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Das lange Warten auf den Impfstoff
International 04.10.2021
Weltweite Impfstoffverteilung

Das lange Warten auf den Impfstoff

Die Impfquote ist weltweit sehr unterschiedlich verteilt.
Weltweite Impfstoffverteilung

Das lange Warten auf den Impfstoff

Die Impfquote ist weltweit sehr unterschiedlich verteilt.
Foto: dpa
International 04.10.2021
Weltweite Impfstoffverteilung

Das lange Warten auf den Impfstoff

Steve BISSEN
Steve BISSEN
Welche Länder sind wie weit bei den Corona-Schutzimpfungen und wer sind die zehn Schlusslichter der globalen Impfkampagne?

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie sind die Impfraten in zahlreichen Ländern der Welt noch immer verschwindend gering. Das Ziel der Weltgesundheitsorganisation WHO, bis Ende vergangenen Monats in jedem Land mindestens zehn Prozent der Bevölkerung gegen Covid-19 geimpft zu haben, wurde krachend verfehlt. In einigen Dutzend Ländern – vorwiegend in Afrika – liegt die Impfquote noch immer deutlich unter zehn Prozent (siehe Tabelle unten). 

Während die reichen Industriestaaten sich ein regelrechtes Wettrennen liefern und teils mit der Verabreichung einer dritten Impfdosis – der sogenannten Booster-Impfung – begonnen haben, kommen in anderen Teilen der Welt noch immer viel zu wenig Impfstoffdosen an. Diese ungerechte Verteilung – ein Spiegelbild der globalen Wohlstandsverteilung – droht die Corona-Pandemie unnötig zu verlängern und Ungleichheiten zu verstärken. 

Eigentlich sollte die internationale Impfstoffinitiative Covax zur kostenlosen Verteilung von Vakzinen an ärmere Länder Abhilfe schaffen. Doch die nimmt nur langsam Fahrt auf. Außerdem wurden die versprochenen Liefermengen immer wieder reduziert oder deren Auslieferung zeitlich verschoben. So haben die reichen Länder zwar mehr als eine Milliarde Impfstoffdosen als Spende versprochen. Davon wurde aber bislang weniger als ein Fünftel tatsächlich zur Verfügung gestellt. Außerdem sind nach WHO-Angaben umgehend zwei Milliarden Dosen zur Versorgung der ärmeren Länder nötig. Hinzu kommt, dass in vielen ärmeren Ländern Verschwörungstheorien kursieren und das Vertrauen in Impfstoffe generell gering ist. 


ARCHIV - 16.03.2021, Bayern, Nürnberg: Eine medizinische Fachkraft hält im Nürnberger Impfzentrum auf dem Messegelände ein Fläschen mit dem Pfizer-BioNTech-COVID-19-Impfstoff in der Hand. (zu dpa «Biontech mit mRNA-Technik für Deutschen Zukunftspreis nominiert») Foto: Daniel Karmann/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Derweil fällt auf, dass Israel, das sich selbst noch zu Beginn der Immunisierungskampagne als „Impfweltmeister“ bezeichnete und weltweit in den Schlagzeilen war, mittlerweile – weit abgeschlagen hinter dem heutigen Spitzenreiter aus den Vereinigten Arabischen Emiraten – im Mittelfeld liegt. 

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