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Deutsche Behörde verteidigt Verkauf von Cyberbunker an der Mosel
International 3 10.10.2019 Aus unserem online-Archiv

Deutsche Behörde verteidigt Verkauf von Cyberbunker an der Mosel

Traben-Trarbach: Polizisten sichern das Gelände eines ehemaligen Bundeswehr-Bunkers. Dort wurde ein Rechenzentrum für illegale Geschäfte im Darknet ausgehoben.

Deutsche Behörde verteidigt Verkauf von Cyberbunker an der Mosel

Traben-Trarbach: Polizisten sichern das Gelände eines ehemaligen Bundeswehr-Bunkers. Dort wurde ein Rechenzentrum für illegale Geschäfte im Darknet ausgehoben.
Foto: Thomas Frey/dpa
International 3 10.10.2019 Aus unserem online-Archiv

Deutsche Behörde verteidigt Verkauf von Cyberbunker an der Mosel

Der 59-jährige Käufer, der bereits in den Niederlanden ein Rechenzentrum in einem Bunker betrieben hatte, sitzt seit dem 26. September in Untersuchungshaft.

(dpa) - Nach dem Auffliegen eines Darknet-Rechenzentrums in einem ehemaligen Bunker der deutschen Streitkräfte an der Mosel hat die für den Verkauf verantwortliche Behörde den Zuschlag an einen Niederländer im Jahr 2013 verteidigt.

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) in Bonn teilte am Donnerstag mit, sie sei im Juni 2013 vom zuständigen Landeskriminalamt informiert worden, dass „keine konkreten Verdachtsmomente“ gegen den niederländischen Käufer vorlägen. Dies habe die Bundesanstalt „auch nochmals gesondert mit der Leitung des LKA erörtert“. Eine „Warnung“ des LKA habe es „aus Sicht der Bima“ nicht gegeben. Der in der Hacker-Szene bekannte Niederländer hatte zuvor in seinem Heimatland schon ein Rechenzentrum in einem Bunker betrieben.

Der 59 Jahre alte Käufer sitzt seit dem Zugriff im „Cyber-Bunker“ vom 26. September gemeinsam mit sechs anderen Personen in Untersuchungshaft. Ihnen wird vorgeworfen, auf Servern in dem Rechenzentrum Webseiten gehostet zu haben, über die Kriminelle Drogen verkauften, Falschgeldgeschäfte abwickelten, Kinderpornos verschickten oder Cyberangriffe starteten.


27.09.2019, Rheinland-Pfalz, Traben-Trarbach: Polizisten sichern das Gelände eines ehemaligen Bundeswehr-Bunkers. Dort wurde ein Rechenzentrum für illegale Geschäfte im Darknet ausgehoben. Foto: Thomas Frey/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Darknet-Server an der Mosel ausgehoben
Ein Serverzentrum in einem früheren Bunker, über das Kriminelle rund um den Globus ihre Straftaten laufen ließen. Das Versteck ist nun aufgeflogen.

LKA und Bima seien sich auch einig darüber gewesen, „dass der Erwerb des Bunkers keine Voraussetzung für die Begehung von Straftaten“ sei. Die beabsichtigte Nutzung als Rechenzentrum habe auch „dem Wunsch der Verbandsgemeinde“ Traben-Trarbach entsprochen, teilte die Bima weiter mit. Diese habe „immer wieder auch eine schnelle Nachnutzung“ des Bunkers gefordert.


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