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Dublin will rasch Regelung für legale Abtreibung schaffen
International 28.05.2018

Dublin will rasch Regelung für legale Abtreibung schaffen

Die Iren hatten am Freitag mit Zwei-Drittel-Mehrheit für eine Verfassungsänderung gestimmt, die es dem Parlament erlaubt, Regelungen für eine legale Abtreibung zu schaffen.

Dublin will rasch Regelung für legale Abtreibung schaffen

Die Iren hatten am Freitag mit Zwei-Drittel-Mehrheit für eine Verfassungsänderung gestimmt, die es dem Parlament erlaubt, Regelungen für eine legale Abtreibung zu schaffen.
Foto: AFP
International 28.05.2018

Dublin will rasch Regelung für legale Abtreibung schaffen

Nach dem klaren Votum für die Legalisierung der Abtreibung in Irland sollen jetzt rasch entsprechende Gesetze geschaffen werden.

(dpa) - Die Regierung in Dublin will nach dem klaren Votum der Iren für eine Legalisierung von Abtreibungen rasch ein entsprechendes Gesetz auf den Weg bringen. Das sagte der irische Gesundheitsminister Simon Harris am Montag der „Irish Times“ zufolge. Bereits an diesem Dienstag wolle er Zustimmung des Kabinetts für die Erarbeitung eines Gesetzentwurfs einholen. Im Herbst könnte das Gesetz dann im Parlament verabschiedet werden.


25.05.2018, Irland, Dublin: Eine Frau fotografiert ein mit «Yes» überschriebenes Bild von Savita Halappanavar, deren Abtreibung ihr verweigert wurde und die an den Folgen ihrer Schwangerschaft starb. In Irland findet ein Referendum zum umstrittenen Abtreibungsgesetz statt. In dem katholisch geprägten Land gilt eines der strengsten Abtreibungsverbote in der EU. Foto: Niall Carson/PA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Die Iren hatten am Freitag mit Zwei-Drittel-Mehrheit für eine Verfassungsänderung gestimmt, die es dem Parlament erlaubt, Regelungen für eine legale Abtreibung zu schaffen. Geplant ist, dass Schwangerschaftsabbrüche bis zur zwölften Woche legalisiert werden sollen, bei Gefahr für das Leben oder die Gesundheit der Mutter sogar darüber hinaus. Bislang gilt in Irland ein äußerst striktes Verbot, das Abtreibungen so gut wie unmöglich macht.

Das Votum in Irland ließ auch im angrenzenden britischen Landesteil Nordirland Forderungen nach einer Lockerung des Abtreibungsverbots laut werden. Auch dort sind Abtreibungen durch die strengen Bedingungen kaum möglich. Da das Regionalparlament in Belfast wegen einer andauernden Regierungskrise nicht zusammentreten kann, fordern britische Abgeordnete eine Lockerung des Verbots von London aus oder ein Abtreibungsreferendum in Nordirland. Die britische Premierministerin Theresa May lehne das aber ab, berichtete der „Guardian“ unter Berufung auf Regierungsquellen. May ist mit ihrer Minderheitsregierung auf die Stimmen der Abtreibungsgegner aus der protestantisch-nordirischen DUP (Democratic Unionist Party) angewiesen.


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