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Einzelne EU-Staaten könnten Türkei Flüchtlinge abnehmen
International 29.11.2015 Aus unserem online-Archiv
EU-Kommissionspräsident Juncker:

Einzelne EU-Staaten könnten Türkei Flüchtlinge abnehmen

Neben EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker nahmen Staats- und Regierungschefs aus acht Ländern an dem Vortreffen teil.
EU-Kommissionspräsident Juncker:

Einzelne EU-Staaten könnten Türkei Flüchtlinge abnehmen

Neben EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker nahmen Staats- und Regierungschefs aus acht Ländern an dem Vortreffen teil.
Foto: AFP
International 29.11.2015 Aus unserem online-Archiv
EU-Kommissionspräsident Juncker:

Einzelne EU-Staaten könnten Türkei Flüchtlinge abnehmen

Vor dem Gipfeltreffen mit der Türkei in Brüssel am Sonntag haben Gespräche über legale Einreisemöglichkeiten für dort befindliche Flüchtlinge stattgefunden.

(dpa) - Eine kleine Runde von EU-Ländern hat vor dem Gipfeltreffen mit der Türkei über legale Einreisemöglichkeiten für dort befindliche Flüchtlinge beraten. „Das ist ein Treffen derjenigen Staaten, die bereit sind, Flüchtlinge in großer Zahl aus der Türkei auf legalem Wege nach Europa zu bringen“, erklärte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zu den Beratungen. Die Türkei solle im Gegenzug „maximale Grenzsicherung“ garantieren.

Es gehe darum, die Last für die Türkei zu reduzieren und „Illegalität durch ein Maximum an Legalität“ zu ersetzen, erklärte Juncker. Der Weg dorthin sei „ein Stück (...) legale Einwanderung“.

Juncker wies darauf hin, dass die Türkei derzeit 2,5 Millionen Flüchtlinge beherberge. Dass davon 400 000 legal in die EU kommen könnten, wollte er jedoch nicht bestätigen. Diese Zahl war zuvor im Gespräch gewesen. An dem Vortreffen zum Gipfel am Sonntag nahmen Staats- und Regierungschefs aus Deutschland, Österreich, Schweden, Finnland, Griechenland sowie den Benelux-Ländern teil.


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