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Eine Nacht des Grauens, ein Tag der Trauer
International 16 1 2 Min. 14.11.2015 Aus unserem online-Archiv
Nach den Terroranschlägen

Eine Nacht des Grauens, ein Tag der Trauer

#PrayForParis: Sie waren einem Facebook-Aufruf gefolgt.
Nach den Terroranschlägen

Eine Nacht des Grauens, ein Tag der Trauer

#PrayForParis: Sie waren einem Facebook-Aufruf gefolgt.
FOTO: PIERRE MATGÉ
International 16 1 2 Min. 14.11.2015 Aus unserem online-Archiv
Nach den Terroranschlägen

Eine Nacht des Grauens, ein Tag der Trauer

Auch Luxemburg ist schockiert. Die Regierung findet zusammen, Staatschef und Politik drücken ihr Mitgefühl aus, Bürger legen Blumen vor dem französischen Konsulat nieder, ein Rockfestival wird abgesagt und eine schlichte Gedenkfeier findet am Samstagabend auf dem Knuedler statt.

von Marc Thill (@marcthill)

Einen Tag nach den Terroranschlägen in Paris. Der Samstag in Luxemburg im Überblick: Blumen, Telegramme, Mitleid, Pressekonferenz, Kundgebung, Konzert, Trauer...

  • Bereits am Samstag Vormittag legen viele Luxemburger ganz  spontan Blumen vor dem französischen Konsulat nieder, zünden Kerzen an.
  • Die Politik verschickt derweil Telegramme und twittert Beileid. Der Staatschef Großherzog Henri gegen Mittag, der Erste Bürger des Landes, Parlamentspräsident Mars Di Bartolomeo, bereits am Vormittag. Stadtbürgermeisterin Lydie Polfer schickt ihr Telegramm an die französische Bürgermeisterin in Paris Annie Hidalgo.
  • Premierminister Xavier Bettel ruft einen außerordentlichen Ministerrat ein. Auf der Tagesordnung stehen Sicherheitsfragen.
  • Um 14 Uhr streichen die Veranstalter des  Sonic-Visions-Festivals alle Konzerte am Samstag, dies als Ausdruck des Mitgefühls mit allen Musikliebhabern, die am Freitag im Pariser "Bataclan" ums Leben gekommen sind.
  • Der Nachmittag zieht sich in die Länge. Die Presse wartet auf Premierminister Xavier Bettel: Der Ministerrat dauert länger als geplant. Bettel kündigt schließlich in einem kurzen Statement vor der Presse mehr Polizei-Patrouillen und verschärfte Kontrollen in den Zügen und an der Grenze an, dies vor allem auf Nachfrage der französischen Behörden. Auch teilt er mit, dass das Schulpersonal aufgefordert wird, die Vorfälle in Paris zu thematisieren. Die Schulkinder aus Moral- und Religionsunterricht sollen hierfür gemeinsam unterrichtet werden. Luxemburger sollen keine unter den Opfern sein, versichert Bettel.
  • Mit einbrechender Dunkelheit werden in Frankreich an vielen Fenstern Kerzenlichter angezündet, weltweit treffen Menschen zusammen, um der Opfer zu gedenken, Gebäude werden in den Nationalfarben Frankreichs angestrahlt.
  • In Luxemburg kommen um 20 Uhr rund 20 Bürger auf dem Knuedler zusammen. Sie sind einem Facebook-Aufruf gefolgt. Mit Kerzenlichter gedenken sie in der Stille der Opfer aus Paris.
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  • Auch die Luxemburger Kirche meldet sich am Abend zu Wort und kündigt für kommenden Dienstag um 18 Uhr einen Gedenkgottesdienst in der Kathedrale an, der von Erzbischof  Jean-Claude Hollerich gefeiert wird.
  • Die Musikgruppe "Mutiny on the Bounty", die am Samstag beim Sonic-Visions-Festival hätte auftreten sollen, meldet, dass sie zm 23 Uhr gratis im "De Gudde Wëllen" auftreten werde. Die Nachricht wird vor allem über die sozialen Netzwerke verbreitet.
  • Auch in den sozialen Netzwerken, aber weniger erfreulich: Die Aufrufe nach Vermissten verwandeln sich zunehmend in Todesnachrichten. Es sind die Besucher des Konzertes, die  vor exakt 24 Stunden noch zu heftiger "Hard-Rock"-Musik getanzt haben.


Wer zufällig in Paris war, und sein Erlebtes mitteilen möchte, kann sich gerne an die Online-Redaktion richten online@wort.lu