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Deutschland stuft Frankreich als Hochinzidenzgebiet ein
International 26.03.2021

Deutschland stuft Frankreich als Hochinzidenzgebiet ein

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer will trotz der neuen Einstufung die Grenzen offen halten.

Deutschland stuft Frankreich als Hochinzidenzgebiet ein

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer will trotz der neuen Einstufung die Grenzen offen halten.
Foto: dpa
International 26.03.2021

Deutschland stuft Frankreich als Hochinzidenzgebiet ein

Frankreich gilt in Deutschland ab Sonntag als Hochinzidenzgebiet. Rheinland-Pfalz ermöglicht trotzdem eine Ausnahme für Pendler.

(dpa/lrs) - Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung Frankreich ab Sonntag als Hochinzidenzgebiet mit Testpflicht bei der Einreise ein. Wer sich in den 10 Tagen vor einer Reise nach Deutschland in einer als Hochinzidenzgebiet eingestuften Region aufgehalten hat, muss bei der Einreise einen negativen Corona-Test vorweisen können, der frühestens 48 Stunden vor der Einreise durchgeführt wurde.

Doch: „Neben den Grenzpendlern aus Rheinland-Pfalz und den Grenzgängern aus Frankreich, die regelmäßig mindestens einmal wöchentliche an ihren Wohnort zurückkehren, gibt es Ausnahmen für Menschen, die einen triftigen Grund vorweisen können“, teilte Staatssekretärin Heike Raab nach der Entscheidung in Mainz mit.


A picture taken on March 25, 2020 shows an emergency tent at the military field hospital outside the Emile Muller Hospital in Mulhouse, eastern France, on the ninth day of a lockdown aimed at curbing the spread of the COVID-19 (novel coronavirus) in France. (Photo by Mathieu CUGNOT / POOL / AFP)
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Dazu zählten persönliche Anlässe wie der Besuch von direkten Verwandten, von Ehegatten und Lebenspartnern und ein geteiltes Sorgerecht für Kinder getrennt lebender Eltern. „Gleiches gilt, wenn ein Grenzübertritt zum Zweck der Berufsausbildung oder Ausbildung zwingend notwendig ist.“ Diese Gruppen müssten zweimal pro Woche einen negativen Schnelltest nachweisen, brauchten aber keinen PCR-Test. Sollte bei der Einreise nach Rheinland-Pfalz kein Test vorliegen, müsse dieser unverzüglich bei einem Testzentrum oder im Betrieb nachgeholt werden.

Die Grenzregion Moselle war bereits Anfang März als Virusvariantengebiet eingestuft worden. Dort gibt es damit schon eine Testpflicht bei Einreise. Die strengeren Regelungen zum Virusvariantengebiet blieben bestehen, aber mit Erleichterungen, sagte Raab. Grenzgänger und -pendler sowie Betreuungspersonen, die Kinder und Jugendliche in die Schule bringen, müssten sich nur noch einmal wöchentlich bei der digitalen Einreiseanmeldung eintragen.


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„Wir leben in diesem Grenzraum längst in einem gemeinsamen Lebensraum. Deswegen sind Ausnahmen im Grenzregime für Pendler wichtig“, sage Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). Sie sollten den Menschen ermöglichen, ihr Alltagsleben reibungsarm aufrechtzuerhalten. „Uns ist es wichtig, dass wir das Infektionsgeschehen eindämmen und trotzdem die Grenzen weiter offen halten.“ Die Einstufung als Hochinzidenzgebiet richte sich in keiner Weise gegen die Partner in Frankreich, sondern gegen das Virus. „Wir alle intensivieren entlang der Grenze die Impfaktivitäten, damit wir möglichst schnell wieder die Einschränkungen verringern können.“


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