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Das Datum des Mauerfalls ist auch Mahnung
International 09.11.2019

Das Datum des Mauerfalls ist auch Mahnung

Eine Besucherin hält vor der East Side Gallery, der ehemaligen Berliner Mauer, Luftballons in Form einer goldenen «30» in die Höhe.

Das Datum des Mauerfalls ist auch Mahnung

Eine Besucherin hält vor der East Side Gallery, der ehemaligen Berliner Mauer, Luftballons in Form einer goldenen «30» in die Höhe.
Foto: Gregor Fischer/dpa
International 09.11.2019

Das Datum des Mauerfalls ist auch Mahnung

Der 9. November ist ein Schicksalstag für die Deutschen: unter anderem mit der Pogromnacht der Nazis 1938 und dem Mauerfall 1989. Bundespräsident spricht eine Warnung aus.

Berlin (dpa) - Zum 30. Jahrestag des Mauerfalls hat Bundeskanzlerin Angela Merkel dazu aufgerufen, die 1989 errungene Freiheit gegen neue Anfeindungen zu verteidigen

Der 9. November ermahne uns, „dass wir Hass, Rassismus und Antisemitismus entschlossen entgegentreten müssen“, sagte die CDU-Politikerin am Samstag in Berlin bei der zentralen Gedenkfeier. 

„Er mahnt uns, alles in unserer Macht Stehende zu tun, um Freiheit und Demokratie, Menschenwürde und Rechtsstaatlichkeit zu verteidigen.“ Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier rief dazu auf, für die Demokratie zu streiten und neu entstandene Mauern in der Gesellschaft wieder einzureißen.

Außenminister Jean Asselborn (Mitte) und der deutsche Amtskollege Heiko Maas nehmen an einer Feier anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Mauerfalls in der Nähe des Brandenburger Tores teil.
Außenminister Jean Asselborn (Mitte) und der deutsche Amtskollege Heiko Maas nehmen an einer Feier anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Mauerfalls in der Nähe des Brandenburger Tores teil.
Foto: DPA

Die Spitzen des Staates gedachten am Samstag in der Hauptstadt auf dem früheren Todesstreifen an der Bernauer Straße des Mauerfalls vor genau 30 Jahren

Neben der Perestroika-Politik von Michail Gorbatschow in der Sowjetunion hatten dazu auch die Reformbewegungen in Polen, Ungarn und der Tschechoslowakei beigetragen.

Steinmeier hatte daher auch die Staatsoberhäupter der Slowakei, Tschechiens, Polens und Ungarns - Zuzana Caputova, Milos Zeman, Andrzej Duda und Janos Ader - nach Berlin eingeladen. „Ohne den Mut und den Freiheitswillen der Polen und Ungarn, der Tschechen und Slowaken wären die friedlichen Revolutionen in Osteuropa und die deutsche Einheit nicht möglich gewesen“, sagte er.

„Der 9. November ist ein Schicksalstag der deutschen Geschichte“, sagte Merkel. Sie erinnerte an die Pogromnacht der Nazis von 1938. Darauf sei das Menschheitsverbrechen des Holocaust gefolgt. Das Niederreißen der Mauer 1989 zeige: „Keine Mauer, die Menschen ausgrenzt und Freiheit begrenzt, ist so hoch oder so breit, dass sie nicht doch durchbrochen werden kann.“



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