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Russland befürchtet Wahleinmischung der USA
International 11.09.2021
Elektorale Vorwürfe

Russland befürchtet Wahleinmischung der USA

Die Regierung rund um Wladimir Putin sieht die Unabhängigkeit der russischen Wahlen durch die USA bedroht.
Elektorale Vorwürfe

Russland befürchtet Wahleinmischung der USA

Die Regierung rund um Wladimir Putin sieht die Unabhängigkeit der russischen Wahlen durch die USA bedroht.
Foto: AFP
International 11.09.2021
Elektorale Vorwürfe

Russland befürchtet Wahleinmischung der USA

Das russische Außenministerium sieht vor der anstehenden Parlamentswahl eine Verschwörung der USA mit dem Oppositionellen Alexej Nawalny.

(dpa) - Russland hat den USA eine Einmischung in die russische Parlamentswahl in rund einer Woche vorgeworfen. Die App „Smarte Abstimmung“ des inhaftierten Kremlgegners Alexej Nawalny etwa sei „auf die ein oder andere Art mit dem Pentagon verbunden“, sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Samstag im Staatssender Radio Rossii.

Über die „smarte Abstimmung“ rufen Nawalnys Unterstützer die Russen bei der Wahl vom 17. bis zum 19. September zur Protestabstimmung gegen die Kremlpartei Geeintes Russland auf. Die dazugehörige Homepage ist seit einigen Tagen in Russland blockiert. Die Behörden haben zudem den Internet-Suchmaschinen Google und Yandex untersagt, den Begriff „Smarte Abstimmung“ in Suchergebnissen anzuzeigen.


Der Kreml zieht kurz vor den Wahlen die Zügel an.
Russland geht gegen „smartes Abstimmen“ vor
Zwei Wochen vor der Parlamentswahl wollen die russischen Behörden mögliche Protestabstimmung gegen die Kremlpartei Geeintes Russland verhindern.

Sacharowa verwies außerdem auf ein Gespräch zwischen Russlands Vize-Außenminister Sergej Rjabkow und dem US-Botschafter in Moskau, John Sullivan, am Freitag. Sullivan sei erklärt worden, dass die russische Seite „unwiderlegbare Beweise“ für Gesetzesverstöße durch US-amerikanische Internetriesen im Zusammenhang mit der bevorstehenden Dumawahl habe, hieß es in einer Mitteilung. Von US-Seite gab es zunächst keine Reaktion auf die Vorwürfe.

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