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Buschfeuer in Kalifornien: Jetzt brennen die Luxusvillen
Mittlerweile ist auch das Nobelviertel Bel Air von den Waldbränden betroffen.

Buschfeuer in Kalifornien: Jetzt brennen die Luxusvillen

AFP
Mittlerweile ist auch das Nobelviertel Bel Air von den Waldbränden betroffen.
International 10 07.12.2017

Buschfeuer in Kalifornien: Jetzt brennen die Luxusvillen

Tom RUEDELL
Tom RUEDELL
Die schweren Waldbrände in Südkalifornien bedrohen nun auch das Promi-Viertel Bel Air in Los Angeles. Tausende Feuerwehrleute kämpfen gegen mehrere Feuer in der Region an. Zehntausende Menschen wurden bereits evakuiert.

 (dpa) - Dichter Rauch und lichterlohe Flammen im  Süden Kaliforniens: Gleich an mehreren Stellen sind in dem US-Westküstenstaat Buschfeuer ausgebrochen, die von starken Winden angefacht werden. Eines der Feuer bedroht nun auch das Promi-Viertel Bel Air. In dem Gebiet im Westen von Los Angeles sind nach Angaben der Behörden am Mittwoch mindestens vier Häuser abgebrannt. Mehrere Straßenzüge wurden geräumt. Die Feuerwehr hat Anwohner alarmiert, notfalls für eine rasche Evakuierung bereit zu stehen. 

Am Mittwoch näherte sich das sogenannte Skirball-Feuer auch dem berühmten Getty Museum im Westen der Millionen-Metropole. Die Einrichtung blieb geschlossen. Die nahe gelegenge Autobahn 405, eine der am meisten befahren Straßen der USA, wurde zeitweise gesperrt. Videos in sozialen Netzwerken zeigten eine rote Feuerwand, die sich neben der von dichtem Morgenverkehr befahrenen Autobahn her walzte.

Zehntausende auf der Flucht vor den Flammen

Unabhängig von diesem Brand war der Bezirk Ventura County nordwestlich von Los Angeles besonders betroffen. Zehntausende Menschen wurden aus ihren Häusern vertrieben, nach Angaben der Behörden brannte seit Montag eine Fläche von mehr als 260 Quadratkilometern ab. Am Mittwoch fraß sich das Feuer bis zur Pazifikküste durch.

Auch im Norden und Osten von Los Angeles sind Tausende Häuser von Flammen bedroht. In den betroffenen Regionen gilt der Notstand. Tausende Feuerwehrleute sind im Einsatz.

Eric Garcetti, der Bürgermeister von Los Angeles, sprach von einem „Wunder“, das bisher keine Todesopfer aus den Brandgebieten gemeldet wurden. Mit einem großen Aufgebot von Helfern würde man gegen die Flammen vorgehen. Bei abflauenden Winden machten die Einsatzteams am Mittwoch Fortschritte.

Heftige Winde hatten die Flammen angefacht und rasch verbreitet. Die gefürchteten Santa-Ana-Winde, trockene und heiße Winde, wehen mit hoher Geschwindigkeit aus dem Inland Richtung Küste. Die Gefahr ist noch nicht gebannt. Nach der Vorhersage der Meteorologen muss bis mindestens Freitag mit starken Böen gerechnet werden.

  2017 war für Kalifornien und andere westliche Staaten der USA wegen anhaltender Trockenheit ein besonders schlimmes Waldbrandjahr.  


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