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Corona-Zahlen: Reporter bringt Donald Trump ins Straucheln
International 04.08.2020

Corona-Zahlen: Reporter bringt Donald Trump ins Straucheln

Der US-Präsident zeigte während des Gesprächs einige Unsicherheiten.

Corona-Zahlen: Reporter bringt Donald Trump ins Straucheln

Der US-Präsident zeigte während des Gesprächs einige Unsicherheiten.
Foto: Screenshot Axios
International 04.08.2020

Corona-Zahlen: Reporter bringt Donald Trump ins Straucheln

"You can't do that": Donald Trump verzettelt sich in einem Interview über Corona-Statistiken – auf Twitter ergießt sich nun reichlich Häme über den US-Präsidenten.

(dpa) - Mit einem Interview zum Verlauf der Corona-Pandemie in den Vereinigten Staaten hat US-Präsident Donald Trump neue Kritik auf sich gezogen. In dem Gespräch mit einem Reporter des Online-Portals Axios sagte Trump, die USA hätten in der Pandemie in zahlreichen Kategorien niedrigere Werte als Europa und der Rest der Welt. Zum Beweis zeigte er auf verschiedene Ausdrucke von Statistiken.

Der Journalist hielt entgegen, dass sich der Präsident auf den Anteil der Corona-Toten an der Zahl der in den USA gemeldeten Fälle beziehe anstatt den Bezug zur Gesamtbevölkerung herzustellen. „Das können Sie nicht machen“, widersprach Trump. „Sie müssen sich auf die Fälle beziehen.“ 

Zahlreiche Nutzer kommentierten im Kurzmitteilungsdienst Twitter am Dienstag, Trump versuche, die Zahlen herunterzuspielen. Der knapp drei Minuten lange Clip erzielte binnen weniger Stunden mehr als zehn Millionen Aufrufe.


HOUSTON, TX - JULY 28: (EDITORIAL USE ONLY) Members of the medical staff treat a patient who is wearing helmet-based ventilator in the COVID-19 intensive care unit at the United Memorial Medical Center on July 28, 2020 in Houston, Texas. COVID-19 cases and hospitalizations have spiked since Texas reopened, pushing intensive-care units to full capacity and sparking concerns about a surge in fatalities as the virus spreads.   Go Nakamura/Getty Images/AFP
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USA: Weiterhin kein Rezept gegen Corona
Trotz Alarm seiner Experten hat US-Präsident Donald Trump keinen Plan für die Pandemie. Bis zu 300.000 Tote sind bis Ende des Jahres denkbar.

In den USA mit rund 330 Millionen Einwohnern sind bislang mehr als 155.000 Menschen in Verbindung mit einer Coronavirus-Infektion gestorben, wie aus den Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervorgeht. Bislang gibt es rund 4,7 Millionen bestätigte Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 - in absoluten Zahlen mehr als in jedem anderen Land der Welt. Gemessen an der Gesamtbevölkerung schneiden Länder wie Italien, Spanien und Großbritannien schlechter ab.


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