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Britischer Premier Boris Johnson lässt politisches Schicksal offen
International 1 08.12.2019

Britischer Premier Boris Johnson lässt politisches Schicksal offen

Der wiederholten Frage, ob er im Falle einer Niederlage zum Rücktritt bereit sei, wich Johnson in einem Interview mit Sky News mehrmals aus.

Britischer Premier Boris Johnson lässt politisches Schicksal offen

Der wiederholten Frage, ob er im Falle einer Niederlage zum Rücktritt bereit sei, wich Johnson in einem Interview mit Sky News mehrmals aus.
AFP
International 1 08.12.2019

Britischer Premier Boris Johnson lässt politisches Schicksal offen

Der wiederholten Frage, ob er im Falle einer Niederlage zum Rücktritt bereit sei, wich Johnson in einem Interview mit Sky News mehrmals aus.

(dpa) - Der britische Premierminister Boris Johnson lässt sein politisches Schicksal offen, sollte er bei der Neuwahl des Parlaments am Donnerstag nicht die Mehrheit bekommen. Er sei nervös und kämpfe "um jede Stimme", sagte Johnson am Sonntag dem Nachrichtensender Sky News. Mehrmals danach befragt, ob er im Falle eines Misserfolgs zum Rücktritt bereit sei, wich er jedes Mal einer klaren Antwort aus.

Johnson übernahm erst Ende Juli das Amt als Premierminister von Theresa May, die drei Mal mit ihrem Brexit-Abkommen im völlig zerstrittenen Parlament durchgefallen war. Mit der Neuwahl will Johnson mehr Unterstützung für seinen mit Brüssel nachverhandelten Deal bekommen. Derzeit führt er eine Minderheitsregierung an.

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Umfragen sehen die regierenden Konservativen klar vorn. Allerdings hat Großbritannien ein Mehrheitswahlrecht: Nur der Kandidat, der in einem der 650 Wahlkreise die meisten Stimmen auf sich vereint, bekommt einen Sitz im Unterhaus. In vielen Wahlkreisen, vor allem in Mittel- und Nordengland, liefern sich Johnsons Tories und die Labour-Partei von Jeremy Corbyn ein enges Rennen.

Oppositionsparteien wie die Liberaldemokraten und die Schottische Nationalpartei (SNP) riefen am Sonntag daher zum taktischen Wählen auf: Dadurch sei es immer noch möglich, das Steuer herumzureißen. Im Mittelpunkt des Wahlkampfs stehen der umstrittene EU-Austritt, für den die Briten beim Referendum 2016 mit knapper Mehrheit gestimmt hatten, und der marode staatliche Gesundheitsdienst NHS.


In this handout photograph taken and released by the British Broadcasting Corporation (BBC) on December 6, 2019, Britain's Prime Minister Boris Johnson (R) and Britain's main opposition Labour Party leader Jeremy Corbyn participate in the BBC Prime Ministerial leaders debate, at the studio in Maidstone, Kent. - Britain will go to the polls on December 12, 2019 to vote in a pre-Christmas general election. (Photo by JEFF OVERS / various sources / AFP) / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT " AFP PHOTO / JEFF OVERS-BBC " - NO MARKETING NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS TO REPORT ON THE BBC PROGRAMME OR EVENT SPECIFIED IN THE CAPTION - NO ARCHIVE - NO USE AFTER **DECEMBER 27, 2019** /
Corbyn gegen Johnson: Die letzte TV-Debatte vor den Wahlen
Knapp eine Woche vor der britischen Parlamentswahl am 12. Dezember läuft der Labour-Partei die Zeit davon, um Boden auf die Tories gutzumachen. Die Konservativen führen in den Umfragen deutlich.

Er wolle den Brexit in jedem Fall umsetzen, sagte Johnson dem Sender Sky News. Der Regierungschef will Großbritannien zum 31. Januar aus der EU führen. "Jeremy Corbyn kann uns dagegen noch nicht einmal sagen, welche Haltung er zum Brexit hat." Außerdem erneuerte Johnson sein Versprechen an die Wähler, mit Hilfe eines Punktesystems nach australischem Vorbild die Zahl der Einwanderer zu senken.

Der 70-jährige Corbyn, der als Euroskeptiker gilt, hat den Briten im Falle seines Wahlsiegs ein zweites Brexit-Referendum versprochen. Er will sich selbst aber neutral verhalten, wie er erst kürzlich mitteilte. Der Labour-Politiker steht auch wegen Antisemitismusvorwürfen gegen seine Partei und ihn selbst immer wieder in der Kritik.


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