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EMA entscheidet über Johnson-Impfstoff
International 2 Min. 11.03.2021 Aus unserem online-Archiv

EMA entscheidet über Johnson-Impfstoff

Der Impfstoff von Johnson & Johnson braucht nur einmal verabreicht zu werden.

EMA entscheidet über Johnson-Impfstoff

Der Impfstoff von Johnson & Johnson braucht nur einmal verabreicht zu werden.
Foto: AFP
International 2 Min. 11.03.2021 Aus unserem online-Archiv

EMA entscheidet über Johnson-Impfstoff

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) wird am Donnerstag voraussichtlich den Weg für den vierten Corona-Impfstoff in der EU freimachen.

(dpa) - Es wird erwartet, dass die Behörde mit Sitz in Amsterdam die Zulassung des Impfstoffes des US-Herstellers Johnson & Johnson empfehlen wird. Dann muss zwar noch die EU-Kommission zustimmen - doch das gilt als Formsache und könnte noch am selben Tag erfolgen.

Die EU-Kommission hat bereits Impfdosen für 200 Millionen Menschen bestellt. Allerdings gibt es Befürchtungen, dass das Unternehmen nicht rechtzeitig liefern könne. Der Hersteller sicherte zu, dass er sich an die Absprachen halten und ab April liefern werde.

Der Impfstoff wurde in den Niederlanden von der Johnson-Tochter Janssen entwickelt. Er hat große Vorteile gegenüber den bisher zugelassenen Präparaten von Pfizer/Biontech, Moderna und AstraZeneca. Der wichtigste: Er muss nur einmal gespritzt werden. Das Präparat muss auch nicht tiefgefroren aufbewahrt werden. Kühlschranktemperatur reicht aus.

Auch für ältere Menschen geeignet

Deshalb ist er aus Sicht der Entwicklungsorganisation One auch sehr gut für ärmere Länder geeignet. Die Wirksamkeit liegt nach Angaben des Herstellers bei etwa 66 Prozent. Doch bei einer schweren Covid-19-Erkrankung lag der Schutz in den Studien bei mehr als 85 Prozent - und das gilt auch für Ältere. Das Vakzin, das bereits vor rund zwei Wochen in den USA zugelassen worden war, soll auch gegen Virus-Varianten effektiv sein.


19.01.2021, Hessen, Frankfurt/Main: Zeynep Kallmayer, Pflegegruppenleiterin der Covid-19-Intensivstation C1 am Uniklinikum Frankfurt, zeigt ihren Impfpass mit den beiden Eintragungen für die Corona-Impfung. Kallmayer hat ihre zweite Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Für den vollen Impfschutz ist mit Abstand von mehreren Wochen eine zweite Impfung nötig. Foto: Andreas Arnold/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Die Experten der EMA hatten die Forschungs- und Test-Daten bereits seit Wochen nach dem sogenannten Rolling-Review-Verfahren bewertet. Dabei werden Forschungsergebnisse geprüft noch bevor alle Studien abgeschlossen und ein Zulassungsantrag gestellt wurde. Das Verfahren ist deutlich schneller, ist aber nach Angaben der EMA ebenso gründlich. Es würden keine Abstriche bei den Sicherheitsstandards gemacht, bekräftigt die EU-Behörde.

Die EMA entscheidet zunächst über eine bedingte Marktzulassung. Das heißt, dass der Hersteller verpflichtet ist, auch danach noch Daten etwa zur Langzeitwirkung zu übermitteln. Diese werden ebenso wie Angaben zu möglichen Nebenwirkungen weiterhin geprüft.

Auch der interaktiven Karte von wort.lu können Sie sehen, wo und wie viel in der Welt bereits geimpft wurde.

Milde Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen, die einige Versuchspersonen gemeldet hatten, waren nach Angaben des Herstellers milde: Kopfschmerzen, Fieber, Müdigkeit, Muskelschmerzen und Rötungen an der Einstichstelle.


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Das Präparat ist ein sogenannter Vektorimpfstoff. Dabei wird einem harmlosen Erkältungsvirus ein kleiner Teil des genetischen Codes des Coronavirus zugefügt. Nach der Impfung soll der Körper dann Antikörper und Abwehrzellen bilden. Die kommen dann in Aktion, sobald eine Infektion mit dem echten Coronavirus erfolgte. Auch das AstraZeneca-Vakzin ist so aufgebaut.

In den USA wird das Vakzin bereits gespritzt. Das Bild wurde in Florida aufgenommen.
In den USA wird das Vakzin bereits gespritzt. Das Bild wurde in Florida aufgenommen.
AFP


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