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Chaos am Münchner Flughafen
International 2 Min. 27.08.2019 Aus unserem online-Archiv

Chaos am Münchner Flughafen

Zahlreiche Fluggäste warten am Flughafen am Terminal 2 nach der Sicherheitspanne auf ihre Flüge.

Chaos am Münchner Flughafen

Zahlreiche Fluggäste warten am Flughafen am Terminal 2 nach der Sicherheitspanne auf ihre Flüge.
Matthias Balk/dpa
International 2 Min. 27.08.2019 Aus unserem online-Archiv

Chaos am Münchner Flughafen

Wieder Sommerferien, wieder der Münchner Flughafen, wieder eine unkontrollierte Person: Ein großer Polizeieinsatz legt den zweitgrößten Airport Deutschlands am Dienstag lahm.

L'avion repartira du Findel après les contrôles d'usage.
Flug von Moskau nach Paris muss in Findel notlanden
Ein Flugzeug der Air France, das von Moskau nach Paris unterwegs war, erklärt am Dienstagmorgen einen "allgemeinen Notstand" und landete am Flughafen Findel.

(dpa) - Indem er beim Umsteigen unkontrolliert in einen Sicherheitsbereich am Münchner Flughafen gelangt ist, hat ein Reisender Chaos am zweitgrößten Airport Deutschlands ausgelöst. Die Polizei räumte am Dienstagmorgen das Terminal 2 und die Bereiche B und C des Terminals 1. Erst fast vier Stunden später konnte die Passagierabfertigung wieder aufgenommen werden. 190 Starts und Landungen wurden abgesagt. Darüber hinaus kam es zu erheblichen Verspätungen, wie der Flughafen mitteilte. „Passagiere müssen über den ganzen Tag mit Beeinträchtigungen im Luftverkehr rechnen.“ Ob auch für Mittwoch mit Ausfällen zu rechnen ist, war zunächst unklar.

Die Anzeigetafel des Münchner Flughafen zeigt zahlreiche annullierte Flüge an.
Die Anzeigetafel des Münchner Flughafen zeigt zahlreiche annullierte Flüge an.
Peter Kneffel/dpa

Der Spanier ist nach Angaben der Bundespolizei zwischen 20 und 25 Jahre alt. Er war aus der thailändischen Hauptstadt Bangkok nach München gekommen und wollte nach Madrid weiterreisen. Vor der Einreisekontrolle sei er über eine Notausgangstür in einen Bereich gelangt, in den nur kontrollierte Passagiere dürfen. Die Polizei leitete „gefahrenabwehrende Maßnahmen“ gemäß EU-Gesetzesvorgaben ein. Die Beamten machten den Mann schließlich ausfindig und befragten ihn.

"Keine böse Absicht"

Er habe keine böse Absicht gehegt, sagte eine Sprecherin. Vonseiten der Bundespolizei drohten keine Konsequenzen. Der Flughafen selbst und die Lufthansa als hauptsächlich betroffene Airline mit mehr als 140 ausgefallenen Flügen mit insgesamt 14 000 Reisenden prüfen noch, ob sie Ansprüche geltend machen können und wollen.

Gegen 11.15 Uhr starteten die Flughafenmitarbeiter wieder mit der Abfertigung von Passagieren. Bis 12.45 Uhr konnten neu eintreffende Fluggäste das Terminal 2 nicht betreten, um zu verhindern, dass das Gebäude überfüllt wird, wie der Flughafen erklärte. Alle Menschen aus den geräumten Terminalbereichen mussten noch einmal kontrolliert werden. Der Flughafen verteilte Wasser und informierte die Passagiere über Lautsprecheransagen sowie via Twitter über die Situation. Ähnliche Vorfälle an Flughäfen gibt es immer mal wieder.

Ein Flughafensprecher sagte, insgesamt seien am Dienstag etwa 1200 Starts und Landungen in München geplant gewesen. Im Schnitt seien an einem solchen Tag dort etwa 120 000 Passagiere unterwegs. Von den annullierten Flügen dürften rund 19 500 Fluggäste betroffen sein.

Das aktuelle Geschehen erinnert an das Münchner Flughafenchaos zu Beginn der Sommerferien 2018: Damals hatte die Bundespolizei das Terminal 2 und das dazugehörige Satelliten-Terminal geräumt, weil eine Frau unkontrolliert durch eine Sicherheitsschleuse gelangt war. 330 Flüge wurden abgesagt, mehr als 31 000 Passagiere waren das ganze Wochenende über betroffen. Der Schaden ging in die Millionen.    


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Mindestens eine Person ist am Dienstag unberechtigt in den Sicherheitsbereich gelangt. Teile des Airports wurden geräumt. Mittlerweile läuft die Abfertigung wieder. Der Grund für die teilweise Sperrung ist nun bekannt.
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