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ARCHIV - 07.07.2009, China, Ürümqi: Eine Angehörige der uigurischen Minderheit in China versucht einen Polizisten zu packen, während einer Demonstration in Ürümqi in der Unruheregion Xinjiang in Nordwestchina. Foto: Oliver Weiken/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

„China Cables“ enthüllen Internierung und Verfolgung

(dpa) - Geheime Dokumente der Kommunistischen Partei Chinas enthüllen die systematische Verfolgung der Uiguren und Anleitungen zur massenhaften Internierung der muslimischen Minderheit in Nordwestchina. Die „China Cables“ genannten Papiere veröffentlichte das Internationale Konsortium Investigativer Journalisten (ICIJ). Sie belegen, dass die von Peking als „Weiterbildungseinrichtungen“ in der Region Xinjiang bezeichneten Lager in Wirklichkeit abgeschottete, streng bewachte Umerziehungslager sind. Eine offizielle Reaktion aus Peking auf die Offenlegung gab es am Montag zunächst nicht.

Die Dokumente widerlegen Aussagen der Regierung, wonach der Aufenthalt in den Lagern freiwillig sei. In der Regel werden Insassen demnach mindestens ein Jahr darin inhaftiert. Nach Schätzungen sind Hunderttausende Uiguren in solche Umerziehungslager gesteckt worden. Die Unterlagen zeigen auch, wie Uiguren gezielt überwacht und in einer Datenbank erfasst werden. Im Ausland nutzt China offenbar seine Botschaften und Konsulate, um Uiguren zu bespitzeln.

Die Unterlagen stammen aus den Jahren 2017 und 2018. Weltweit haben mehr als 75 Journalistinnen und Journalisten von 17 Medienpartnern die Dokumente ausgewertet. In Deutschland waren NDR, WDR und „Süddeutsche Zeitung“ daran beteiligt.

Heute

Kurzmeldungen International Heute um 19:18

Marseille: Mann mit Messer bei jüdischer Schule festgenommen

(dpa) - Ein mit einem Messer bewaffneter Mann ist in der Nähe einer jüdischen Schule in Marseille in Südfrankreich festgenommen worden. Schülerinnen und Schüler seien am Freitagmorgen auf den etwa 60-Jährigen aufmerksam geworden, sagte die Polizeipräfektin Frédérique Camilleri der Zeitung „La Provence“. Er sei mit dem Messer bewaffnet aus einem Auto gestiegen und schließlich zu einem koscheren Lebensmittelgeschäft in der Nähe gegangen. Anschließend wurde er von der hinzugerufen Polizei festgenommen. Verletzt wurde niemand. Zum Tatmotiv gebe es derzeit keine Informationen, sagte Camilleri.

Die Staatsanwaltschaft teilte der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit, dass erste Untersuchungen darauf hindeuten, dass der Mann schizophren und derzeit nicht in Behandlung sein könnte. Es scheine nicht so, dass er zu einer Tat habe schreiten wollen. Der Betroffene sei in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Der Mann soll Berichten nach außerdem zunächst von Sicherheitsbediensteten der Schule überwältig worden sei. Die Schülerinnen und Schüler durften während des Einsatzes die Schule nicht verlassen. Franceinfo zufolge hat die Polizeipräfektur angeordnet, die Sicherheit rund um die Stätten der jüdischen Gemeinde in Marseille sofort zu verstärken.

Der Vorfall ereignete sich im 13. Arrondissement nordöstlich der Innenstadt von Marseille. Dank der Wachsamkeit der Sicherheitsbediensteten der jüdischen Schule sei ein Drama verhindert worden, heißt es in einer Reaktion der israelischen Botschaft in Frankreich auf Twitter. Die Regierung in Paris warnt dauerhaft vor möglichen Anschlägen im Land. Jüdische Einrichtungen gelten als besonders gefährdet.

Kurzmeldungen Lokales Heute um 18:36

Zeugenaufruff nach Überfall auf Place d’Armes

Am Donnerstag gegen 15.40 Uhr kam es in Luxemburg-Stadt zu einem Überfall. Einer Person wurde gewaltsam eine Halskette entrissen. Das meldet die Polizei am Freitag. Zwei Passanten befanden sich an der Place d’Armes, als drei junge Männer auf sie zukamen und um ein Feuerzeug baten. Während der Passant nach seinem Feuerzeug suchte, näherte sich einer der Männer und entriss ihm die Kette vom Hals. Es kam zu einem Gerangel zwischen allen Beteiligten, wobei noch versucht wurde, die Angreifer zurückzuhalten. Diese konnten sich jedoch befreien und flüchteten in die Rue Chimay.

Die Tatverdächtigen waren circa 25 Jahre alt und von nordafrikanischer Herkunft. Sie hatten eine sehr schlanke Statur, waren 1,72 Meter groß, trugen eine schwarze Jacke, eine graue Jogginghose der Marke Ellesse und eine kakifarbene Jacke.   

Alle zweckdienlichen Hinweise in diesem Zusammenhang können an die Polizeidienststelle Luxemburg via Telefonnummer: 244.40.1000 oder via E-Mail: police.luxembourg@police.etat.lu gemeldet werden.

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Kurzmeldungen Lokales Heute um 18:11

Verstöße am Donnerstag gegen das Drogengesetz

Am Donnerstag wurden im Rahmen einer großangelegten Polizeikontrolle gegen die organisierte Drogenkriminalität im hauptstädtischen Bahnhofsviertel, mehrere Personen wegen diverser Drogendeals überführt.

Etwa zwei Dutzend Beamte patrouillierten am Hauptbahnhof, als wiederholt vier Personen wegen mutmaßlichen Drogenhandels auffielen. Auf der Dienststelle wurden dann geringe Mengen an Kokain und Marihuana, Bargeld und mehrere Mobiltelefone sichergestellt und beschlagnahmt.

Zudem bestand gegen einen Mann ein Einreiseverbot. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde er festgenommen und Strafanzeige gegen die anderen drei Tatverdächtigen wegen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz erstellt.  

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Kurzmeldungen Lokales Heute um 15:45

Howald: Hausbesitzer überrascht Einbrecher

(dat) - Ein Hausbesitzer kehrte am Donnerstag noch rechtzeitig nach Hause zurück. Zwei Einbrecher waren in das Haus im Centier des Rosiers in Howald eingedrungen. Der Besitzer wollte die beiden Täter festhalten und wurde zur Seite gestoßen.

Die Einbrecher flüchteten mit ihrem Auto in Richtung Hesperingen und beschädigten ein anderes Fahrzeug. Bei der Fahndung stoppte die Polizei das Auto dann in Frisingen. Ein Gegenstand aus dem Haus sowie Material zum Einbrechen wurde sichergestellt. Die Täter hatten am Freitag einen Termin beim Untersuchungsrichter.

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Kurzmeldungen Wirtschaft Heute um 12:34

Luxemburg und Belgien verlängern Grenzgängerabkommen

Luxemburg und Belgien haben das pandemiebedingte Abkommen zur Besteuerung von Grenzgängern in Heimarbeit ein weiteres Mal verlängert - diesmal bis zum 30. Juni. Damit werden die wegen der sanitären Lage am Wohnort geleisteten Arbeitstage bei der Besteuerung nicht in Belgien angerechnet. Es handelt sich dabei um die dritte Verlängerung des Abkommens, das laut Finanzminister Pierre Gramegna für Zehntausende Grenzgänger wichtig ist.  

Kurzmeldungen Lokales Heute um 07:14

Autofahrer gibt bei Kontrolle Gas - Flucht mit Auto und zu Fuß

(dpa/lrs) - Ein Mann hat sich bei Beckingen (Saarland) einer Verkehrskontrolle entzogen und ist mit seinem Auto davongerast. Der Mann habe dabei mehrere Verkehrsteilnehmer gefährdet, ein Fußgänger habe dem Raser ausweichen müssen und sich an Hand und Knie verletzt, teilte die Polizei mit. Nach etwa zehn Kilometern endete die Flucht mit dem Auto an einer Gartenmauer in Reimsbach. Daraufhin sei der Mann zu Fuß geflüchtet, man habe ihn noch nicht stellen können, sagte ein Polizeisprecher.

Zeugenaussagen zufolge soll es sich demnach um einen 35-jährigen Mann handeln. Mit im Auto sei außerdem noch eine Beifahrerin gewesen. Die Polizei war dem Mann zunächst hinterher gefahren. Seine Kollegen hätten aber aufgrund der waghalsigen Fahrmanöver des Mannes dann lieber Abstand gehalten, sagte ein Polizeisprecher. Nun werden Zeugen oder Geschädigte gesucht. Den Raser erwarten mehrere Strafanzeigen.

Kurzmeldungen Lokales Heute um 06:18

Ein Verletzter bei Cruchten

Am Donnerstagabend kam es gegen 23.20 Uhr auf dem CR123 zwischen Cruchten und Colmar-Berg zu einem Unfall, als ein Autofahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor und gegen einen Baum prallte. Dabei wurde eine Person verletzt. Die Zentrale der Rettungsdienste kommandierte einen Krankenwagen aus Ettelbrück und die Feuerwehr aus Nommern an den Unfallort ab.

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Gestern

Erstmals Export von Impfstoff aus EU gestoppt

(dpa) - Erstmals ist die Ausfuhr von Corona-Impfstoff aus der Europäischen Union in einen Drittstaat über die neue Exportkontrolle gestoppt worden. Italien verhinderte den Export von 250.000 Dosen Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers AstraZeneca an Australien, wie EU-Kreise am Donnerstag bestätigten. Zuerst hatte die „Financial Times“ darüber berichtet.

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EU-Kommission: Firmen sollen „Gender-Pay-Gap“ offenlegen

(dpa/SC) - Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern müssen nach dem Willen der EU-Kommission künftig veröffentlichen, wie viel Männer im Vergleich zu ihren Kolleginnen verdienen. Zudem soll Arbeitgebern verboten werden, Bewerberinnen und Bewerber nach ihrem vorherigen Einkommen zu fragen, wie aus einem am Donnerstag vorgestellten Richtlinienentwurf der EU-Kommission hervorgeht. Dieser soll zu mehr Geschlechtergerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt führen.

Eine Einkommenslücke zwischen Männern und Frauen, der sogenannte Gender-Pay-Gap, besteht statistisch auch in Luxemburg. Bei gleicher Tätigkeit und vergleichbarer Qualifikation verdienen Frauen aufs Jahr gesehen rund 7,2 Prozent weniger Geld als ihre männlichen Kollegen.

Der Entwurf sieht zudem eine verpflichtende Untersuchung gemeinsam mit Arbeitnehmervertretungen vor, falls bei einem Unternehmen eine Lohndifferenz von fünf Prozent oder mehr festgestellt wird. Dies soll nur dann nicht stattfinden, wenn das der Arbeitgeber den Unterschied mit „objektiven, geschlechtsneutralen Faktoren“ begründen kann. Zudem sollen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die von entsprechender Diskriminierung beim Lohn betroffen waren, Anspruch auf Entschädigung haben.

Der Richtlinienentwurf soll nun zwischen dem EU-Parlament und den EU-Ländern abgestimmt werden. Wenn die Institutionen die Richtlinie verabschiedet haben, müssen die EU-Regierungen diese innerhalb von zwei Jahren in nationales Recht umsetzen. Die Kommission ruft die Mitgliedsstaaten zudem dazu auf, Sanktionen und Mindeststrafen für Verstöße festzulegen.

Bolivien: Studenten stürzen an Uni in den Tod

(dpa) - Bei Tumulten in einer Universität in Bolivien sind mindestens sechs Studenten nach einem Sturz aus dem fünften Stock ums Leben gekommen. Drei waren direkt an der Unglücksstelle gestorben, drei weitere erlagen im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen, wie Polizeichef Jhonny Aguilera laut einem Bericht der Zeitung „La Razón“ vom Mittwoch sagte. Fünf weitere Studenten wurden zum Teil schwer verletzt. Zunächst war von sieben Toten die Rede gewesen.

Die jungen Leute waren am Dienstag fast 17 Meter in die Tiefe gestürzt, als inmitten von Rangeleien bei einer Versammlung in der Öffentlichen Universität von El Alto (UPEA) ein Geländer nachgegeben hatte. Nach einer Versammlung von Studenten war es lokalen Medienberichten zufolge zu einem Streit mit Handgreiflichkeiten und Rangeleien gekommen. Auf einem Video des Vorfalls war zu sehen, wie sich auf dem Gang zahlreiche Studenten schubsen und aneinander ziehen. Als die Menschenmenge in Bewegung geriet, gab das Geländer zum Innenhof der Universität nach und die jungen Leute stürzten in die Tiefe.

Drei Studenten, die die Versammlung einberufen hatten, wurden festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte. Gegen sie wird wegen Mordes und schwerer Körperverletzung ermittelt.

Bewährungsstrafe für IS-Rückkehrerin aus Rheinland-Pfalz

(dpa/lrs) - Nach gut einem Jahr deutscher Untersuchungshaft hat die erste IS-Rückkehrerin aus Rheinland-Pfalz am Donnerstag das Oberlandesgericht Koblenz ohne Handschellen verlassen - mit einer zweijährigen Bewährungsstrafe. Ihr Urteil wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung ist noch nicht rechtskräftig. Nach Überzeugung des Oberlandesgerichts (OLG) gehörte die 30-jährige Mutter dreier Kinder von September 2014 bis Januar 2019 der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) an.

Die Deutsche war nach ihrem Übertritt zum Islam schwanger mit ihrem ersten Mann aus Idar-Oberstein über die Türkei ins Bürgerkriegsland Syrien ausgereist. Nacheinander war sie laut dem OLG mit vier IS-Kämpfern verheiratet. Drei starben in Gefechten. Schon den ersten Ehemann unterstützte sie laut Gericht in seinem Kampf für den IS, indem sie sich ihm gemäß dem Frauenbild der Terrormiliz untergeordnet, den Haushalt gemacht und ihn moralisch unterstützt habe. Die Frau habe die IS-Ideologie über soziale Medien verbreitet, zur Ausreise in das von der Terrormiliz ausgerufene Kalifat aufgefordert, das dortige Leben angepriesen, die IS-Gräueltaten gerechtfertigt und die Tötung von Ungläubigen gutgeheißen. Bei der Flucht im Januar 2019 aus dem IS-Gebiet habe sie sich von der Terrormiliz losgesagt, als diese militärisch schon fast besiegt gewesen sei. Kurdische Kräfte hätten sie in Syrien festgesetzt und in ein Lager gebracht. Nach einem Jahr sei sie von dort Anfang 2020 über die Türkei nach Deutschland abgeschoben worden.

Die Verteidigung hatte für die IS-Rückkehrerin eine Strafe gefordert, die das Ende ihrer Zeit hinter Gittern bedeuten würde. Die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz hatte sich für drei Jahre Haft ausgesprochen. Sie kündigte nach dem Urteil an, Rechtsmittel zu prüfen.

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Kurzmeldungen Panorama 04.03.2021

Hochgiftige Qualle tötet Jugendlichen in Australien

Im Norden Australiens ist ein Jugendlicher durch den Stich einer hochgiftigen Würfelqualle ums Leben gekommen. Der 17-Jährige sei vor zehn Tagen beim Schwimmen an der Landzunge Cape York von den Tentakeln eines sogenannten Box Jellyfish (Seewespe) getroffen worden und jetzt im Krankenhaus an den Folgen gestorben, berichtete der Sender 9News am Donnerstag unter Berufung auf die Polizei. Vermutlich sei es das erste Mal in 15 Jahren, dass in Australien ein Mensch durch einen Stich der giftigsten Quallenart der Welt gestorben sei, hieß es.

„Wir sehen in unseren Gewässern sowohl Box Jellyfish als auch andere Quallenarten, die das Irukandji-Syndrom verursachen“, warnten die Behörden. Dabei handelt es sich um eine von Nesselgiften verursachte Vergiftung, die schwere Schmerzen, Brechreiz und Lungenödeme auslösen kann. „Wenn Sie keinen Schutzanzug haben und wissen, dass Quallen im Wasser sein könnten, dann gehen Sie einfach nicht hinein“, hieß es.    

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Kurzmeldungen Lokales 04.03.2021

Drei Verletzte bei Unfall in Rodange

(TJ) - Am Mittwoch wurden gegen 17.10 Uhr drei Menschen bei einem Unfall in der Rue de la Fontaine in Rodange verwundet. Rettungswagen aus Sassenheim-Differdingen und Esch/Alzette wurden abkommandiert, die Feuerwehr aus Petingen sicherte die Unfallstelle und leitete die Räumungsarbeiten in die Wege.

Bei einem weiteren Unfall in Gildsdorf „Am Aal“ wurde niemand verwundet. Ein Autofahrer hatte die Kontrolle über seinen Wagen verloren, woraufhin das Fahrzeug gegen eine Mauer krachte und erheblich beschädigt wurde. Die Feuerwehr aus Bettendorf war im Einsatz.

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Vorgestern

Kurzmeldungen Panorama 03.03.2021

Vermisste Kinder wohlauf: Mit Katze und Rucksack unterwegs

(dpa/lrs) - Die schönsten Abenteuer sind spontan - das dachten sich wohl auch zwei zehnjährige Mädchen aus Rheinhessen, die am Mittwoch mit Fahrrädern, Rucksack und Katze auf Tour gingen. Ihre Eltern hatten dagegen keine Ahnung von dem Ausflug und alarmierten am Mittwochvormittag die Polizei. Nachdem die Kinder an keinem der üblichen Aufenthaltsorte oder bei bekannten Kontakten gefunden werden konnten, machte sich ein Großaufgebot der Polizei auf die Suche nach den vermissten Mädchen, wie ein Polizeisprecher berichtete.

Mit Hubschrauber, Diensthunden und zahlreichen Beamten waren sie in Weinbergen, Wald und Feld unterwegs. Nach viereinhalbstündiger Suche wurden die Mädchen wohlbehalten im Bereich des Oppenheimer Hafens gefunden und konnten kurz darauf ihren besorgten Eltern übergeben werden.

London verlängert einseitig Nordirland-Übergangsphase

(dpa) - Im Streit um Brexit-Schwierigkeiten in Nordirland hat Großbritannien ohne Absprache mit der EU für Tatsachen gesorgt. Die Regierung in London verlängerte die Übergangsphase für Lebensmittellieferungen in die britische Provinz mit geringen Kontrollen einseitig bis Oktober. Unternehmen müssten angemessen Zeit erhalten, „um neue Anforderungen umzusetzen und den Warenfluss zwischen Großbritannien und Nordirland zu gewährleisten“, sagte der britische Nordirland-Minister Brandon Lewis am Mittwoch. Die Europäische Union zeigte sich verärgert über den „Bruch“ des sogenannten Nordirland-Protokolls.

Dieser Passus im Brexit-Vertrag sieht vor, dass Nordirland faktisch weiter zum EU-Binnenmarkt gehört. Das soll Kontrollen an der Grenze zwischen Nordirland und dem EU-Staat Irland verhindern. Dafür müssen Warentransporte aus dem übrigen Vereinigten Königreich nach Nordirland zum Teil kontrolliert werden. Um Probleme etwa bei der Lebensmittelversorgung zu vermeiden, gilt derzeit eine mehrmonatige Übergangsphase. Trotzdem klagen viele Unternehmen über Schwierigkeiten beim Handel zwischen Großbritannien und Nordirland. Teilweise blieben Supermarktregale leer. Die erste Übergangsphase sollte Ende März enden. Danach müssen Lieferanten tierischer Produkte im Besitz von Gesundheitszertifikaten für Lieferungen von Großbritannien nach Nordirland sein.

EU-Vizekommissionspräsident Maros Sefcovic kritisierte, die einseitige Maßnahme „untergräbt sowohl die Arbeit des Gemeinsamen Ausschusses als auch das gegenseitige Vertrauen, das für eine lösungsorientierte Zusammenarbeit erforderlich ist“. Es sei enttäuschend, dass die britische Regierung ihn als Co-Vorsitzenden dieses Gremiums nicht informiert habe, das an der konkreten Umsetzung des Brexit-Abkommens arbeitet. Der irische Außenminister Simon Coveney betonte, ein einseitiges Vorgehen schade dem „Aufbau des Vertrauens- und Partnerschaftsverhältnisses“.

Drogenschmuggel: Werke von Picasso und Warhol beschlagnahmt

(dpa) - Kunstwerke von Pablo Picasso und Andy Warhol, dazu Luxusuhren und Autos: Bei mutmaßlichen Drogenschmugglern in Schweden und Spanien sind Kostbarkeiten im Millionenwert sichergestellt worden. Wie die schwedische Polizei am Mittwoch mitteilte, wurden die Gegenstände bereits im Dezember bei einem koordinierten Einsatz gegen Schwerkriminelle beschlagnahmt, die im Verdacht stehen, große Mengen an Drogen aus Spanien nach Schweden geschmuggelt zu haben.

Gemeinsam mit der spanischen Polizei habe man über zwei Jahre lang gegen das kriminelle Netzwerk ermittelt, erklärten die schwedischen Ermittler. Im Dezember habe es dann einen Zugriff gegen den mutmaßlichen Anführer der größten kriminellen Gruppe Südspaniens und andere Personen mit strategisch wichtigen Rollen gegeben. Die Hauptperson sei in ihrer Wohnung im schwedischen Helsingborg gefasst worden, während parallel in Spanien fünf Personen festgenommen worden seien, darunter mehrere Schweden mit Wohnsitz im Raum Stockholm. Der Hauptverdächtige werde den spanischen Behörden ausgeliefert.

Im Rahmen von Hausdurchsuchungen sowohl in Spanien als auch in Schweden seien Vermögenswerte im Wert von Millionen schwedischen Kronen beschlagnahmt worden. Darunter waren demnach neben Bargeld auch Autos, Schmuck, Designmöbel und Werke von Picasso, Warhol und Marc Chagall sowie Uhren der Marke Rolex.

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EU-Kommission will einheitlichen Behindertenausweis

(dpa) - Nach jahrelangen Debatten will die EU-Kommission 2023 einen Vorschlag für einen einheitlichen Behindertenausweis machen. Damit sollen Betroffene in der Europäischen Union einfacher unterwegs sein. Der Vorstoß ist Teil einer neuen Strategie für Behindertenrechte, die die zuständige EU-Kommissarin Helena Dalli am Mittwoch in Brüssel vorstellte. Das Thema wird schon seit vielen Jahren diskutiert. Die deutschen Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung forderten bereits 1998, dass Ausweise anderswo anerkannt werden. In acht EU-Staaten läuft derzeit noch ein Pilotprojekt.

Insgesamt hätten 87 Millionen EU-Bürger eine Form von Behinderung, sagte Dalli. Neben besseren Reisemöglichkeiten sieht die Strategie vor, Barrieren bei politischer Beteiligung und unabhängiger Lebensführung abzubauen sowie Chancengleichheit zu schaffen. „Selbstbestimmt zu leben, in einem inklusiven Umfeld zu lernen und unter angemessenen Standards zu arbeiten, sind Bedingungen, die wir allen Bürgerinnen und Bürgern garantieren müssen“, so Dalli.

Damit arbeitet die EU-Kommission weiter daran, die UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen. Ein Mensch mit geistigen, körperlichen oder psychischen Einschränkungen soll sich demnach nicht anpassen müssen, sondern mitten in die Gesellschaft gehören, so wie er ist.

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Brand bei deutschen Chemiekonzern - Rhein verunreinigt

(dpa/lrs) - In einer Anlage des Chemiekonzerns BASF in Ludwigshafen hat es am Mittwoch gebrannt. Mindestens 150 Kilogramm des Stoffs Methyldiethanolamin, der als schwach wassergefährdend eingestuft ist und schwere Augenreizungen verursachen kann, sind über Kühlwasserkanäle in den Rhein gelangt, wie es in einer BASF-Mitteilung heißt.

Im Werkteil Nord war demnach neben Methyldiethanolamin das extrem entzündbare, beim Einatmen giftige Gas Oxogas ausgetreten. Nachfolgend sei es zu einem Brand gekommen, auch Rauch sei kurzzeitig sichtbar gewesen. Den Angaben zufolge war der Brand am Mittwochmittag unter Kontrolle. Bei Messungen wurden laut BASF keine erhöhten Werte in der Luft festgestellt.

Wie es zu dem Austritt der Stoffe kommen konnte, steht derzeit noch nicht fest. Ein Mitarbeiter, der sich nahe der Austrittsstelle befunden habe, sei vorsorglich in die Werksambulanz gebracht worden, hieß es.

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Bauernhof in Böwen wird Raub der Flammen  

Kurzmeldungen Lokales 03.03.2021

Unfälle in Mersch, Bartringen und Harlingen

(jwi) - In Bartringen in der Rue du Cimetière verunfallte am Mittwochmorgen um 5.18 Uhr ein kleiner Lieferwagen. Keine Person kam dabei zu Schaden.

Um 8.10 Uhr wurden die Einsatzkräfte zu einer Fahrzeugkollision gerufen. Zwei Autos bekamen sich auf dem CR 309 zwischen Harlingen und Bauschleiden zu fassen. Eine Person erlitt dabei Verletzungen. Im Einsatz waren die Rettungskräfte aus Redingen. 

Ebenfalls in Mersch in der Rue Grand-Duchesse Charlotte kam es zu einem Auffahrunfall zwischen zwei Autos. Der Unfall ereignete sich gegen 8.50 Uhr. Zwei Menschen, die bei der Kollision verletzt wurden, wurden von den Rettungsdiensten aus Lintgen, Fels und Mersch versorgt.

Zudem stand in Böwen ein Dachgeschoss eines landwirtschaftlichen Anwesens in Flammen. Es entstand ein hoher Sachschaden.


Kurzmeldungen Lokales 03.03.2021

Zeugenaufruf nach Umweltverschmutzung in Breidfeld

In der Nacht vom 19. auf den 20. Februar 2021 kam es in der „Duarrefstrooss“ in Breidfeld bei Weiswampach zu einer Umweltverschmutzung, nachdem eine größere Menge Diesel in einen Bach mit dem Namen „Wemperbaach“ gelaufen ist.

In diesem Sinne sucht die Polizei nach Zeugen, die verdächtige Personen gesehen haben oder über sonstige zweckdienliche Informationen verfügen.

Zeugen sollen sich bitte beim Polizeikommissariat Ulflingen unter der Telefonnummer (+352) 244871000 melden.  

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Deutlich mehr kirchliche Missbrauchsopfer in Frankreich

(KNA) - In der katholischen Kirche in Frankreich hat es seit 1950 wohl deutlich mehr Fälle sexuellen Kindesmissbrauchs gegeben als bislang angenommen. Die bisher geschätzte Zahl von 3.000 sei sicher zu niedrig angesetzt, wird der Leiter der unabhängigen staatlichen Untersuchungskommission Ciase, Jean-Marc Sauve, von französischen Medien (Dienstag) zitiert. Die zuletzt genannte Zahl des Wochenmagazins „Obs“ von 10.000 Fällen dementierte er nicht.

Die Kommission will Ende September ihren Abschlussbericht sowie einen Katalog von Empfehlungen zur Missbrauchsprävention vorlegen. Dem Gremium gehören Juristen, Mediziner, Historiker und Theologen an. Im Sommer 2020 hatte Sauve die Zahl der Fälle auf mindestens 3.000 und die der kirchlichen Täter auf rund 1.500 taxiert. Ihre Daten erhob die Kommission über Zeugenaussagen bei Befragungen vor Ort sowie über eine Telefonhotline.

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Kurzmeldungen Lokales 03.03.2021

Eicherberg: Motorradfahrer verletzt

Gegen 18.30 Uhr kam es am Dienstag es in der Côte d'Eich in der Hauptstadt zu einem Unfall mit einer verletzten Person, als ein Motorrad und ein Auto kollidierten. Dabei wurde der Biker verwundet. Die Zentrale der Rettungsdienste beorderte einen Krankenwagen und die Feuerwehr aus Luxemburg-Stadt zum Unfallort.

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