli eine Pressekonferenz zu seiner Rolle in der Epstein-Affaire, nachdem die Dekokraten den Druck gegen ihn erhöht hatten.
Alex Acosta gab am 10. Juli eine Pressekonferenz zu seiner Rolle in der Epstein-Affaire, nachdem die Dekokraten den Druck gegen ihn erhöht hatten.
Foto: AFP

Am vergangenen Wochenende war der vorbestrafte Milliardär am Teterboro Flughafen im US-Bundesstaat New Jersey festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft des Southern District of New York geht von einer erhöhten Fluchtgefahr aus und fordert, dass er bis zu Prozessbeginn hinter Gittern bleibt.


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