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Die Hälfte der EU-Bürger ist vollständig geimpft
International 2 Min. 03.08.2021
Corona-Virus

Die Hälfte der EU-Bürger ist vollständig geimpft

In Luxemburg haben 349.000 Personen einen kompletten Impfschutz.
Corona-Virus

Die Hälfte der EU-Bürger ist vollständig geimpft

In Luxemburg haben 349.000 Personen einen kompletten Impfschutz.
Foto: dpa
International 2 Min. 03.08.2021
Corona-Virus

Die Hälfte der EU-Bürger ist vollständig geimpft

In Europa gelten mittlerweile mehr als 220 Millionen Menschen als vollständig geimpft. Doch bald könnte eine dritte Dosis notwendig sein.

(AFP/jt) - Acht Monate nach Beginn der Impfkampagne haben 13 der 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union jeweils die Hälfte ihrer Einwohner vollständig gegen das Corona-Virus geimpft. Anfang August wurde diese Schwelle in den vier bevölkerungsreichsten Ländern der EU überschritten: Spanien (58 Prozent), Italien (54 Prozent), Frankreich (53 Prozent) und Deutschland (52 Prozent).

Im Verhältnis zu ihrer Bevölkerung sind Malta (74 Prozent), Belgien (59 Prozent) und Spanien (58 Prozent) jene Länder, in denen die Impfkampagne am schnellsten vorankommt. Mit Abstand am wenigsten geimpft haben Bulgarien (14 Prozent) und Rumänien (25 Prozent). Knapp 60 Prozent der EU-Bevölkerung haben mindestens eine Impfdosis erhalten. Das sind 265,9 Millionen Menschen.

EU überholt USA beim Impfen

Die Europäische Union hat damit die Vereinigten Staaten überholt. Am 1. August hatten die Amerikaner 49,7 Prozent ihrer Bevölkerung vollständig geimpft (gegenüber 49,8 Prozent in der EU) und 57,8 Prozent der Erstimpfungen vorgenommen (gegenüber 59,3 Prozent in der EU). In der EU wurden in der vergangenen Woche täglich 0,6 Prozent der Bevölkerung geimpft, eine Rate, die zwar abnimmt, aber immer noch dreimal so hoch ist wie in den Vereinigten Staaten (0,2 Prozent).

Bislang wurden in der EU vier Impfstoffe zugelassen, die von Pfizer/BioNTech, Moderna, AstraZeneca/Oxford und Johnson & Johnson entwickelt wurden. Neben diesen Impfstoffen verwenden Ungarn und die Slowakei auch Impfstoffe, die nicht von der Europäischen Arzneimittelagentur zugelassen sind und in Russland (Sputnik V) oder China (Sinovac) entwickelt wurden.

Mehrere Länder erwägen die Verabreichung einer dritten Impfdosis. Deutschland hat sich bereits für diesen Weg entschieden. Ab dem 1. September sollen ältere und gefährdete Bevölkerungsgruppen sowie Bürger, die noch keinen mRNA-Impfstoff (Pfizer und Moderna) erhalten haben, eine Schutz-Auffrischung erhalten. Schweden hat angedeutet, dass es die gleiche Strategie in Erwägung zieht, allerdings nicht vor 2022.   

Auch im Großherzogtum ist die Hypothese einer dritten Dosis seitens der Expertin Thérèse Staub bereits genannt worden, diese könnte möglicherweise schon diesen Herbst fällig werden. Bisher wurden in Luxemburg 710.000 Dosen Impfstoff verabreicht. Tatsächlich haben 349.734 Personen einen vollständigen Impfschutz. Gleichzeitig hat das Land in dieser Woche mit der Impfung in den Praxen von Haus- und Kinderärzten begonnen.


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