Das geschah bisher am Mittwoch: Video von Anschlag auf Restaurant aufgetaucht
(ks/dpa) - Nach den Attentaten von Paris laufen die Ermittlungen weiter. Derweil hat die englische Presse ein Video veröffentlicht, das erstmals eines der Attentate zeigt. Die Nachrichten vom Mittwoch im Überblick.
+++ Der als mutmaßlicher Drahtzieher der Anschläge von Paris gesuchte Abdelhamid Abaaoud ist bei der Polizeiaktion nördlich der französischen Hauptstadt am Mittwoch getötet worden. Dies teilte die Pariser Staatsanwaltschaft am Donnerstag nach der Untersuchung der Leiche mit.
+++ Die "Daily Mail" hat ein Überwachungsvideo aus einem Restaurant veröffentlicht. Darin ist zu sehen, wie sich die Gäste vor einem der Paris-Attentäter verstecken und sich in Sicherheit bringen, während der Täter draußen Schüsse abgibt, die auch in das Innere der Gaststätte dringen. Erkennbar ist auch, wie der Terrorist seine Waffe auf der Terrasse auf zwei Frauen richtet. Doch dann entfernt er sich und den Frauen gelingt es wegzulaufen.
+++ Bei einem Anti-Terror-Einsatz hat die Polizei im Großraum Brüssel wieder mehrere Häuser durchsucht. Nach Informationen der belgischen Nachrichtenagentur Belga gab es seit dem frühen Donnerstagmorgen sieben Durchsuchungen, die sich vor allem gegen Freunde und Familienangehörige des Selbstmordattentäters Bilal Hadfi richteten. Eine Person wurde dabei festgenommen. Die Einsätze waren am Mittag beendet.
+++ Der belgische Premierminister Charles Michel hat im Parlament angekündigt, dass aus dem Budget 2016 zusätzlich 400 Millionen Euro für die Sicherheit und den Kampf gegen den Terrorismus bereit gestellt werden.
+++ In Frankreich gibt es Gedankenspiele zur Bewaffnung von Polizisten außerhalb der Dienstzeiten. Die Leitung der französischen Polizei will dazu „rasch“ einen detaillierten Vorschlag dazu machen, wie die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag berichtete. Beamte könnten sich freiwillig dafür melden. Polizeigewerkschaften hatten nach den Anschlägen mit mindestens 129 Toten entsprechende Forderungen gestellt. Jean-Marc Falcone, der Generaldirektor der nationalen Polizei, sagte dem Sender RTL: „Das ist notwendig, damit die Polizisten eine wirksame Präsenz auf dem ganzen Staatsgebiet sicherstellen können.“
+++ Frankreich verschärft seine Sicherheitsgesetze. Die Nationalversammlung berät am Donnerstag unter anderem darüber, den Ausnahmezustand in Frankreich über den 26. November hinaus um drei Monate zu verlängern. Während des Ausnahmezustands sollen Gruppierungen, die als „schwere Gefährdung der öffentlichen Ordnung“ eingestuft werden, aufgelöst werden können.