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Deutsche Grüne wollen Gratis-Verhütung für Geringverdiener
International 08.06.2018 Aus unserem online-Archiv

Deutsche Grüne wollen Gratis-Verhütung für Geringverdiener

Deutsche Grüne wollen Gratis-Verhütung für Geringverdiener

Foto: gms
International 08.06.2018 Aus unserem online-Archiv

Deutsche Grüne wollen Gratis-Verhütung für Geringverdiener

Die Pille kostenfrei, Kondome gratis bei Gesundheitsämtern oder Beratungsstellen - das soll für Geringverdiener in Deutschland künftig möglich sein, wenn es nach den Grünen ginge.

(KNA) - Die Grünen in Deutschland wollen für Geringverdiener Verhütungsmittel wie die Pille kostenfrei machen. Zudem sollten Kondome bei Gesundheitsämtern oder Beratungsstellen gratis erhältlich sein, berichtet die "Saarbrücker Zeitung" (Freitag) weiter. Das gehe aus einem Fraktionsantrag an den Bundestag hervor.


Bis zum 25. Lebensalter werden die Kosten für Antibabypille, Vaginalring und Verhütungspflaster zu 80 Prozent zurückerstattet
Ungleiche Verantwortung
Antibabypille, Kupferspirale oder Hormonimplantat: Bei der Empfängnisverhütung können Frauen zwischen einer Vielzahl von Methoden wählen. Für Männer sieht das anders aus.

Fraktionsexpertin Maria Klein-Schmeink sagte der Zeitung: "Sichere Empfängnisverhütung darf nicht vom Geldbeutel abhängen." Daher wolle man eine Erstattung über die Krankenkassen organisieren. Diese Kosten würden dann den Krankenkassen durch einen Steuerzuschuss ersetzt, so die Grüne. Parallel dazu sollten Kondome bei Beratungsstellen und Gesundheitsämtern für Geringverdiener frei zugänglich gemacht werden.

In dem Antrag heißt es: "Wenn Verhütung eine Frage des Geldes ist, trifft das vor allem Frauen." So habe eine Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ergeben, dass jene, die staatliche Unterstützung bezögen, wegen der erheblichen finanziellen Belastung zu unsicheren Methoden wechselten "oder gar ganz auf Verhütung verzichten". Damit bestehe ein höheres Risiko ungewollter Schwangerschaft. Nach dem Willen der Grünen solle der Bundestag noch vor der Sommerpause über den Antrag entscheiden, hieß es.


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