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Buschfeuer-Krise: Australischer Premier bei Wählern unbeliebt wie nie
International 1 13.01.2020

Buschfeuer-Krise: Australischer Premier bei Wählern unbeliebt wie nie

Australiens Regierungschef Scott Morrison steht wegen seines Krisenmanagements in der Kritik.

Buschfeuer-Krise: Australischer Premier bei Wählern unbeliebt wie nie

Australiens Regierungschef Scott Morrison steht wegen seines Krisenmanagements in der Kritik.
Foto: AFP/AAPIMAGE/David Mariuz
International 1 13.01.2020

Buschfeuer-Krise: Australischer Premier bei Wählern unbeliebt wie nie

Die Buschbrände in Australien lassen die Zustimmungswerte von Scott Morrison schmelzen. In einer Umfrage spricht sich fast die Hälfte der Befragten für einen anderen Premier aus.

(dpa) - Der australische Premierminister Scott Morrison hat während der seit Monaten tobenden Buschbrände deutlich an Popularität verloren: Die Zustimmungswerte sind so tief wie nie in seiner anderthalbjährigen Amtszeit. Seit Anfang Dezember fielen sie um 8 Punkte auf 37 Prozent, wie aus einer am Sonntag veröffentlichten Umfrage der konservativen Zeitung „The Australian“ hervorgeht. Oppositionsführer Anthony Albanese von der Labor-Partei überholte den Chef der konservativen Liberalen: 46 Prozent der Befragten hätten lieber ihn als Premier.

Für Scott Morrison (Spitzname „ScoMo“) sind das die schlechtesten Zahlen, seitdem er im August 2018 Parteivorsitzender wurde und Premier Malcolm Turnbull ablöste. Im Mai 2019 gewann seine Partei überraschend die Wahl.

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Der 51-Jährige steht derzeit wegen seines Krisenmanagements in der Kritik. Während der Feuer reiste Morrison zum Urlaub nach Hawaii, bei einem Besuch im Brandgebiet wurde er als „Idiot“ beschimpft. 


TOPSHOT - A firefighter conducts back-burning measures to secure residential areas from encroaching bushfires in the Central Coast, some 90-110 kilometres north of Sydney on December 10, 2019. - Toxic haze blanketed Sydney on December 10 triggering a chorus of smoke alarms to ring across the city, as Australians braced for "severe" weather conditions expected to fuel deadly bush blazes. (Photo by Saeed KHAN / AFP)
Feuerwehrmann stirbt im Kampf gegen Buschfeuer in Australien
Die verheerenden Buschbrände in Australien fordern ein weiteres Opfer: Mit dem Tod des Feuerwehrmanns steigt die Zahl der Toten auf mindestens 27.

Auch in der Klimawandel-Debatte gerät der Förderer der Kohleindustrie zunehmend unter Druck. Demonstranten hatten vergangene Woche unter anderem seinen Rücktritt gefordert, bei Twitter lautete dazu ein Schlagwort „SackScomo“ („FeuertScoMo“).

Morrison reagierte in einem Fernsehinterview am Wochenende: Er sehe nun ein, dass der Klimawandel Auswirkungen habe und für längere, heißere und trockenere Sommer verantwortlich sei. Er deutete eine Änderung der Politik an, um Emissionen zu reduzieren. Außerdem sagte Morrison dem Sender ABC, im Nachhinein wäre er nicht in den Hawaii-Urlaub gegangen.



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