Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Élysée will Rolle von „Première Dame“ klären
International 08.08.2017 Aus unserem online-Archiv
Extrabudget für Brigitte Macron

Élysée will Rolle von „Première Dame“ klären

Das Ehepaar Macron bei einem gemeinsamen Spaziergang in Le Touquet.
Extrabudget für Brigitte Macron

Élysée will Rolle von „Première Dame“ klären

Das Ehepaar Macron bei einem gemeinsamen Spaziergang in Le Touquet.
AFP
International 08.08.2017 Aus unserem online-Archiv
Extrabudget für Brigitte Macron

Élysée will Rolle von „Première Dame“ klären

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Der Druck auf Präsident Emmanuel Macron (39) nimmt zu, denn eine Petition gegen ein Extrabudget für die First Lady wurde laut Veranstalterseite von mindestens 280 000 Menschen unterschrieben.

(dpa) - Der Élyséepalast, Frankreichs wichtigste Machtzentrale, will die Rolle von „Première Dame“ Brigitte Macron (64) klären. Der Druck auf Präsident Emmanuel Macron (39) nimmt zu, denn eine Petition gegen ein Extrabudget für die First Lady wurde laut Veranstalterseite von mindestens 280 000 Menschen unterschrieben. Wie französische Medien am Dienstag berichteten, wird die offizielle Mitteilung vom Élysée in den nächsten Tagen erwartet.

Macron, der drei Monate nach Amtsantritt mit fallenden Umfragewerten konfrontiert ist, war schon im Wahlkampf gemeinsam mit seiner Frau aufgetreten. Er hatte versprochen, ihr später eine Rolle zu geben. Nach dem Einzug des Paars in den Élyséepalast war die frühere Französisch- und Lateinlehrerin bei mehreren offiziellen Terminen zu sehen, unter anderem bei den Besuchen des U2-Sängers Bono oder der R&B-Sängerin Rihanna.

Regierungssprecher Christophe Castaner versicherte, Brigitte Macron werde kein Gehalt bekommen, die Verfassung solle nicht geändert werden. Die Frau des Präsidenten erhalte jeden Tag mehr als 200 Briefe. Sie hat nach ergänzenden Angaben mehrere Mitarbeiter und Leibwächter. Macron lernte seine spätere Frau als Schüler in einer von ihr geleiteten Theatergruppe eines katholischen Gymnasiums in Amiens kennen.

Bisher hat die „Première Dame“ in Frankreich keinen offiziellen Status. Macrons Amtsvorgänger François Hollande zeigte sich von 2012 bis 2014 mit seiner damaligen Lebensgefährtin Valérie Trierweiler. Nach der Trennung hielt der Sozialist die Schauspielerin Julie Gayet von öffentlichen Auftritten fern.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Frankreichs „Première Dame“
Die First Lady soll mit dem Staatschef ihr Land auf internationaler Ebene repräsentieren und sich in den Bereichen Erziehung, Gesundheit oder Kultur engagieren.
(FILES) This file photo taken on May 26, 2017 shows Brigitte Macron, wife of French President, leaving the Hotel San Domenico for an official visit in Catania on the sidelines of the Heads of State and of Government G7 summit in Taormina, Sicily.
The French presidency said on August 21, 2017 that Brigitte Macron, the wife of President Emmanuel Macron, would have a official role representing France but would not be paid or have her own budget or staff. / AFP PHOTO / Filippo MONTEFORTE
Der französische Senat stimmte am Mittwoch in Paris für ein Gesetz, das Parlamentariern und Ministern die Beschäftigung naher Verwandter als Mitarbeiter verbietet. Die Nationalversammlung soll am Donnerstag über den Text abstimmen.
Das Thema "Jobs für Verwandte" war durch das Ehepaar Fillon während des Präsidentschaftswahlkampfes in den Blickpunkt gerückt.
Nur 54 Prozent der Befragten sind einer Umfrage zufolge mit dem jüngsten französischen Staatschef aller Zeiten zufrieden. Das ist ein Rückgang von zehn Punkten innerhalb eines Monats für Emmanuel Macron.
Emmanuel Macron bei der Militärparade am französichen Nationalfeiertag
Arbeitsbesuch in Paris
Für Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel haben die Ferien noch nicht begonnen. Am Donnerstag tagt der Ministerrat zum letzten Mal vor der Sommerpause. Auf dem Programm steht zudem ein Arbeitsbesuch in Paris.
Die Chemie zwischen Xavier Bettel und Emmanuel Macron stimmt.
Erst farbenprächtiges Militärspektakel zum Nationalfeiertag auf den Champs-Élysées, dann der große Streit. Armeechef De Villiers verlässt seinen Posten. Sein Nachfolger ist schnell gefunden.
Schiefer Haussegen: Emmanuel Macron (l.) und General Pierre de Villiers haben sich verkracht.