Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Das Schlimmste verhindert: Feuer in Notre-Dame gelöscht
International 6 3 Min. 16.04.2019

Das Schlimmste verhindert: Feuer in Notre-Dame gelöscht

Das Schlimmste verhindert: Feuer in Notre-Dame gelöscht

AFP
International 6 3 Min. 16.04.2019

Das Schlimmste verhindert: Feuer in Notre-Dame gelöscht

Das Feuer wütet bis in den frühen Morgen, die wohl berühmteste Kathedrale der Welt ist erheblich beschädigt. Doch die Struktur bleibt erhalten, der Brand ist gelöscht. Präsident Macron macht den Franzosen Mut.

(dpa) - Die Feuerwehr hat den verheerenden Brand in der Pariser Kathedrale Notre-Dame nach mehrstündigen Löscharbeiten bis zum frühen Dienstagmorgen unter Kontrolle gebracht. Der Brand sei vollständig gelöscht.   „Das ganze Feuer ist aus“, sagte der Sprecher der Feuerwehr, Gabriel Plus, am Dienstagmorgen. Nun beginne die Phase der Begutachtung.


A firefighter uses a hose to douse flames and smoke billowing from the roof at Notre-Dame Cathedral in Paris on April 15, 2019. - A fire broke out at the landmark Notre-Dame Cathedral in central Paris, potentially involving renovation works being carried out at the site, the fire service said.Images posted on social media showed flames and huge clouds of smoke billowing above the roof of the gothic cathedral, the most visited historic monument in Europe. (Photo by GEOFFROY VAN DER HASSELT / AFP)
Drama in Paris: Notre-Dame bei Feuer erheblich beschädigt
Eine riesige Rauchsäule steht am Montagabend über einem der berühmtesten Wahrzeichen der Welt. Der Dachstuhl der Kathedrale ist zerstört, der kleine Spitzturm eingestürzt. Der Schaden ist massiv. Nicht nur Paris ist entsetzt.

Frankreich will das berühmte Wahrzeichen wieder instandsetzen. „Wir werden Notre-Dame wieder aufbauen“, sagte Staatschef Emmanuel Macron am späten Montagabend. „Denn das ist es, was die Franzosen erwarten“. Das Feuer war am Montagabend in der weltberühmten Kathedrale im Herzen von Paris ausgebrochen. Die Flammen verwüsteten kurz vor Ostern den Sakralbau, der Dachstuhl stand lichterloh in Flammen.

Nach ersten Erkenntnissen sind drei Menschen leicht verletzt worden. Dabei handele es sich um zwei Polizisten und einen Feuerwehrmann, teilte die Pariser Feuerwehr am Dienstagmorgen mit. Die Struktur der Kathedrale sei nach neun Stunden „erbittertem Kampf“ erhalten, die wichtigsten Kunstwerke habe man retten können.  Die Pariser Staatsanwaltschaft ermittelt, bislang wird dabei die Spur eines Unfalls verfolgt.

Wie die Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur am frühen Dienstagmorgen in Paris bestätigte, drehen sich die Ermittlungen um eine „unbewusste Zerstörung“ durch Feuer. Von möglicher Brandstiftung war keine Rede. Nach ergänzenden Medienberichten könnte der Brand durch Bauarbeiten auf dem Dach der Kirche ausgelöst worden sein. Die Staatsanwaltschaft nahm zu dieser Annahme keine Stellung.

Das Feuer sorgte weltweit für Entsetzen.

Geberkonferenz geplant

Eine internationale Geberkonferenz soll zudem für den angestrebten Wiederaufbau Geld sammeln. Einen entsprechenden Vorschlag verkündete die Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo, über ihren Twitter-Account. Sie wolle die Spenderkonferenz im Rathaus von Paris veranstalten, um die notwendigen Mittel für den Wiederaufbau der Kathedrale zusammenzubekommen. Die Region Île-de-France will zehn Millionen Euro bereitstellen.


Die Dornenkrone aus Notre-Dame de Paris ist eine wichtige Reliquie für Katholiken. Es soll sich um das Original handeln, das Jesus bei der Kreuzigung trug.
Notre-Dame: Dornenkrone und weitere Kunstschätze gerettet
Das Feuer war verheerend, die völlige Zerstörung von Notre-Dame de Paris konnte jedoch verhindert werden. Der Großteil der religiösen und künstlerischen Schätze ist in Sicherheit.

Auch erste Großspender haben bereits ihre Bereitschaft an der Mitfinanzierung bekräftigt. Die Familie des französischen Unternehmers und Milliardärs Bernard Arnault kündigte über Arnaults Luxuslabel LVMH an, sich mit 200 Millionen Euro an der Rekonstruktion beteiligen zu wollen. Zudem will die Gruppe, zu der unter anderem die Marken Moët Hennessy und Louis Vuitton zählen, ihre Teams bei Kreativität, Architektur oder Finanzen zur Verfügung stellen.

Zuvor hatte bereits die französische Milliardärsfamilie Pinault 100 Millionen Euro für den Wiederaufbau versprochen. Der Geschäftsmann François-Henri Pinault verkündete, er und sein Vater François Pinault hätten entschieden, dass die Familien-Holding Artemis den Betrag bereitstellen werde, um sich an der Anstrengung zum Wiederaufbau von Notre-Dame zu beteiligen. François-Henri Pinault ist Chef des Luxuskonzerns Kering, zu dem Modemarken wie Gucci, Brioni und Saint Laurent gehören.

Die superreichen Franzosen Arnault und Pinault sind als Kunstliebhaber, Mäzene und Konkurrenten bekannt.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Lust auf noch mehr Wort?
Lust auf noch mehr Wort?
7 Tage gratis testen
E-Mail-Adresse eingeben und alle Inhalte auf wort.lu lesen.
Fast fertig...
Um die Anmeldung abzuschließen, klicken Sie bitte auf den Link in der E-Mail, die wir Ihnen gerade gesendet haben.