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Eigene Forderungen per Twitter: Trump sichert Israel Unterstützung zu und kritisiert Obama
International 28.12.2016

Eigene Forderungen per Twitter: Trump sichert Israel Unterstützung zu und kritisiert Obama

US-Präsident Barack Obama und sein Nachfolger Donald Trump bei einem Gespräch nach der Wahl im Weißen Haus.

Eigene Forderungen per Twitter: Trump sichert Israel Unterstützung zu und kritisiert Obama

US-Präsident Barack Obama und sein Nachfolger Donald Trump bei einem Gespräch nach der Wahl im Weißen Haus.
Foto: AFP
International 28.12.2016

Eigene Forderungen per Twitter: Trump sichert Israel Unterstützung zu und kritisiert Obama

Volker BINGENHEIMER
Volker BINGENHEIMER
Der künftige US-Präsident Donald Trump hat Israel seine Unterstützung zugesichert und erneut scharfe Kritik an Amtsinhaber Barack Obama geäußert.

(dpa) - Der künftige US-Präsident Donald Trump hat Israel seine Unterstützung zugesichert und erneut scharfe Kritik an Amtsinhaber Barack Obama geäußert. „Wir dürfen Israel nicht länger mit solch totaler Verachtung und Respektlosigkeit behandeln“, schrieb Trump am Mittwochvormittag (Ortszeit) auf Twitter. Israel habe in den USA einst einen „großartigen Freund“ gehabt, dem sei aber nicht mehr so, schrieb er weiter. Nach seiner Amtsübernahme am 20. Januar 2017 werde sich das wieder ändern, versicherte der Republikaner.

Trumps Äußerung kam kurz vor einer geplanten Grundsatzrede des scheidenden Außenministers John Kerry. Darin wollte der Demokrat darauf eingehen, dass sich die USA am vergangenen Freitag bei einer Resolution des UN-Sicherheitsrates gegen Israels Siedlungspolitik enthalten hatten.


Trump hatte die Haltung der scheidenden Regierung in den vergangenen Tagen wiederholt kritisiert und zugleich mit eigenen Forderungen von sich reden gemacht. Eigentlich ist es in den USA üblich, dass sich der gewählte Präsident während der Übergangsphase aus dem politischen Tagesgeschäft heraushält.

Trump brach auch bei anderen Themen mit der Gepflogenheit und Amtsinhaber Barack Obama hielt zunehmend dagegen - nicht ohne den Zorn des Republikaners auf sich zu ziehen. In einer weiteren Twitternachricht erklärte Trump, er tue sein Bestes, um die „hetzerischen“ Stellungnahmen Obamas zu ignorieren.


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