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Busunglück auf Madeira: Bundeswehr-Airbus startet Rücktransport
An der Unglücksstelle wurden Beton-Sperren auf die Straße gestellt.

Busunglück auf Madeira: Bundeswehr-Airbus startet Rücktransport

Foto: dpa
An der Unglücksstelle wurden Beton-Sperren auf die Straße gestellt.
International 2 Min. 20.04.2019

Busunglück auf Madeira: Bundeswehr-Airbus startet Rücktransport

Ein Flugzeug der Bundeswehr hat sich am Samstagmorgen auf den Weg nach Madeira gemacht. Es soll die Verletzten des Busunglücks nach Deutschland bringen. Zu einer Trauerfeier war zuvor auch Portugals Staatspräsident gekommen.

(dpa) - Ein Airbus der Luftwaffe ist am frühen Samstagmorgen von Köln-Wahn Richtung Madeira gestartet. Er soll dort die Verletzten des Busunglücks aufnehmen und zurück nach Deutschland fliegen, wie die Bundeswehr mitteilte. Der Reisebus mit Dutzenden deutschen Urlaubern war am frühen Mittwochabend in dem Ort Caniço von der Straße abgekommen, hatte sich überschlagen und war einen Abhang hinunter auf ein Haus gestürzt. 29 Menschen starben. Als Ursache gilt ein Bremsversagen als wahrscheinlich, offizielle Ermittlungsergebnisse gibt es aber noch nicht.


A video grab obtained from drone footage shows the wreckage of a tourist bus that crashed on April 17, 2019 in Canico, on the Portuguese island of Madeira. - At least 28 people were killed when a tourist bus crashed on the Portuguese island of Madeira, the local mayor told local media. The regional protection service did not confirm the toll when questioned by AFP. (Photo by STRINGER / AFP)
Touristenbus auf Madeira verunglückt - 29 Tote
Erschreckende Bilder von der "Blumeninsel" Madeira: Ein Touristenbus verunglückt schwer. Unter den fast drei Dutzend Opfern sollen viele Deutsche sein.

Der Airbus A310 MedEvac ist die fliegende Intensivstation der Bundeswehr. Die Luftwaffe bezeichnet die Maschine als „wichtiges Glied in der Rettungskette zur medizinischen Evakuierung schwer und schwerst verletzter Personen über große Distanzen“. An Bord sind bis zu sechs Plätze für intensivmedizinische Behandlung. Außerdem gibt es 38 weitere Liegeplätze, wobei für 16 Patienten eine verstärkte medizinische Überwachung mit Monitoren möglich ist. Damit können 44 Patienten liegend transportiert werden. Die medizinische Besatzung kann bis zu 25 Menschen zählen. Die Luftwaffe hält auf dem Flughafen Köln-Wahn immer einen MedEvac-Airbus in 24-Stunden-Bereitschaft.

Trauerfeier am Karfreitag: Ilse Everlien Berardo (2.v.r.), Pastorin aus Deutschland, steht neben Marcelo Rebelo de Sousa, (3.v.l.)  Präsident von Portugal, bei der Trauerfeier für die deutschen Opfer des Busunglücks in der Presbyterianischen Kirche auf Madeira.
Trauerfeier am Karfreitag: Ilse Everlien Berardo (2.v.r.), Pastorin aus Deutschland, steht neben Marcelo Rebelo de Sousa, (3.v.l.) Präsident von Portugal, bei der Trauerfeier für die deutschen Opfer des Busunglücks in der Presbyterianischen Kirche auf Madeira.
Foto: dpa

Am Karfreitag hatten Überlebende und ihre Angehörigen in Funchal an einem Gedenkgottesdienst teilgenommen. Zu der Trauerfeier hatte die Pfarrerin der Deutschsprachigen Evangelischen Kirche auf der Atlantikinsel, Ilse Everlien Berardo, in der Kirche Igreja Presbiteriana eingeladen.


Der deutsche Außenminister Heiko Maas (2.v.r.) und sein portugiesischer Amtskollege Augusto Santos Silva (3.v.r.) legen an der Unglücksstelle Blumen nieder.
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Nach dem Busunglück mit 29 Toten auf Madeira sind noch viele Fragen offen. Der deutsche Außenminister Maas reiste zum Unglücksort. Bis Samstag herrscht Staatstrauer in Portugal.

Einige der Gäste hätten deutliche Verletzungen am Körper und im Gesicht gehabt, berichtete die Zeitung „Correio da Manhã“ am frühen Freitagabend. Die 45-minütige Veranstaltung, an der auch Portugals Staatspräsident Marcelo Rebelo de Sousa teilnahm, fand hinter verschlossenen Türen statt. „Portugal trauert, Deutschland trauert, und die Solidarität kommt aus dem Herzen beider Nationen, und nicht nur dieser beiden Nationen“, sagte Berardo vor Beginn der Trauerfeier. „Wir sind dankbar für alle tröstlichen Worte.“

Autopsie der Verunglückten abgeschlossen

Rechtsmediziner auf Madeira haben die Autopsie der 29 Todesopfer des Busunglücks auf der portugiesischen Urlaubsinsel abgeschlossen. Die Obduktion der überwiegend aus Deutschland stammenden Toten sei vom Nationalen Institut für Rechtsmedizin und Forensische Wissenschaften (INMLCF) in Zusammenarbeit mit der Polizei durchgeführt worden, zitierten portugiesische Medien eine Mitteilung des Justizministeriums vom Freitagabend.

Im Laufe des Samstags würden aus Deutschland aber noch Akten mit Fingerabdrücken und zahnärztlichen Daten erwartet, die die endgültige Identifizierung der Toten ermöglichen sollen, hieß es. Wann Einzelheiten zu den Opfern und ihren Herkunftsorten bekanntgegeben werden sollen, wurde nicht bekannt.


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