Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Coronavirus: Bayern ruft Katastrophenfall aus
International 16.03.2020 Aus unserem online-Archiv

Coronavirus: Bayern ruft Katastrophenfall aus

Ein Polizist an der Bundesstraße 512 in der Nähe von Neuhaus am Inn.

Coronavirus: Bayern ruft Katastrophenfall aus

Ein Polizist an der Bundesstraße 512 in der Nähe von Neuhaus am Inn.
Sven Hoppe/dpa
International 16.03.2020 Aus unserem online-Archiv

Coronavirus: Bayern ruft Katastrophenfall aus

Nach der Schließung von Schulen und Kitas kommen nun auch in Bayern Beschränkungen für Geschäfte, Bars, Kinos und die Gastronomie. Und es gilt in Kürze der Katastrophenfall im Freitaat.

(dpa) – Als Reaktion auf die Ausbreitung des Coronavirus hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Ausrufung des Katastrophenfalls im Freistaat angekündigt. Dieser gilt ab sofort. Das teilt Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montagmorgen in München mit. 

Man werde das tun, weil man eine einheitliche Strategie unter einer einheitlichen Führung brauche, sagte Söder am Sonntagabend im BR Fernsehen. „Die Herausforderung wächst täglich, also müssen wir konsequent, aber angemessen reagieren.“

Ab Dienstag wird zudem das öffentliche Leben in Bayern noch einmal massiv eingeschränkt. Zunächst sollen dann alle Bars, Kinos und Schwimmbäder geschlossen werden, bevor ab Mittwoch auch ausgewählte Geschäfte ihre Pforten dicht machen müssen. Das bestätigte Söder am Sonntagabend. Ähnliche Beschränkungen gibt es bereits in Berlin.


12.03.2020, Niedersachsen, Laatzen: SYMBOLBILD - Ein Schild mit einem durchgestrichenen Schriftzug "Schule" steht als Werbeaktion für Ausbildungsplätze vor dem Rathaus. Die Zahl der Corona-Infektionen klettert in die Höhe, zugleich werden immer mehr Maßnahmen zur Abwehr der Krankheit getroffen. Bundesweit wird über die zeitweise Schließung von Schulen diskutiert. Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Saarland und Bayern schließen alle Schulen
Als erstes deutsches Bundesland hat das Saarland in der Nacht die Schließung aller Schulen und Kindertageseinrichtungen ab Montag bekannt gegeben. Am Morgen zieht auch Bayern nach.

Trotz der Ausbreitung des neuartigen Virus sollen aber weiter alle Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Drogeriemärkte, Banken und Tankstellen in Bayern geöffnet bleiben. Bei der Lebensmittelversorgung werde man sogar noch weitere Einkaufsmöglichkeiten schaffen, die über das bisherige Ladenschlussgesetz hinausgingen, sagte Söder.

Mit der Ausrufung des Katastrophenfalls sind in erster Linie organisatorische Fragen verbunden. Diese seien notwendig, damit das Land im Kampf gegen das Coronavirus entsprechende Maßnahmen ergreifen könne, hieß es in Regierungskreisen. Der Katastrophenfall soll zunächst für 14 Tage gelten.


Xavier Bettel: "Nur noch das Haus verlassen, wenn es dringend nötig ist"
Ab dem 16. März kommt das öffentliche Leben in Luxemburg in großen Teilen zum Erliegen. Alle nicht lebenswichtigen Geschäfte und Einrichtungen sind für Besucher geschlossen. Hier der Überblick.

Neben den bekannten Schritten wie einer Schließung aller nicht systemrelevanten Geschäfte soll dann auch die Bundeswehr mit ihren Krankenhäusern in die Krisenpläne einbezogen werden. Das Gesundheitsministerium soll - so berichteten die „Nürnberger Nachrichten“ - zudem sämtliche Beatmungsgeräte im Land erfassen und ein Notfallkonzept entwickeln, wie sich sogenannte temporäre Krankenhäuser einrichten lassen. Sie sollen demnach in Messe-, Sport- und Konzerthallen entstehen, falls die Zahl der Erkrankten drastisch steigt.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Als erstes deutsches Bundesland hat das Saarland in der Nacht die Schließung aller Schulen und Kindertageseinrichtungen ab Montag bekannt gegeben. Am Morgen zieht auch Bayern nach.
12.03.2020, Niedersachsen, Laatzen: SYMBOLBILD - Ein Schild mit einem durchgestrichenen Schriftzug "Schule" steht als Werbeaktion für Ausbildungsplätze vor dem Rathaus. Die Zahl der Corona-Infektionen klettert in die Höhe, zugleich werden immer mehr Maßnahmen zur Abwehr der Krankheit getroffen. Bundesweit wird über die zeitweise Schließung von Schulen diskutiert. Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++ dpa-Bildfunk +++