Bürgerrechtler erzwingen Auskunft

Wen empfing Trump in Mar-A-Lago?

Donald Trump empfing in seinem Golfclub in Florida unter anderem den japanischen Premier Shinzo Abe.
Donald Trump empfing in seinem Golfclub in Florida unter anderem den japanischen Premier Shinzo Abe.
Foto: AFP

(dpa) - Die US-Behörden müssen einen Teil der Besucher öffentlich bekannt geben, die in dem Anwesen Mar-a-Lago von Präsident Donald Trump in Florida verkehren. Ein entsprechendes Urteil eines Richters im Bundesstaat New York gab am Montag die Bürgerrechtsgruppe CREW bekannt. Die Listen müssen bis 8. September ausgehändigt werden. Mar-a-Lago ist ein Club, in dem nur Mitglieder und deren Besucher zugelassen sind.

Trump verbrachte in den ersten sechs Monaten seiner Amtszeit zahlreiche Wochenenden in Mar-a-Lago, empfing dort unter anderem den chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping und den japanischen Regierungschef Shinzo Abe. Trump traf sich dort aber auch mit vielen anderen Menschen, deren Identität öffentlich nicht bekannt ist. Unklar ist, ob Trump auch Namen von Personen veröffentlichen muss, die auf Einladung anderer Clubmitglieder auf dem Anwesen sind.

Die Trump-Administration hatte bereits im April erklärt, sie werde auch die Besucherlisten für das Weiße Haus nicht mehr öffentlich machen, so wie es Trumps Vorgänger Barack Obama 2009 eingeführt hatte.

Die Bürgerrechtsbewegung CREW (Citizens for Responsibility and Ethics in Washington) hat gleich mehrere Klagen gegen Präsident Donald Trump angestrengt. Einige davon beziehen sich auch auf Einnahmen aus Trumps Firmenimperium, etwa seiner Hotels im Ausland.