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Die Welle: Rücktritte und Entlassungen unter Donald Trump
International 01.08.2017 Aus unserem online-Archiv

Die Welle: Rücktritte und Entlassungen unter Donald Trump

Der frühere General Michael Flynn stolperte über seine Russland-Kontakte

Die Welle: Rücktritte und Entlassungen unter Donald Trump

Der frühere General Michael Flynn stolperte über seine Russland-Kontakte
FOTO: AFP
International 01.08.2017 Aus unserem online-Archiv

Die Welle: Rücktritte und Entlassungen unter Donald Trump

Christophe LANGENBRINK
Christophe LANGENBRINK
Noch nie hat es in einer US-Regierung in so kurzer Zeit so viele Rücktritte und Entlassungen gegeben wie in den nur gut sechs Monaten der Ära Donald Trumps. Eine Auswahl.

(dpa/chl) Der aktuelle US-Präsident bricht alle Rekorde. Noch nie hat es in der US-Geschichte so viele Rücktritte und Entlassungen gegeben wie unter Donald Trump. Eine treffende Auswahl unter den bekannten Namen: 

Weil sie eine andere Auffassung vertrat, musste die Justizministerin Sally Yates gehen.
Weil sie eine andere Auffassung vertrat, musste die Justizministerin Sally Yates gehen.
FOTO: AFP

SALLY YATES, 30. Januar: Trump feuert die amtierende Justizministerin und Chefanklägerin, offiziell vor allem wegen ihres Widerstandes gegen seine Einwanderungspolitik.

Der frühere General Michael Flynn stolperte über seine Russland-Kontakte
Der frühere General Michael Flynn stolperte über seine Russland-Kontakte
FOTO: AFP

MICHAEL FLYNN, 13. Februar: Nach nur 23 Tagen im Amt tritt Trumps nationaler Sicherheitsberater zurück. In die Russland-Affäre über eine etwaige Beeinflussung der Präsidentenwahl verstrickt, fällt Flynn letztlich, weil er Vize Mike Pence angelogen hatte.

KATIE WALSH, 30. März: Sie wird in der Mannschaft von Stabschef Reince Priebus von Trumps Team als undichte Stelle identifiziert und entlassen.

Der frühere FBI-Direktor James Comey schreibt zurzeit an seinen Memoiren.
Der frühere FBI-Direktor James Comey schreibt zurzeit an seinen Memoiren.
FOTO: AFP

JAMES COMEY, 9. Mai: Trump feuert den FBI-Chef, eine Sensation. Die Russland-Affäre nimmt immer weitere Fahrt auf.

MIKE DUBKE, 30. Mai: Nach nur drei Monaten im Amt wirft der Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses hin. Zunächst macht Sprecher Sean Spicer seinen Job mit, später soll ihm ein Mann namens Anthony Scaramucci folgen.

WALTER SHAUB, 6. Juli: Der Direktor des unabhängigen Büros für Regierungsethik wirft entnervt hin. Begründung: Wenn es um ethische Standards gehe, seien die USA einer Lachnummer nahe.

MARK CORALLO, 20. Juli: Der Sprecher des Anwaltsteams, das Trump in der Russland-Affäre verteidigt, tritt zurück.

MARK KASOWITZ, ebenfalls 20. Juli: Der vorsitzende Anwalt dieses Kreises, tritt ebenso ab.

Kaum eine Schote hat der ehemalige Pressesprecher des Weißen Hauses Sean Spicer ausgelassen.
Kaum eine Schote hat der ehemalige Pressesprecher des Weißen Hauses Sean Spicer ausgelassen.
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SEAN SPICER, 21. Juli: Als sein Präsident ihm Anthony Scaramucci als Kommunikationsdirektor vor die Nase setzen will, mag Trumps Sprecher nicht mehr - er nutzt die Gelegenheit und wirft hin.

MICHAEL SHORT, 25. Juli: Stellvertretender Pressesprecher, tritt zurück. Zuvor hatte Scaramucci bei „Politico“ laut über Shorts Kündigung nachgedacht, was er später als „Leak“ bezeichnen sollte.

Der Stabschef Reince Priebus stolperte über den Kommunikationsdirektor Anthony Scaramucci.
Der Stabschef Reince Priebus stolperte über den Kommunikationsdirektor Anthony Scaramucci.
FOTO: REUTERS

REINCE PRIEBUS, 28. Juli: Trumps Stabschef verlässt seinen Posten. Er sagt, gerne und freiwillig. Andere sagen, Trump habe ihm keine Wahl gelassen und ihm den Stuhl vor die Tür gestellt.

Die wohl kürzeste Amtszeit unter Trump hatte wohl der frisch ernannte Kommunikationsdirektor Anthony Scaramucci.
Die wohl kürzeste Amtszeit unter Trump hatte wohl der frisch ernannte Kommunikationsdirektor Anthony Scaramucci.
FOTO: REUTERS

ANTHONY SCARAMUCCI, 31. Juli: Erst zehn Tage zuvor zum Kommunikationsdirektor bestallt, ist der New Yorker Ex-Wallstreet-Banker seinen Posten schon wieder los. Dem Vernehmen nach das erste deutliche Signal des neuen Stabschefs John Kelly: Mit Querelen und Chaos sei es jetzt dann mal gut.


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 / AFP PHOTO / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / JOE RAEDLE
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