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Drei Männer mit Verbindungen zu Amri in Tunesien festgenommen
International 24.12.2016 Aus unserem online-Archiv
Ermittlungen nach möglichen Helfern

Drei Männer mit Verbindungen zu Amri in Tunesien festgenommen

Der mutmaßliche Attentäter Anis Amri wurde in der Nacht auf Freitag nahe Mailand erschossen.
Ermittlungen nach möglichen Helfern

Drei Männer mit Verbindungen zu Amri in Tunesien festgenommen

Der mutmaßliche Attentäter Anis Amri wurde in der Nacht auf Freitag nahe Mailand erschossen.
Foto: Reuters
International 24.12.2016 Aus unserem online-Archiv
Ermittlungen nach möglichen Helfern

Drei Männer mit Verbindungen zu Amri in Tunesien festgenommen

Diana HOFFMANN
Diana HOFFMANN
Nach dem Tod des mutmaßlichen Terroristen Anis Amri konzentrieren sich die Ermittlungen auf mögliche Helfer des Attentäters von Berlin. In Tunesien wurde eine mögliche Terrorzelle ausgehoben.

(dpa) - Nach dem Terroranschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt haben tunesische Sicherheitskräfte drei Männer festgenommen, die mit dem mutmaßlichen Attentäter in Verbindung stehen sollen. Einer der Verdächtigen sei der Neffe von Anis Amri, teilte das Innenministerium in Tunis am Samstag mit. Die Festgenommenen seien zwischen 18 und 27 Jahre alt. Nach dem Tod Amris konzentrieren sich die Ermittlungen auf mögliche Helfer. Es soll festgestellt werden, ob der 24-Jährige Unterstützer hatte.

Der Neffe Amris soll nach Angaben tunesischer Sicherheitskräfte gestanden haben, dass er mit dem mutmaßlichen Attentäter auf einem verschlüsselten Weg über eine Nachrichtenapp in Kontakt gestanden habe. Sein Onkel habe gewollt, dass er der Terrormiliz Islamischer Staat die Treue schwöre. Auch habe er ihm Geld geschickt.

Das Ministerium in Tunis bezeichnete die drei Männer als eine Terrorzelle, die Sicherheitskräfte bereits am Freitag nahe der Stadt Kairouan ausgehoben hätten. In dieser Region lebt auch die Familie von Amri. Kairouan gilt als Salafistenhochburg.

Nach französischen Medienberichten soll Amri über Lyon und Chambéry nach Italien gelangt sein. Der Terrorverdächtige habe am vergangenen Donnerstag in Lyon das Bahnticket für Italien gekauft, berichtete die Wochenzeitung „Journal de Dimanche“ mit Verweis auf eine hochrangige Quelle im Pariser Innenministerium.