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Ebola - Fragen und Antworten: Wie schütze ich mich vor einer Infektion?
International 2 Min. 18.10.2014 Aus unserem online-Archiv

Ebola - Fragen und Antworten: Wie schütze ich mich vor einer Infektion?

Mit Spezialambulanzen werden Ebola-Verdachstfälle ins "Centre Hospitalier" transportiert.

Ebola - Fragen und Antworten: Wie schütze ich mich vor einer Infektion?

Mit Spezialambulanzen werden Ebola-Verdachstfälle ins "Centre Hospitalier" transportiert.
Guy Jallay
International 2 Min. 18.10.2014 Aus unserem online-Archiv

Ebola - Fragen und Antworten: Wie schütze ich mich vor einer Infektion?

In Westafrika befällt das Ebolafieber immer größere Landstriche. 9200 Fälle sind bei der Weltgesundheitsorganisation registriert, jede Woche kommen tausende Neuinfektionen dazu. Hierzu einige Fragen und Antworten.

In Westafrika befällt das Ebolafieber immer größere Landstriche. 9200 Fälle sind bei der Weltgesundheitsorganisation registriert, jede Woche kommen tausende Neuinfektionen dazu. Angesichts mehrerer Patienten, die in Europa behandelt werden, fragen sich viele Menschen, was sie tun können, um sich nicht mit der tödlichen Krankheit zu infizieren. Hierzu einige Fragen und Antworten.

Wie überträgt sich das Virus?

Durch direkten Körperkontakt zu infizierten Menschen. Auch der Kontakt zu Blut, anderen Körperflüssigkeiten oder kontaminierten Gegenständen wie Spritzen ist sehr gefährlich. Eine Ansteckung über die Atemluft gilt bisher als unwahrscheinlich.

Was tun europäische Flughäfen?

Mehrere Flughäfen in Großbritannien und der Pariser Großflughafen Charles de Gaulle führen Screenings durch. Bei Passagieren auf Flügen aus den betroffenen Gebieten in Westafrika wird Fieber gemessen - allerdings erst bei der Ankunft in Europa. Der Sinn solcher Screenings ist umstritten, unter anderem weil der Zeitraum zwischen einer Infektion und dem Auftreten von Ebola-Symptomen bis zu drei Wochen betragen kann. Zudem kann Fieber auch viele andere Ursachen haben.

Welche Sicherheitsvorkehrungen gelten am Flughafen Luxemburg?

Es gibt keine Direktverbindungen von Luxemburg nach Westafrika. Nach Auskunft von Luxairport sind deshalb keine Screenings vorgesehen. Für den Fall eines mit Ebolas infizierten Passagiers gibt jedoch eine Prozedur, die auf ministerieller Ebene abgestimmt wurde.

Was würde geschehen, wenn ein Flugpassagier mit Ebolafieber auf dem Findel ankäme?

Der Flugkapitän muss dies dem Tower melden. Der Patient wird dann mit einem von zwei speziell ausgestatteten Infektionsrettungswagen ins CHL gefahren. Dort gibt es isolierte Krankenzimmer mit Unterdruck. (Siehe auch: Was beim Ebola-Alarm passiert)

Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr?

Die Gefahr der Ansteckung bei einem Menschen im Anfangsstadium der Krankheit ist nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation relativ niedrig. Je länger eine Person krank ist, desto ansteckender wird sie. Deshalb ist es nicht sehr wahrscheinlich, sich als Fahrgast in Zug oder Flugzeug zu infizieren.

Wie äußert sich die Krankheit?

Die Symptome ähneln anfangs denen einer Grippe. Ebola-Kranke leiden an plötzlich auftretendem Fieber, haben Muskel- und Gelenkschmerzen. Später wird die Krankheit von Übelkeit und Erbrechen begleitet und die Kranken bekommen einen fleckigen Hautausschlag. Von außen unsichtbar sind die inneren Blutungen, die das Leben des Patienten bedrohen.

Wie sieht die Behandlung aus?

Es gibt noch kein zugelassenes Medikament gegen Ebola, auch keine Impfung. In den Kliniken werden bekommen die Patienten fiebersenkende Mittel und Medikamente gegen die Blutungen. In den USA sind kürzlich zwei Patienten mit einem experimentellen Antikörper behandelt worden. Das Medikament der US-Firma Mapp Biopharmaceutical namens ZMapp zeigte gute Erfolge.

Werden die Flugverbindungen zu den betroffenen Ländern eingestellt?

Westliche Staaten und die Vereinten Nationen werben dafür, die betroffenen Länder nicht zu isolieren, keinen Reisebann auszusprechen. Jan Eliasson, der Vertreter von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, sagte in der UN-Generalversammlung: "Es ist eine globale Krise, aber Grenzschließungen und ein Reisebann sind keine Antwort. Das würde nur die Länder - nicht die Krankheit - isolieren und Hilfe verhindern."


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