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Drohnenflüge legen Großflughafen London-Gatwick lahm
International 20.12.2018 Aus unserem online-Archiv

Drohnenflüge legen Großflughafen London-Gatwick lahm

Mit mehr als 45 Millionen beförderten Passagieren im vergangenen Jahr ist Gatwick der siebtgrößte Flughafen in der EU.

Drohnenflüge legen Großflughafen London-Gatwick lahm

Mit mehr als 45 Millionen beförderten Passagieren im vergangenen Jahr ist Gatwick der siebtgrößte Flughafen in der EU.
AFP
International 20.12.2018 Aus unserem online-Archiv

Drohnenflüge legen Großflughafen London-Gatwick lahm

An Europas siebtgrößtem Flughafen sind die Starts und Landungen eng getaktet. Da können selbst kleine Störungen große Problemen auslösen.

(dpa) - An Europas siebtgrößtem Flughafen London-Gatwick ist es in der Nacht zum Mittwoch zu massiven Behinderungen im Luftverkehr gekommen. Laut einer Mitteilung auf der Twitter-Seite des Airports wurden sämtliche Starts und Landungen vorübergehend ausgesetzt, weil Berichten zufolge mehrere Drohnen über dem Flugfeld gesichtet worden waren. Gemeinsame Untersuchungen mit der Polizei seien angelaufen. „Wir entschuldigen uns bei allen Passagieren für die Unannehmlichkeiten, aber die Sicherheit unserer Passagiere und Mitarbeiter hat oberste Priorität“, hieß es in der Mitteilung.


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Nach ersten Hinweisen auf Drohnen-Sichtungen über dem Flugfeld gegen 21 Uhr wurden demnach alle Flugbewegungen ausgesetzt, um die Lage zu klären. Spätere seien zahlreiche weitere Hinweise eingegangen. Deshalb säßen nun einige Flugzeuge am Boden fest, während ankommende Maschinen zu anderen Flughäfen umgeleitet würden. Laut BBC sind diese Flughäfen teils hunderte Kilometer von der englischen Hauptstadt entfernt. Zu den Drohnen-Sichtungen berichtete der Sender, die unbemannten Fluggeräte hätten sich einer Start- und Landebahn genähert.

Auch am Donnerstag ...

Auf der Twitter-Seite des Flughafens gab es keine Hinweise auf ein rasches Ende des Verkehrschaos mitten in der Vorweihnachtszeit. Im Gegenteil: Reisenden und Abholenden wurde geraten, vorsichtshalber auch am Donnerstag mit der jeweiligen Airline den Flugstatus abzuklären. Das dürfte viele betreffen: Mit mehr als 45 Millionen beförderten Passagieren im vergangenen Jahr ist Gatwick der siebtgrößte Flughafen in der EU - und der zweitgrößte Großbritanniens hinter dem europaweiten Spitzenreiter London-Heathrow.


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Zahlreiche Passagiere beschwerten sich in den sozialen Netzwerken darüber, seit geraumer Zeit in ihrem Flugzeug auf dem Rollfeld festzusitzen. Die Fluggesellschaft British Airways entschuldigte sich bei einer betroffenen Frau und verwies auf den Drohnen-Zwischenfall: Derartige Störungen seien etwas, „was wir nicht unter Kontrolle haben“.

Ende Juli waren in Großbritannien neue Regeln in Kraft getreten, mit denen sich Drohnenbesitzer strafbar machen, sobald sich ihre unbemannten Fluggeräte einem Flughafengelände auf weniger als einen Kilometer nähern. Wird gar ein Flugzeug durch die Drohne gefährdet, riskiert der Besitzer eine Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren.


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