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China droht erneut mit notfalls gewaltsamer Einnahme Taiwans
International 10.08.2022
Ziel der Wiedervereinigung

China droht erneut mit notfalls gewaltsamer Einnahme Taiwans

Auch Taiwan reagiert mit Militärübungen auf die Drohungen aus China.
Ziel der Wiedervereinigung

China droht erneut mit notfalls gewaltsamer Einnahme Taiwans

Auch Taiwan reagiert mit Militärübungen auf die Drohungen aus China.
Foto: AFP
International 10.08.2022
Ziel der Wiedervereinigung

China droht erneut mit notfalls gewaltsamer Einnahme Taiwans

China heizt die anhaltenden Spannungen um Taiwan erneut mit Gewaltandrohungen an, falls eine Wiedervereinigung nicht friedlich verlaufe.

(dpa) - Vor dem Hintergrund der anhaltenden Spannungen um Taiwan hat China erneut damit gedroht, die Inselrepublik notfalls auch mit militärischen Mitteln einzunehmen. China werde stets große Anstrengungen unternehmen, eine friedliche Wiedervereinigung mit Taiwan zu erreichen, hieß es in einem am Mittwoch von der chinesischen Regierung veröffentlichten Weißbuch zur Taiwan-Frage. „Aber wir werden nicht auf die Anwendung von Gewalt verzichten, und wir behalten uns die Möglichkeit vor, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen“, hieß es weiter. Die Anwendung von Gewalt sei „unter zwingenden Umständen“ der „letzte Ausweg“.


This handout taken and released by Taiwan's Presidential Office on August 3, 2022 shows US House Speaker Nancy Pelosi (L) waving beside Taiwan's President Tsai Ing-wen at the Presidential Office in Taipei. (Photo by Handout / Taiwan Presidential Office / AFP) / -----EDITORS NOTE --- RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT "AFP PHOTO / TAIWAN'S PRESIDENTIAL OFFICE " - NO MARKETING - NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS
Nancy Pelosis Besuch in Taiwan war gut und richtig
Nancy Pelosi ist für ihren Besuch in Taiwan ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Dabei war es das richtige Zeichen zur richtigen Zeit.

Man werde keine ausländische Einmischung in Taiwan tolerieren, so die chinesische Führung. „Wir werden jeden Versuch, unser Land zu spalten, vereiteln“, hieß es. „Das historische Ziel der Wiedervereinigung unseres Heimatlandes muss und wird verwirklicht werden.“ Ähnliche Drohungen hatte China auch in der Vergangenheit immer wieder in Bezug auf Taiwan ausgesprochen.

Nancy Pelosi als Auslöser

Die jüngsten Spannungen wurden vergangene Woche durch einen Besuch der Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, ausgelöst, die gegen den Widerstand Pekings nach Taipeh gereist war. Die chinesische Führung lehnt solche offiziellen Kontakte anderer Länder zu Taiwan ab, weil sie die Insel als Teil der Volksrepublik ansieht. Hingegen versteht sich Taiwan längst als unabhängig. Seit dem Pelosi-Besuch übte die Volksbefreiungsarmee in anhaltenden Manövern nicht nur eine See- und Luftblockade, sondern auch eine mögliche Eroberung der Insel.

Pelosi verteidigte am Dienstag ihre Reise. „Das, was die Chinesen jetzt tun, ist das, was sie immer tun“, sagte sie mit Blick auf die Militärmanöver in der Straße von Taiwan. Die Demokratin sagte, sie habe „überwältigende parteiübergreifende Unterstützung“ für ihren Besuch erfahren.

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