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"Ein guter Anfang"
International 12.06.2018 Aus unserem online-Archiv

"Ein guter Anfang"

Trotz der Freude über einen positiven Ausgang des Gipfels bleiben einige Fragen offen.

"Ein guter Anfang"

Trotz der Freude über einen positiven Ausgang des Gipfels bleiben einige Fragen offen.
AFP
International 12.06.2018 Aus unserem online-Archiv

"Ein guter Anfang"

Eric HAMUS
Eric HAMUS
Luxemburgs Chefdiplomat Jean Asselborn hat mit vorsichtigem Optimismus auf den Ausgang des Gipfeltreffens in Singapur reagiert. Das Abkommen zwischen Nordkorea und den USA sei positiv zu bewerten. Es blieben jedoch Fragen offen.

Kurz nach Abschluss der Gespräche in Singapur hat Außenminister Jean Asselborn das Gipfeltreffen "symbolträchtig" genannt. "Ob es nun aber ein historisches Gipfeltreffen war, muss die Zukunft zeigen", so Luxemburgs Chefdiplomat gegenüber wort.lu. Die Aufnahme von Beziehungen zwischen beiden Ländern und das Abkommen seien auf jeden Fall positiv zu bewerten.

"Damit wurde nun ein Prozess eingeläutet, den US-Außenminister Pompeo in den kommenden Wochen und Monaten konkretisieren muss", so Asselborn weiter. Wichtig sei, dass Kim sich der "vollständigen Denuklearisierung" der koreanischen Halbinsel verpflichtet habe. Es falle aber auf, dass die Vereinigten Staaten zu Zugeständnissen im Text bereit waren und auf eine "überprüfbare und unumkehrbare" Denuklearisierung verzichtet haben.


North Korea's leader Kim Jong Un reacts at a signing ceremony with US President Donald Trump (not pictured) during their historic US-North Korea summit, at the Capella Hotel on Sentosa island in Singapore on June 12, 2018.

Donald Trump and Kim Jong Un became on June 12 the first sitting US and North Korean leaders to meet, shake hands and negotiate to end a decades-old nuclear stand-off. / AFP PHOTO / SAUL LOEB
Kim bekennt sich zu nuklearer Abrüstung
In dem gemeinsam mit US-Präsident Donald Trump am Dienstag unterzeichneten Dokument erklärt der nordkoreanische Machthaber sein „festes und unerschütterliches Bekenntnis“ zu einer umfassenden atomaren Abrüstung. Das Dokument im Volltext.

Das Abkommen sei recht vage ausgefallen, meint Asselborn. So sei auch nicht klar, wie die Sicherheitsgarantien aussehen, die die Vereinigten Staaten gegenüber Nordkorea eingehen wollen. "Bis auf die Einstellung der gemeinsamen Militärmanöver mit Südkorea wurden keine weiteren Angaben gemacht", so Asselborn, der im gleichen Zusammenhang zu Bedenken gab, dass im Abkommen von 1993 bereits ähnliche Zugeständnisse gemacht wurden. Jedoch haben sich beide Seiten nie daran gehalten.

"Es ist auf jeden Fall ein guter Anfang", so der Luxemburger Außenminister, der auch Trumps Bemühungen lobte. Doch bleibe vor allem angesichts der Aufkündigung des Iran-Deals ein fader Beigeschmack. Auf der einen Seite verpflichte sich Trump dem nordkoreanischen Diktator, auf der anderen Seite kündigt er einen bereits ausgehandelten Atom-Deal mit dem Iran; unter anderem mit dem Argument, dass dieser nicht zu einem Regimewechsel in Teheran führe. "Von einem Regimewechsel war im Zusammenhang mit Nordkorea aber nie die Rede. Wo ist da die Logik?", fragt sich Jean Asselborn.


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President Donald Turmp waves as North Korea leader Kim Jong Un leaves after their meetings at the Capella resort on Sentosa Island in Singapore on June 12, 2018. 
Donald Trump and Kim Jong Un became on June 12, the first sitting US and North Korean leaders to meet, shake hands and negotiate to end a decades-old nuclear stand-off. / AFP PHOTO / POOL / Susan Walsh
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This undated picture released from North Korea's official Korean Central News Agency (KCNA) on May 18, 2018 shows North Korean leader Kim Jong-Un speaking while attending the first Enlarged Meeting of the 7th Central Military Commission of the Workers' Party of Korea (WPK) in Pyongyang.
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