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Waldbrände in Südeuropa toben weiter
International 3 2 Min. 03.08.2021
Ehepaar aus Deutschland tot

Waldbrände in Südeuropa toben weiter

Griechenland wird weiterhin von einer Dauerhitzewelle und Trockenheit heimgesucht, weshalb zahlreiche Waldbrände ausgebrochen sind.
Ehepaar aus Deutschland tot

Waldbrände in Südeuropa toben weiter

Griechenland wird weiterhin von einer Dauerhitzewelle und Trockenheit heimgesucht, weshalb zahlreiche Waldbrände ausgebrochen sind.
Foto: DPA
International 3 2 Min. 03.08.2021
Ehepaar aus Deutschland tot

Waldbrände in Südeuropa toben weiter

Evakuierte Häuser, zerstörte Dörfer, verbrannte Wälder - seit Tagen versetzen Wald- und Buschbrände die Menschen in Angst und Schrecken.

(dpa) - In Teilen Südeuropas und der Türkei kämpfen die Menschen weiter gegen heftige Waldbrände und extreme Hitze. In der Türkei, wo bisher acht Menschen ums Leben gekommen sind, starb auch ein deutsch-türkisches Ehepaar, wie türkische Medien berichteten. Der Mann und die Frau seien leblos auf einem Weg in der Nähe ihres Hauses in Manavgat in der Region Antalya gefunden worden, schrieb die regierungsnahe türkische Nachrichtenagentur Demirören Haber Ajansi (DHA). Das Auswärtige Amt bestätigte die Berichte am Dienstag nicht.

156 Brände

156 Brände sind laut der türkischen Kommunikationsdirektion in der vergangenen Woche in dem Land ausgebrochen. Davon seien bis zum Dienstagmorgen 146 unter Kontrolle gebracht worden. Die Brände toben vornehmlich an der Mittelmeerküste, besonders betroffen sind die Regionen Antalya, Mugla aber auch Adana. Etliche Regionen wurden evakuiert, viele Dörfer und Landstriche wurden von den Flammen zerstört, zahlreiche Tiere konnten nicht gerettet werden.

Auch Griechenland betroffen

Unterdessen ist am Dienstag in Griechenland ein Brand in den nördlichen Vororten der Hauptstadt Athen außer Kontrolle geraten. Vier große Ortschaften wurden evakuiert. Tausende Menschen mussten Zuflucht in anderen Teilen der griechischen Hauptstadt suchen. Der Staat bot diesen Menschen Hotelzimmer für die kommenden Nächte an.

Die Flammen tobten am Dienstagabend zwischen den Häusern der Athener Vorstädte Varybobi und Acharnes. Einige Häuser brannten lichterloh, wie das Staatsfernsehen (ERT) zeigte. Einwohner hatten in Panik die betroffenen Gebiete verlassen. „Hinter uns ist die Hölle“, rief ein Einwohner aus seinem Auto heraus Reportern vor Ort zu. Dicke Rauchschwaden waren aus allen Stadtteilen Athens sichtbar. Asche ging auf die Stadt nieder. Die Rauchwolken dehnten sich weit ins Ägäische Meer aus, wie auf Satellitenbildern zu sehen war.

Landesweit loderten am Abend 40 Brände, wie ein Sprecher des Zivilschutzes mitteilte. Informationen über Opfer gab es nicht. Auf der Insel Rhodos kämpfte die Feuerwehr in der Nacht zum Dienstag gegen einen Wald- und Buschbrand in einer Schlucht nahe des Dorfes Maritsa, das Dorf musste evakuiert werden. Touristische Anlagen waren nicht bedroht. Ganz Griechenland wird seit mehr als einer Woche von einer historischen Hitzewelle heimgesucht. In Athen zeigten die Thermometer am Dienstagnachmittag 44 Grad.

In Italien


28.07.2021, Türkei, Side: Rauch zieht über die Freizeitanlagen an einem Hotelkomplex in der türkischen Urlaubsregion Antalya, während sich ein Flugzeug im Landeanflug befindet. Winde trieben die Flammen mehrerer Waldbrände in Richtung der Wohnbezirke, wie der Landrat des Bezirks Manavgat dem Sender CNN Türk sagte. (Bestmögliche Qualität) Foto: Cevin Dettlaff/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Hitzewelle mit über 40 Grad und Waldbrände am Mittelmeer
Ein Ende der Hitzewelle am Mittelmeer ist nicht in Sicht. Sie könnte schlimme Folgen haben. Besonders Griechenland ist betroffen.

In Italien, wo zuletzt im Süden des Landes, auf den großen Inseln und teilweise an der Adriaküste, ebenfalls heftige Waldbrände tobten, besserte sich die Situation etwas, wie die Feuerwehr mitteilte. Am Dienstagmorgen wurden landesweit 1.130 Einsätze in den zurückliegenden 24 Stunden wegen Buschfeuern gemeldet. Die Polizei nahm derweil am Montag zwei Brandstifter auf Sizilien fest. Die Carabinieri hätten die beiden Männer im Alter von 80 und 25 Jahren auf frischer Tat in der zentralen Provinz Enna ertappt, hieß es in einer Mitteilung am Dienstag. Frankreich schickte zwei Löschflugzeuge zur Unterstützung. Italien hatte über den EU-Mechanismus für Katastrophenschutz um Hilfe gebeten.

In der Küstenstadt Pescara in der Region Abruzzen brannten zuletzt Pinien und Kiefern in einem bekannten Naturreservat. Die Polizei nahm hier die Ermittlungen zu Ursache auf. Häuser wurden evakuiert und zahlreiche Menschen in Sicherheit gebracht. Auch in Apulien kämpften die Einsatzkräfte Tag und Nacht gegen Flammen in der Stadt Gravina in Puglia. In der kleinen Region Molise mussten bei Campobasso am Montag ungefähr 1.000 Menschen zeitweise wegen der Flammen ihre Häuser verlassen.     

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