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Deutsche Experten messen : Atomtest auch in Deutschland registriert
International 03.09.2017

Deutsche Experten messen : Atomtest auch in Deutschland registriert

Nordkoreanische Bürger vor einem Riesenbildschirm auf dem Nachrichten ausgestrahlt werden in Pyongyang.

Deutsche Experten messen : Atomtest auch in Deutschland registriert

Nordkoreanische Bürger vor einem Riesenbildschirm auf dem Nachrichten ausgestrahlt werden in Pyongyang.
Foto: AFP
International 03.09.2017

Deutsche Experten messen : Atomtest auch in Deutschland registriert

Nicolas ANEN
Nicolas ANEN
Die Erschütterungen nach dem nordkoreanischen Atomtest waren auch in Deutschland messbar.

(dpa) - Die Erschütterungen nach dem nordkoreanischen Atomtest waren nach deutschen Messungen mit einer Magnitude von 6,1 deutlich stärker als alle vorherigen Atomtests Nordkoreas. Die seismischen Signale wurden von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) registriert. Sie seien an der IMS-Messstation GERES im Bayerischen Wald gut elfeinhalb Minuten nach der 8200 Kilometer entfernten Explosion aufgezeichnet worden, teilte die BGR am Sonntag mit.

Epizentrum stimmt mit nordkoreanischen Testgelände überein

Das Epizentrum stimme mit den bisherigen Kernwaffentests in Nordkorea vom Oktober 2006, Mai 2009, Februar 2013 sowie Januar und September 2013 überein und könne dem nordkoreanischen Testgelände zugeordnet werden. Im Vergleich zu den vorherigen Tests mit Magnituden zwischen 4,1 und 5,3 sei aktuell mit einer Magnitude von 6,1 eine erhebliche Steigerung zu verzeichnen.

Während die Sprengkraft der letzten Tests 2013 und 2016 im Bereich von 10 bis 25 Kilotonnen des Sprengstoffes TNT gelegen habe, liege die Sprengkraft der Explosion am Sonntag nach ersten Abschätzungen im Bereich „weniger hundert“ Kilotonnen TNT-Äquivalent. Die Explosion sei somit um ein Vielfaches stärker als die bisherigen Nukleartests Nordkoreas gewesen. Die norwegische Bebenwarte sprach von einem TNT-Äquivalent von 120 Kilotonnen.


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