Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Wer sind die Hintermänner?
International 1 05.04.2017 Aus unserem online-Archiv
Das Attentat von St. Petersburg

Wer sind die Hintermänner?

International 1 05.04.2017 Aus unserem online-Archiv
Das Attentat von St. Petersburg

Wer sind die Hintermänner?

Teddy JAANS
Teddy JAANS
14 Menschen sind bei dem Anschlag in Russlands nördlicher Metropole St. Petersburg getötet worden. Die Ermittler glauben, den Täter zu kennen. Doch wer oder was trieb den Mann aus Kirgistan zu der Tat?

(dpa) - Die Suche nach den Hintermännern des Bombenanschlags von St. Petersburg mit bislang 14 Toten geht auch am Mittwoch weiter. Als Selbstmordattentäter hatten russische Ermittler tags zuvor einen 22-jährigen Mann aus Kirgistan identifiziert.

360 Videos werden hier nicht unterstützt. Wechseln Sie in die Youtube App, um das Video anzusehen.

Der Mann namens Akbarschon Dschalilow sei bei der Explosion in der Metro der Millionenstadt getötet worden. Der Mann habe einen russischen Pass gehabt. Nach Medienberichten wurde er erst in diesem Jahr von einer islamistischen Organisation angeworben. Die Agentur Interfax beruft sich dabei auf eine nicht näher genannte Quelle.

14 Tote

Von 49 Verletzten in Kliniken waren einige in kritischem Zustand. Bei dem Anschlag am Montag in der U-Bahn waren mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Elf Menschen starben direkt bei der Explosion, drei weitere erlagen später ihren Verletzungen, wie Gesundheitsministerin Weronika Skworzowa mitteilte.

Ein Sprengsatz war in einem fahrenden Zug zwischen zwei Stationen gezündet worden. Eine zweite Bombe wurde rechtzeitig entschärft. Das Ermittlungskomitee geht von einem Terroranschlag aus. DNA-Spuren des Täters seien an beiden Bomben gefunden worden. Am Dienstagabend veröffentlichte das Komitee die Namen von zehn identifizierten Opfer. Bei vier Leichen müsse eine Genanalyse gemacht werden.

Putin im Visier

Der Kreml schloss nicht aus, dass der Bombenanschlag auf den Besuch von Präsident Wladimir Putin in St. Petersburg am Montag zielen sollte. Der Gouverneur der Stadt, Georgi Poltawtschenko, versprach, es werde alles getan, um die Sicherheit von Touristen zu garantieren. Im Juni ist St. Petersburg Hauptspielort des Confederations Cup, kommende Jahr finden Spiele der Fußball-WM statt.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Nach dem Anschlag von St. Petersburg
Der Schock in St. Petersburg sitzt tief: Unbekannte deponieren Bomben in der U-Bahn, bei einer Explosion sterben mindestens 14 Menschen. Noch ist vieles unklar. War es womöglich doch ein Selbstmordanschlag?
A picture shows the damaged train carriage at Technological Institute metro station in Saint Petersburg on April 3, 2017.
Around 10 people were feared dead and dozens injured Monday after an explosion rocked the metro system in Russia's second city Saint Petersburg, according to authorities, who were not ruling out a terror attack. / AFP PHOTO / STR / ALTERNATIVE CROP