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Dringende Unterstützung benötigt: Hilfe gegen Hungersnot in Afrika
International 30.03.2017

Dringende Unterstützung benötigt: Hilfe gegen Hungersnot in Afrika

Ein unterernährtes Kind und seine Mutter werden in einem Spital im Süd-Westen von Somalia betreut.

Dringende Unterstützung benötigt: Hilfe gegen Hungersnot in Afrika

Ein unterernährtes Kind und seine Mutter werden in einem Spital im Süd-Westen von Somalia betreut.
Foto: AFP
International 30.03.2017

Dringende Unterstützung benötigt: Hilfe gegen Hungersnot in Afrika

Bérengère BEFFORT
Bérengère BEFFORT
Das Außenministerium gewährt zusätzliche Finanzmittel angesichts der Hungersnot in Somalia, Südsudan, Nigeria und Jemen. Die Soforthilfe beläuft sich auf 500.000 Euro.

(BB / C. / KNA) -  Luxemburg setzt eine Soforthilfe angesichts der Hungersnot in Somalia, Südsudan, Nigeria und Jemen ein. Weitere 500.000 Euro werden die Arbeit von Hilfsorganisationen vor Ort unterstützen. Am Mittwoch saßen der Minister für Entwicklungshilfe, Romain Schneider, und NGO's zur Krisensitzung beisammen.

Nach Angaben von Hilfsbündnissen sind in Mittel- und Ostafrika mehr als 23 Millionen Menschen vom Hungertod bedroht. Als Ursachen gelten Dürren und bewaffnete Konflikte. Die Vereinten Nationen beziffern die erforderlichen Hilfen auf vier Milliarden Euro.

Die Soforthilfe aus Luxemburg unterstützt die Arbeit von Partnerorganisationen. Sie addiert sich zu laufenden oder bald beginnenden Programmen. Besonders:

  • der Croix-Rouge, deren Hilfsarbeit in Somalia und Südsudan bereits mit 2,3 Millionen Euro bezuschusst wird
  • des UN-Fonds und von Unicef in Nigéria (beide 250.000 Euro)
  • des UN-Flüchtlingshilfswerks in Südsudan und Somalia (500.000 Euro)
  • der Vereinten Nationen (programme alimentaire mondia) und des CICR (eine Million Euro)
  • von NGO's in Niger
  • vom CERF, der als humanitärer Fonds damit beauftragt ist, schnellstmöglich Hilfe bei Katastrophen und Konflikten zu gewährleisten.

Eine besondere Aufmerksamkeit wird ebenfalls der Gegend des Tschadsee gewidmet.

Das mobile Satelliten-Telekommunikations-System  ("emergency.lu") ist zurzeit in Nigeria (Maiduguri) einsatzbereit. Ein Terminal für Schnelleinsätze steht weiterhin der Hilfsorganisation Unicef im Südsudan zur Verfügung.


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