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Coronavirus: China schottet 37 Millionen Menschen ab
International 1 2 Min. 24.01.2020

Coronavirus: China schottet 37 Millionen Menschen ab

Das neue Lungenfieber wurde in China zu einem Notfall erklärt. Die WHO erachtet eine internationale Warnungen jedoch als verfrüht.

Coronavirus: China schottet 37 Millionen Menschen ab

Das neue Lungenfieber wurde in China zu einem Notfall erklärt. Die WHO erachtet eine internationale Warnungen jedoch als verfrüht.
Foto: AFP
International 1 2 Min. 24.01.2020

Coronavirus: China schottet 37 Millionen Menschen ab

Aus Angst vor einer Verbreitung der neuartigen Lungenkrankheit in China sind inzwischen Millionen Menschen weitgehend von der Außenwelt abgeschottet worden.

Von LW-Korrespondent Daniel Kestenholz (Bangkok)

Videoaufnahmen aus Wuhan zeigen Menschen, die dichtgedrängt die Gänge von Hospitälern füllen und Hilfe fordern. Menschen scheinen am Anschlag, tragen Atemschutzmasken. 

Die Ausbreitung eindämmen   

In tumultartigen Szenen sind Schreie zu hören. Patienten verlassen Krankenhäuser auch wieder, ohne Hilfe zu erhalten. Andere liegen einfach am Boden, ohne Kraft und ohne Hilfe zu erhalten.

Auch in Südkorea wird präventiv Desinfektionsmittel versprüht. Man ist sich nicht sicher ob diese Maßnahme die Ausbreitung des tödlichen Coronavirus verhindern kann.
Auch in Südkorea wird präventiv Desinfektionsmittel versprüht. Man ist sich nicht sicher ob diese Maßnahme die Ausbreitung des tödlichen Coronavirus verhindern kann.
Foto: AFP

Entlang Straßen sprühen von Kopf bis Fuß in weiße Isolationsanzüge verhüllte Arbeiter Desinfektionsmittel auf den Boden und an Fassaden. Es ist unklar, ob dies die Ausbreitung des Virus zu verhindern hilft.  

 Die Zentralregierung in Peking will eine mögliche globale Pandemie, von der auch schon Experten im Ausland warnen, gleich im Epizentrum der Krankheitserreger unterdrücken.


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  Die Zahl der von China bestätigten Fälle steigt derweil rapide. Noch vor wenigen Tagen lag die Zahl unter 100, am Freitag näherte sie sich mit 876 der 1000-er Marke, wobei die Dunkelziffer an nicht gemeldeten Fällen weit höher liegen dürfte.  

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Im Kampf gegen eine Verbreitung der Lungenkrankheit in China sind in der schwer betroffenen zentralchinesischen Provinz Hubei strikte Bewegungsbeschränkungen für rund 37 Millionen Menschen erlassen worden.

Dies ausgerechnet zu den chinesischen Neujahrsfeiern, wenn im Land traditionell Hunderte von Millionen Menschen zu ihren Familien unterwegs sind.  

Heute Abend feiert China ins neue Jahr der "Ratte und Gold". Viele Feste werden wegen des Coronavirus jedoch abgesagt werden.
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Foto: AFP

Inzwischen sind mit der Provinzhauptstadt Wuhan mindestens elf Städte praktisch abgeschottet worden. Nach Wuhan und weiteren Städten am Donnerstag wurden am Freitag auch in den drei Metropolen Jingzhou, Xiaogan und in Dangyang der öffentliche Verkehr und die Züge in andere Orte gestoppt.  

Wuhan ist abgeriegelt

In Wuhan stehen seit Donnerstag 10 Uhr Ortszeit alle öffentlichen Verkehrsmittel still. Der Hauptbahnhof und auch Flughafen sind abgeriegelt und immer weitere Großstädte Chinas werden von starken Einschränkungen betroffen, während Flughäfen weltweit – so in Hongkong, Singapur, Bangkok, Los Angeles, New York und Washington – die Körpertemperatur von ankommenden Passagieren aus China mittels Thermalscannern messen und Verdachtsfälle in Quarantäne bringen.

Am Flughafen Wuhan wird an allen Passagieren mit Thermalscannern die Körpertemperatur gemessen. Verdachtsfälle werden sofort in Quarantäne gebracht.
Am Flughafen Wuhan wird an allen Passagieren mit Thermalscannern die Körpertemperatur gemessen. Verdachtsfälle werden sofort in Quarantäne gebracht.
Foto: AFP

Wer derzeit in Wuhan und anderen Sperrzonen ist, darf die Stadt nur mit Sondergenehmigung verlassen. Das soll die weitere Verbreitung des hochaggressiven Virus verhindern, dessen Symptome einer Lungenentzündung und auch Sars ähnlich sind, dem Schweren Akuten Atemwegssyndrom, das 2002 in China ausbrach und bis 2003 fast 800 Todesopfer forderte, alle in China.

Andere Länder und Städte wie z.B. Singapur, Bangkok, New York, Washington,  Indonsien und Italien, bedienen sich ebenfalls der Thermalscannertechnik um ankommenden Passagieren aus China zu kontrollieren.
Andere Länder und Städte wie z.B. Singapur, Bangkok, New York, Washington, Indonsien und Italien, bedienen sich ebenfalls der Thermalscannertechnik um ankommenden Passagieren aus China zu kontrollieren.
Foto: AFP

Jüngere Menschen mit gutem Immunsystem scheinen das Virus besser zu bewältigen als ältere. Symptome ähneln einer starken Grippe oder Lungenentzündung mit Husten, Schnupfen, Kopfweh, Gliederschmerzen und Inkontinenz bis hin zu – bei Todesfällen - mehrfachem Organversagen.  

Inzwischen hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das neue Lungenfieber zu einem Notfall in China erklärt. Internationale Warnungen zu einer drohenden Epidemie oder gar Pandemie auszurufen erachtet die WHO noch als zu verfrüht.  

  Ausgebrochen sein soll der Erreger auf einem Fischmarkt im zentralchinesischen Wuhan. Wissenschaftlern zufolge könne das Virus auch von Schlangen über Fledermäuse auf Menschen übergesprungen sein.   

Neuesten Daten zufolge kann das Virus von Mensch zu Mensch übertragen werden, ohne, dass die Trägerperson des Erregers Fieber hat. Dies würde eine schnellere Ausbreitung des „China-Fiebers“ ermöglichen, zumal Infizierte beim Reisen und an internationalen Flughäfen auch trotz Schutzmaßnahmen nicht erkannt werden.




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