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EMA empfiehlt Zulassung von Moderna-Impfstoff
International 2 Min. 06.01.2021

EMA empfiehlt Zulassung von Moderna-Impfstoff

Das Grüne Licht der EU-Kommission gilt als Formsache - damit wären zwei Impfstoffe verfügbar.

EMA empfiehlt Zulassung von Moderna-Impfstoff

Das Grüne Licht der EU-Kommission gilt als Formsache - damit wären zwei Impfstoffe verfügbar.
Foto: AFP
International 2 Min. 06.01.2021

EMA empfiehlt Zulassung von Moderna-Impfstoff

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat die bedingte Marktzulassung für den Corona-Impfstoff des US-Pharma-Unternehmens Moderna empfohlen.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat die bedingte Marktzulassung für den Corona-Impfstoff des US-Pharma-Unternehmens Moderna empfohlen. Der Impfstoff solle für Personen ab 18 Jahren zugelassen werden, teilte die EMA am Mittwoch in Amsterdam mit. Die endgültige Entscheidung über die Zulassung muss nun die EU-Kommission treffen - das gilt als Formsache.


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Damit stünde neben dem Impfstoff von BioNTech/Pfizer europaweit  ein zweites Vakzin im Kampf gegen das Corona-Virus zur Verfügung.

In den USA hat das Mittel bereits eine Notfallzulassung bekommen. Der Stoff von Moderna soll eine Wirksamkeit von knapp 95 Prozent haben. Das Unternehmen mit Sitz in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts erwartet für die ersten drei Monate des kommenden Jahres eine Produktion von 100 bis 125 Millionen Impfdosen des Vakzins mit dem Namen „mRNA-1273“.

Von der Leyen: „Gute Nachricht“

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat die Empfehlung begrüßt. „Gute Nachrichten für unsere Bemühungen, mehr Covid-19-Impfstoff zu den Europäern zu bringen“, schrieb von der Leyen am Mittwoch auf Twitter.  

„Dieser Impfstoff verschafft uns ein weiteres Instrument im Kampf gegen die derzeitige Notsituation“, sagte EMA-Chefin Emer Cooke. Der Impfstoff schütze zu etwa 94 Prozent gegen Covid-19. Auch nach der Empfehlung werden nach den Worten der EMA-Chefin die Experten weiterhin alle Daten zu Sicherheit und Wirksamkeit überwachen. 


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Die EMA-Experten hatten bereits seit November die Daten des Herstellers nach dem sogenannten Rolling-Review-Verfahren bewertet. Danach werden bereits Ergebnisse der Studien geprüft, noch bevor ein Zulassungsantrag eingereicht ist. Das Verfahren sei viel schneller, aber genauso sorgfältig, betonte die EMA. Bei einer bedingten Zulassung ist der Hersteller verpflichtet, auch danach noch Daten etwa zur Langzeitwirkung an die EMA zu übermitteln. 

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Vergangene Woche ließ Großbritannien zudem das Mittel der Universität Oxford und des Pharmakonzerns AstraZeneca zu. Die ersten Impfungen wurden am Montag durchgeführt. Mexiko erteilte dem Impfstoff am Montag die Zulassung.

Anders als die Vakzine von BioNTech/Pfizer sowie der US-Firma Moderna gehört das Präparat von AstraZeneca nicht zu den mRNA-Impfstoffen. Der von AstraZeneca eingesetzte Wirkstoff AZD1222 beruht auf der abgeschwächten Version eines Erkältungsvirus von Schimpansen. Es enthält genetisches Material eines Oberflächenproteins, mit dem der Erreger Sars-CoV-2 an menschliche Zellen andockt. Das Mittel wirkt zweifach: Es soll sowohl die Bildung von spezifischen Antikörpern als auch von T-Zellen fördern - beide sind für die Immunabwehr wichtig.  

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