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Emotionale Trauerfeier für George Floyd in Houston
International 1 2 Min. 09.06.2020 Aus unserem online-Archiv

Emotionale Trauerfeier für George Floyd in Houston

Vor dem Sarg verbeugten sich Familie und Freunde.

Emotionale Trauerfeier für George Floyd in Houston

Vor dem Sarg verbeugten sich Familie und Freunde.
Foto: AFP
International 1 2 Min. 09.06.2020 Aus unserem online-Archiv

Emotionale Trauerfeier für George Floyd in Houston

Der gewaltsame Tod von George Floyd hat Amerika und die Welt erschüttert. Freunde, Angehörige und andere Gäste erwiesen ihm nun die letzte Ehre.

(dpa) - Gut zwei Wochen nach seinem Tod bei einem brutalen Polizeieinsatz haben die Angehörigen und Hunderte Ehrengäste Abschied von dem Afroamerikaner George Floyd genommen. Vor der Beisetzung kam die Trauergemeinde am Dienstag in der Kirche „The Fountain of Praise“ in Houston im US-Bundesstaat Texas bei einer berührenden Trauerfeier zusammen. 

Der designierte demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden drückte seine Anteilnahme in einer Videobotschaft aus, die in der Kirche gezeigt wurde. Biden rief zur Überwindung von Rassismus auf. Amerika habe keine andere Wahl, als es in Zukunft besser zu machen. „Wir können die Wunden dieser Nation heilen“, sagte Biden.

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Bereits am Montag waren Tausende zu Floyds aufgebahrtem Leichnam in die Kirche in Houston geströmt. Floyd war in der texanischen Metropole aufgewachsen. Auch am Dienstag nahmen noch Menschen Abschied am goldfarbenen Sarg. Auf der Bühne standen zwei Bilder Floyds, die ihn mit Engelsflügeln und einem Heiligenschein zeigten. Ein Künstler malte während der von Gospel-Musik begleiteten Zeremonie ein weiteres Porträt von ihm.

„Dein Vater wird die Welt verändert haben.“


TOPSHOT - Mourners wait in line to pass by the casket of George Floyd during a public viewing at the Fountain of Praise church Monday, June 8, 2020, in Houston. (Photo by Godofredo A. VASQUEZ and - / POOL / AFP)
Bewegender Abschied von George Floyd
Am Dienstag wird George Floyd in Texas beigesetzt. Hunderte Menschen nahmen in der Metropole Houston Abschied.

„Wir wissen, dass Ihr nie wieder dasselbe fühlen werdet“, sagte Biden. Zu viele Schwarze in den USA „wachen auf und wissen, dass sie ihr Leben verlieren können, indem sie einfach ihr Leben leben“, beklagte Biden. „Wenn George Floyd Gerechtigkeit erfährt, werden wir wirklich auf unserem Weg zur Rassengerechtigkeit in Amerika sein.“ Dann würden Giannas Worte wahr, fügte Biden an die Adresse der Tochter hinzu: „Dein Vater wird die Welt verändert haben.“

US-Präsident Donald Trump äußerte sich zunächst nicht zu der Trauerfeier, stattdessen griff er einen verletzten Demonstranten per Twitter an. Trump hat Floyds Tod mehrfach verurteilt. Ihm wird aber vorgeworfen, sich nicht klar gegen Rassismus zu positionieren und nicht genug Verständnis für den Zorn über Diskriminierung und Ungerechtigkeit im Land zu zeigen.   

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Nach der Zeremonie in der Kirche sollte Floyds Leichnam am Dienstagnachmittag (Ortszeit) - eskortiert von der Polizei - zu einem Friedhof in der Nachbarstadt Pearland gebracht werden. Die letzte Meile (etwa 1,6 Kilometer) der Prozession sollte sein Sarg offiziellen Angaben zufolge in einer Pferdekutsche transportiert werden. Nach übereinstimmenden Medienberichten sollte Floyd anschließend neben dem Grab seiner Mutter beigesetzt werden. Entlang der Strecke wurde mit vielen Zuschauern gerechnet. Die Stadt Pearland warnte vor extremen Temperaturen von weit mehr als 30 Grad.

Der Sarg mit den sterblichen Überresten von Floyd wird in die Fountain of Praise church in Houston gebracht.
Der Sarg mit den sterblichen Überresten von Floyd wird in die Fountain of Praise church in Houston gebracht.
Foto: AFP


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