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China und USA unterzeichnen Milliardenabkommen
International 2 Min. 08.11.2017 Aus unserem online-Archiv
Trump in Peking

China und USA unterzeichnen Milliardenabkommen

A US flag is displayed in front of the portrait of China's late communist leader Mao Zedong outside the Forbidden City in Beijing on November 8, 2017. 
US President Donald Trump toured the Forbidden City with Chinese leader Xi Jinping on November 8 as he began the crucial leg of an Asian tour intended to build a global front against North Korea's nuclear threats. / AFP PHOTO / Nicolas ASFOURI
Trump in Peking

China und USA unterzeichnen Milliardenabkommen

A US flag is displayed in front of the portrait of China's late communist leader Mao Zedong outside the Forbidden City in Beijing on November 8, 2017. US President Donald Trump toured the Forbidden City with Chinese leader Xi Jinping on November 8 as he began the crucial leg of an Asian tour intended to build a global front against North Korea's nuclear threats. / AFP PHOTO / Nicolas ASFOURI
Foto: AFP
International 2 Min. 08.11.2017 Aus unserem online-Archiv
Trump in Peking

China und USA unterzeichnen Milliardenabkommen

Michel THIEL
Michel THIEL
Mit keinem anderen Land erzielt China einen so großen Handelsüberschuss wie mit den USA. Bei seinem Besuch in Peking will Präsident Trump das ändern. Beide Seiten verkündeten Deals in Milliardenhöhe.

(dpa) - Beim Besuch von US-Präsident Donald Trump in Peking sind eine Reihe von Wirtschaftsabkommen mit einem Umfang von neun Milliarden US-Dollar unterzeichnet worden. Noch mehr sollen am Donnerstag folgen, sagte US-Handelsminister Wilbur Ross nach Angaben der chinesischen Nachrichtenagentur China News am Mittwoch bei der Unterzeichnungszeremonie.

Chinas Vizepremier Wang Yang ergänzte, es sei nur ein „Aufwärmen“: „Die beste Show folgt morgen.“ 19 Abkommen seien in Bereichen wie Luftverkehr, Biotechnologie und Künstliche Intelligenz geschlossen worden, wie chinesische Staatsmedien berichteten. 

Der chinesische Onlinehändler JD.com werde demnach in den kommenden drei Jahren Landwirtschaftserzeugnisse im Wert von zwei Milliarden Dollar in den USA einkaufen und auf seiner Webseite anbieten.  

Der US-Autobauer Ford kündigte an, in Partnerschaft mit dem chinesischen Hersteller Anhui Zotye Elektroautos für den chinesischen Markt entwickeln zu wollen. Gemeinsam würden 750 Millionen Dollar in das Joint Venture investiert. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt. 

Derweil fand die US-Foto-App Snapchat mit dem chinesischen Internetkonzern Tencent einen wichtigen Großaktionär. Tencent habe knapp 146 Millionen nicht stimmberechtigte Anteile des seit März an der Börse notierten Unternehmens gekauft, teilte Snap am Mittwoch in einer Pflichtmitteilung an die US-Wertpapieraufsicht mit. Das seien zehn Prozent der Gesellschaft.

US-Medien hatten im Vorfeld der Trump-Reise über ein mögliches Geschäft berichtet, wonach der chinesische Energiekonzern Sinopec mehr als sieben Milliarden Dollar in den USA investieren könnte.

Demnach könnte der chinesische Staatskonzern gemeinsam mit den US-Firmen ArcLight Capital und Freepoint Commodities eine 700 Kilometer lange Öl-Pipeline vom Westen des US-Bundesstaats Texas bis zur Golfküste bauen. „Tausende neuer Jobs“ könnten so in Regionen geschaffen werden, die im Sommer von Hurrikan „Harvey“ verwüstet wurden. Auch wolle Trump demnach versuchen, Peking vom Kauf von US-Flüssiggas zu überzeugen, wodurch das Handelsdefizit beider Länder signifikant sinken könnte. 

Die Ungleichgewichte im Handel mit China zu beseitigen, standen laut Handelsminister Ross im Mittelpunkt der Diskussionen zwischen Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping. Wie Chinas Zollverwaltung am Mittwoch berichtete, betrug der Überschuss des Landes im Handel mit den USA im Oktober noch 26,6 Milliarden Dollar, 1,5 Milliarden Dollar weniger als im Vormonat. 

Insgesamt entwickelte sich Chinas Außenhandel laut den Daten im Oktober durchwachsen. Die Exporte legten im Vergleich zum Oktober des Vorjahres um 6,9 Prozent zu. Damit verfehlten die Ausfuhren Erwartungen von Analysten, die im Schnitt mit einem Anstieg um 7,2 Prozent gerechnet hatten. Besser als erwartet fielen dagegen die Importe aus, die wegen einer weiterhin hohen Nachfrage nach Ressourcen für den Bau-Boom des Landes um 17,2 Prozent zulegten. 


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